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Palästinensische Tageszeitung wirft Hamas Mord an hilfesuchenden Zivilisten vor

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Palästinenser am 17. Juni 2025 beim von den USA und Israel geleiteten Hilfszentrum der Gaza Humanitarian Relief Foundation an der Küstenstrase im Stadtteil Sudaniya. Foto IMAGO / Anadolu Agency
Palästinenser am 17. Juni 2025 beim von den USA und Israel geleiteten Hilfszentrum der Gaza Humanitarian Relief Foundation an der Küstenstrase im Stadtteil Sudaniya. Foto IMAGO / Anadolu Agency
Lesezeit: 3 Minuten

In einem Leitartikel vom 19. Juni 2025 erhebt die offizielle Tageszeitung der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Al-Hayat Al-Jadida, schwere Vorwürfe gegen die Hamas. Demnach habe die Terrororganisation gezielt Zivilisten im Gazastreifen ermordet, die versucht hätten, zu Lebensmittelausgabestellen der Gaza Humanitarian Foundation (GHF) zu gelangen.

Dem Artikel zufolge setzt die Hamas «Todeskommandos» der Al-Sahm-Einheit ein, um die Bewohner davon abzuhalten, ausserhalb des von der Hamas kontrollierten Gebiets Hilfsgüter zu empfangen. Die Einheiten sollen gezielt auf Zivilisten geschossen haben, die angeblich mit den Lebensmittelausgaben oder mit Israel kollaboriert haben.

Die Redaktion von Al-Hayat Al-Jadida stützt ihre Aussagen auf Berichte von Bewohnern und auf Social-Media-Beiträge von Familienangehörigen der Opfer. Eine Facebook-Nutzerin namens Hiba Al-Mishal berichtete, dass ihr Bruder Osama von einem Trupp der Al-Sahm-Einheit erschossen worden sei, als er sich auf dem Weg zu einem Verteilzentrum befand. Der Bus, in dem er mit anderen jungen Männern sass, sei gestoppt worden. Die Männer seien herausgeholt und mehrfach angeschossen worden. Anschliessend habe man ihnen medizinische Hilfe verweigert. Laut ihrem Bericht seien andere Zivilisten sogar gezwungen worden, die Verwundeten mit Stöcken und Eisenstangen zu schlagen.

In ihrem Beitrag forderte Hiba Al-Mishal: «Wir wollen keine Rache, sondern Wahrheit und Gerechtigkeit.» Sie führte aus, dass sich alle, die an der Tat beteiligt waren, geschwiegen oder diese gerechtfertigt hätten, gegenüber Allah, der Geschichte und den Familien der Opfer verantworten müssten.

Die Zeitung nennt weitere Vorfälle der letzten Tage namentlich: Die Familie Shahin aus Deir Al-Balah etwa meldete den Tod ihres Sohnes Siraj Al-Din HiSahm Salameh Shahin durch «heimtückische Kugeln». Die Familie Al-Hilou berichtete über den Tod von fünf Angehörigen. Diese Angaben stützen sich auf Facebook-Beiträge der betreffenden Familien zwischen dem 15. und 19. Juni 2025.

In scharfen Worten kritisiert die Al-Hayat-Redaktion, dass die Hamas mit diesen Aktionen nicht nur die Kontrolle über die humanitäre Hilfe behalten, sondern auch die letzten rechtsstaatlichen Prinzipien im Gazastreifen ausser Kraft setzen wolle. Selbst wenn die Vorwürfe der Kollaboration zutreffen sollten, gebe es laut der Zeitung keine rechtfertigende Grundlage für Exekutionen ohne Verfahren, Richter oder Urteile.

Die Al-Sahm-Einheit («Pfeil») wurde im November 2024 durch Hamas-Sicherheitskräfte im Gazastreifen ins Leben gerufen. Ihr erklärter Auftrag ist es, oppositionelle Kräfte zu bekämpfen – insbesondere solche, die das Hamas-Monopol über die Verteilung internationaler Hilfe infrage stellen. Telegram-Kanäle mit Verbindung zu der Einheit berichten regelmässig über den Einsatz von Gewalt gegen sogenannte «Verräter» oder «Diebe» und veröffentlichen teils Bilder von Verwundeten oder Toten.

In ihrem Leitartikel vom 19. Juni kommt die palästinensische Tageszeitung zu dem Schluss, dass die Hamas mit diesen Methoden nicht nur humanitäre Grundprinzipien, sondern auch das eigene Volk verrät: «Dies ist die bittere Realität: Die Hamas und ihre Al-Sahm-Einheit jagen diejenigen, die nichts weiter suchen als ein Stück Brot.»

Obwohl der Artikel darin bestand, die Hamas anzuklagen, musste die PA eine Anschuldigung hinzufügen, dass auch Israel irgendwie verantwortlich sei. Bezeichnenderweise werden die Anschuldigungen gegen Israel, die sich in der Vergangenheit als falsch erwiesen haben, ohne Namen, Beweise und Augenzeugen vorgebracht.

Die Auszüge und Zitate aus Al-Hayat Al-Jadida wurden in einem Bericht des Middle East Media Research Institute (MEMRI) dokumentiert und am 20. Juni 2025 in englischer Übersetzung veröffentlicht.

10 Kommentare

  1. Einleuchtend! Die Hamas will Hilfsware verkaufen, nicht verschenken lassen! Was die Hamas tut ist Plünderung und da im Streifen Kriegsrecht herrscht, kann die israel. Armee die Todesstrafe anwenden – was jede Armee auch tun würde.

  2. Traurig, aber wahr: Unsere links-braunen Medien hetzen täglich gegen Israel. Leider sind viele Zeitgenossen zu faul und sicher auch zu dumm, um zwischendurch mal auch andere Medien zu konsultieren. Wir sollten bei Gesprächen mit Judenhassern immer wieder auf Audiatur, Mena Watch, Israelnetz, haolam.de, MEMRI etc. etc. aufmerksam machen. Steter Tropfen höhlt den Stein! Allerdings ist es so, dass Judenhasser meist gar nicht gewillt sind, etwas Positives über Israel bzw. Negatives über die „Palästinenser“ zu hören. Sie blocken sofort ab: Ja, aber Israel/die Juden ….
    Die Idee von Susanna ist gut. Jedoch zweifle ich inzwischen auch an der Unabhängigkeit unserer Gerichte! Braun ist Trumpf! Da hilft auch ein rotes oder grünes Mäntelchen nichts.

  3. Liebe Mitlesende,

    Dann sollten wir einen Klagefonds gegen deutsch-österreichische-schweizerische Medien einrichten. Ich erkundige mich für Deutschland und berichte der Redaktion bei Audiator mit der Bitte um Veröffentlichung.
    Gruß aus Deutschland

  4. Leider auch heute im bayrischen Rundfunk: „Diese Lebensmittelausgabe ist ein Massaker „so berichten“ Ärzte ohne Grenzen“. Man lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass I S R A E L die Schuld daran trägt. So züchtet man Judenhass.

  5. Leider ist es mit der Berichterstattung zum Gaza Krieg, der angefangen wurde von der monströsen Terrororganisation, in den Niederlanden ( „‚Hilversum „‚ ) genauso. Die öffentlichen TV Sender NRT / NOS / Nieuwsuur / 1 Vandaag / VARA ( sozialistisch geprägt ) melden immer nur : „‚laut das Gesundheitsministerium von Hamas „“. Viele Leute meinen, die bekommen Geld aus Qatar… aber das kann man ja nie beweisen. Und das die Hamas zahlen schwer übertrieben sind, davon bin ich fest überzeugt. Man lese nur das Buch “Temperament and Character of the Arabs „‚ von Dr. Sania Hamady. Dort schreibt sie zum Wort “mubalagha“, dies sie typisch das Wort für die spezielle Arabische Uebertreibung.
    Nun gibt es auch hier in den NL, die den Medien den Prozess machen wollen. Bereits bei der Aktion 2014 / 2015 wurden Fragen im Parlament gestellt, aber nichts hat sich geändert. Aber noch zweifelt das CIDI, Centrum Informatie en Documentatie voor Israel.

  6. Und jeden Tag verröffentlicht SRF auf ihrem Newsticker Meldungen wonach israelische Soldaten wahllos Palästinenser abknallen bei der Essensverteilung. Schuld daran, so wird dort interpretiert, ist die „umstrittene Gaza Humanitarian Foundation (GHF).“ Man wird richtiggehend weichgeklopft von diesen unsäglichen Berichten. Wenn ich den Hintergrund nicht hätte, den ich mir über Jahrzehnte selbst aneignete, ich würde ohne Zweifel einen Hass bekommen auf die Israeli. SRF macht sich damit mitschuldig am zunehmenden Judenhass und der anti – israelischen Grundstimmung in der schweizer Bevölkerung. Ich frage mich immer und immer wieder warum man gegen solch hetzerische und offensichtlich falschen News nichts unternehmen kann? Es ist doch jetzt mehr als klar – nach bald 2 Jahren Krieg – dass Hamas alles tut um Israel zu diskreditieren mit all diesen skandalösen Anschuldigungen und SRF bringt munter weiter alles was aus Gaza kommt in ihrem täglichen Newsticker getarnt als seriöse Nachricht. Man sollte die Verantwortlichen dafür zur Rechenschaft ziehen können, denn dies ist doch nachweislich eine hetzerische Berichterstattung die nichts mehr mit der Realität in Gaza zu tun hat !!!
    Folge davon sind Vorwürfe des Genozid und Völkermord an Israel. Kürzlich gesehen bei Amnesty International in einer Pedition wo Geld gesammelt wird für Gaza mit dem Titel „Israel begeht Völkermord an Palästinensern“ – Völkermord in Gaza, unterschreiben Sie jetzt.

  7. Aber, aber, das ist doch alles israelische Propaganda:-(
    Besser man hört auf das Gesundheitsministerium in Gaza. Die sagen die Wahrheit.
    Ich bin überzeugt, sollte jemand SRF ansprechen und auf die Diskrepanz zwischen SRF Berichten und den Berichten von Al-Hayat-Al Jadida hinweisen. wird man solche Antworten erhalten wie oben geschrieben.

  8. Das erinnert mich so sehr an das Jahr 1936 in der britischen Kolonie „Palästina“ am selben Ort..

  9. GENAU UND IM TV SRF WURDE DAS GEGENTEIL BERICHTET. ISRAEL WAR DER AGRESSOR, WIE IMMER! GEGEN DIESE FALSCH BERICHTERSTATTUNGEN SOLLTE KLAGE ERHOBEN WERDEN. DENN DER NORMALE CHER*IN INFORMIERT SICH DURCHS FERNSEHEN ODER NOCH DEN TAGES ANZEIGER!

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