#ReclaimVolkshaus! Wo bleibt das Engagement gegen Israel-Hasser und Terroristen?

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Mohammed Khatib, Europa-Koordinator von Samidoun, spricht im Namen der Masar Badil (Palästinensische Bewegung für den alternativen revolutionären Weg) beim "Marsch für Rückkehr und Befreiung" in Brüssel, Belgien, am 29. Oktober 2022. Foto Screenshot Youtube
Mohammed Khatib, Europa-Koordinator von Samidoun, spricht im Namen der Masar Badil (Palästinensische Bewegung für den alternativen revolutionären Weg) beim "Marsch für Rückkehr und Befreiung" in Brüssel, Belgien, am 29. Oktober 2022. Foto Screenshot Youtube
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Eine «rechte» Esoterik-Veranstaltung im Zürcher Volkshaus, an der unter anderem der umstrittene Schweizer Historiker Daniele Ganser auftreten soll, wird massiv kritisiert. Ein Teilnehmer, der offenbar antisemitischen Verschwörungstheorien anhängt, wurde ausgeladen. Keine linke Empörung gibt es hingegen für den Auftritt eines Vertreters der Terrororganisation «Volksfront zur Befreiung Palästinas» (PFLP) und anderer Israel-Feinde im gleichen Zürcher Volkshaus.

UPDATE 23. Mai 2023, 17:45 Auf die Anfrage von Audiatur-Online antwortet die Betriebskommission Volkshausstiftung:

«Das Volkshaus vermietet jährlich etwa 2700 mal seine Säle und Sitzungszimmer für Anlässe aller Art. Den Veranstaltern ist es grundsätzlich überlassen, wie sie die Räume im Volkshaus nutzen. Wir üben, wie es auch in unserem Leitbild heisst und im Stiftungsstatut implizit vorausgesetzt keine Zensur, sofern die Grundprinzipien nicht verletzt werden. Über den Inhalt lässt sich oft streiten. Doch es ist nicht die Aufgabe der Volkshausstiftung unangenehme Veranstaltungen zu verbieten.»

Eine Gruppierung mit dem Namen «Reclaim Volkshaus» sammelt seit einigen Wochen Unterschriften gegen den Esoterik-Anlass, welcher am 27. und 28. Mai im Volkshaus Zürich stattfindet. Bis heute haben rund 3300 Personen die Petition «Keine Bühne für Antisemit:innen, kein Geschäft mit braunen Esoteriker:innen» unterzeichnet. Das sogenannte «anonyme Kollektiv» droht gar dem Volkshaus: «Wenn die Veranstaltung nicht abgesagt wird, sehen wir uns gezwungen, eine Gegenmobilisierung vorzubereiten» heisst es frech im Aufruf.

Keine Probleme hat «Reclaim Volkshaus» und dessen linke Genossen mit dem Auftritt von Mohammed Khatib, EU-Koordinator des «Samidoun Netzwerks für die Solidarität mit palästinensischen Gefangenen» und Mitglied der Terrororganisation PFLP. Dieser tritt gemäss einem Eintrag auf der Website «swiss-palestine-network.ch», am 23. Mai an einer Veranstaltung mit dem Titel «Vergangenheit und Gegenwart internationalistischer Kämpfe für ein befreites Palästina» auf. Als Veranstalter werden linksextremistische Organisationen wie Rote Hilfe Schweiz, Palästina Komitee Basel, Lotta – Organisiert Kämpfen, Phönix TNG, Anakbayan, Revolutionäre Jugend Basel, Revolutionäre Jugend Zürich, Revolutionäres Jugendbündnis Winterthur (RJBW), Samidoun und der Revolutionäre Aufbau genannt.

Foto Screenshot Samidoun

Aufruf zur Zerstörung der USA, EU und Israel

Mohammed Khatib war einer der Top-Redner anlässlich des sogenannten «Gegenkongress» zum 125. Jahrestag des historischen ersten Zionistenkongresses in Basel. Der Anlass, organisiert und unterstützt vom «Who is Who» der linken und linksextremen Schweizer Bewegungen und Organisationen, fand am 27. August 2022 im Gewerkschaftshaus Basel statt.

Nicht nur Israel, sondern auch die USA, Kanada und die Europäische Union müssten bezwungen werden, sagte «Samidoun»-Vertreter Mohammed Khatib während einer anti-israelischen Veranstaltung am 29. Oktober 2022 in Brüssel. 

Der SP Ständerat Carlo Sommaruga (SP Genf), setzte sich 2014 für die Freilassung von Khalida Jarrar ein, eine Vertreterin der Terrororganisation PFLP. Foto Facebook-Konto Carlo Sommaruga, öffentlich zugänglich.
Der SP Ständerat Carlo Sommaruga (SP Genf), setzte sich 2014 für die Freilassung von Khalida Jarrar ein, eine Vertreterin der Terrororganisation PFLP. Foto Facebook-Konto Carlo Sommaruga, öffentlich zugänglich.

Im Jahr 2017 wurde Khatib ein Einreisevisum in die USA verweigert. Er setzt sich aktiv für die Freilassung von Georges Ibrahim Abdallah ein, der derzeit in Frankreich eine lebenslange Haftstrafe für die Ermordung des US-Militärattachés und israelischen Diplomaten Yaakov Bar-Simantov verbüsst.

Hass gegen Israel & Glorifizierung von Terror bei Samidoun-Demonstration in Berlin am 8. April 2023. Video Jüdisches Forum – JFDA e.V.

Veranstalter mit Beziehungen zum internationalen Terrorismus

Zu den Veranstaltern des Anlasses, der unter dem Motto «75 Jahre palästinensischer Widerstand» stattfindet, sind namhafte Organisationen der Schweizer gewaltbereiten linksextremen Szene, auch mit besten Beziehungen zum internationalen Terrorismus.

Aufgeführt wird zum Beispiel die «Rote Hilfe Schweiz». Das Bundesamt für Polizei geht in einem Bericht «Innere Sicherheit der Schweiz», davon aus, dass die «Rote Hilfe» dazu dienen soll, linksextreme Tätigkeiten europaweit zu vernetzen. Gemäss eigenen Angaben unterstützt die Organisation unter anderem auch «militante Aktivisten, die wegen «politischer oder militärischer» Aktivitäten zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden, darunter befinden sich unter anderem inhaftierte Mitglieder der Terrororganisationen Rote-Armee-Fraktion, Rote Brigaden, Revolutionären Aktionszellen und viele weitere oder eben auch palästinensische Terroristen. Eines der Zentralsekretariate der «Roten Hilfe International» befindet sich mitten im beschaulichen Zürich. Das Büro wird personell vom marxistisch-leninistischen «Revolutionären Aufbau Schweiz» geführt. Die «Rote Hilfe» wird von verschiedenen europäischen Verfassungsschutzbehörden als linksextremistisch eingestuft und der Organisation wird insbesondere die Unterstützung von Gewalttätern vorgeworfen.

Als Veranstalter aufgeführt wird auch der «Revolutionäre Aufbau». Dessen Ableger in verschiedenen Schweizer Städten und seine Jugendorganisationen, sind immer mit dabei, wenn es zu wüsten und gewalttätigen Krawallen und Ausschreitungen kommt. In einem Bericht «Innere Sicherheit der Schweiz» des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD), wir der «Revolutionäre Aufbau Schweiz» als «Beispiel einer demokratiefeindlichen Organisation» aufgeführt. Laut dem EJPD ist die Organisation «in hohem Mass für Ausschreitungen, aber auch für verschiedene Anschläge verantwortlich». Zudem komme der Gruppierung «eine führende Funktion im so genannten Schwarzen Block, einem losen Zusammenschluss gewaltbereiter Personen» zu.

Eine weitere Gruppierung die als Veranstalter gelistet wird ist «Anakbayan». Diese militante marxistisch-leninistisch-maoistische Organisation wird beschuldigt, die Kommunistische Partei der Philippinen und ihren bewaffneten Flügel, die New People’s Army, zu unterstützen oder direkt mit ihnen zusammenzuarbeiten. Die Sicherheitsbehörden beschuldigen Anakbayan, Teil einer bewaffneten Organisation zu sein, die den Sturz der Regierung anstrebt.

Über «Samidoun», die auch als Veranstalter aufgeführt wird, sagt Arsen Ostrovsky, Geschäftsführer des International Legal Forum (ILF), die Gruppierung stelle eine “direkte, klare und eindeutige Sicherheitsbedrohung” für Europa und seine Bürger dar. «Samidoun» wurde 2012 gegründet und «dient als Mitgliedsorganisation der Terrorgruppe Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP)», heisst es in einem Bericht des ILF. Die meisten der Gefangenen, für die sich «Samidoun» einsetzt, sind keine gewöhnlichen Kriminellen. Sie sind Mörder und verurteilte Terroristen mit Verbindungen zur PFLP, zum Beispiel Ahmad Sa’adat, der 2001 den israelischen Tourismusminister Rehavam Ze’evi in Jerusalem ermordete.

Mohammed Khatib im April 2023 in Brüssel. Video Belgian Friends of Israel.

Weitere Anlässe dieser Art sind im Gewerkschaftshaus Basel geplant. Unbehelligt und unter dem Schirm von linken Parteien und Gewerkschaften können Mohammed Khatib und andere Terrorversteher, ihre linksextremistische, israelfeindliche Propaganda in der Schweiz verbreiten.

Terrororganisationen wie die PFLP und dessen nahestehenden Gruppierungen nutzen «zivilgesellschaftliche» Organisationen (in diesem Fall das Volkshaus Zürich und das Gewerkschaftshaus Basel) als Mittel zur Legitimierung von Aufwiegelung und Gewalt. Diese Gruppen propagieren historische Verzerrungen und Auslassungen, die den Frieden zwischen Israel und den Palästinensern verhindern. Sie manipulieren die Begrifflichkeit der Menschenrechte und des Völkerrechts, um Gewalt gegen Zivilisten zu rechtfertigen, indem sie Ausdrücke wie «Volkswiderstand» und «Volkskampf» verwenden. Die von diesen Organisationen verbreiteten Botschaften finden ihren Widerhall in einem globalen Kontext des zunehmenden Antisemitismus und Antizionismus.

Die mehrfache Bitte um eine Stellungnahme, wie das Volkshaus Zürich dazu steht, dass in dessen Räumlichkeiten Personen aus einem israelfeindlichen, antisemitischen und terroristischen Umfeld ein Podium bekommen, wurde bis zur Publikation dieses Artikels ignoriert.

2 Kommentare

  1. Der russische Impfstoff(Sputnik) ist kein herkömmlicher Totimpfstoff, im Gegensatz zu dem chinesischen. Es ist ein Impfstoff beruhend auf dem Adenovirus, ähnlich dem von Astra Zeneca. Allerdings wurden beim russischen Impfstoff 2 unterschiedliche Adenoviren verwendet, was eventuell die Wirksamkeit erhöht hat. Beim Chinaimpfstoff, den auch ich favoritisiert hätte, war das Problem das fehlende Adjuvant.

  2. Die querfront zu arabischen Faschisten entstammt den späten 60er Jahren, als die DDR aus mehreren Gründen Antizionismus zur Staatsideologie erhoben hatte. Viele…linke…haben das nie durchschaut. Die corona Pandemie hat aber tatsächlich zu Einschränkungen der Grundrechte geführt, es waren tatsächlich unverhältnismäßig Einschränkungen und Bevormundung, die zu schweren Krisen geführt haben. Weder Maske noch lockdown waren notwendig und die impfschäden, die ein nicht erprobtes Mittel erzeugt hat, waren enorm.Wer aber die totimpfstoffe aus Russland oder China genommen hat, galt als vaterlandsverrater und wurde als aussätziger isoliert. Abgesehen von dem Skandal der zuviel bestellten Impfstoffe gab weitere korruptionsskandale in Zusammenhang mit der Pandemie Politik.
    Der Antisemitismus in Deutschland und der Schweiz dürfte etwa bei 50 Prozent liegen, da wundert es mich nicht, dass alle Seiten in diesem kulturkampf sich mit antisemitischen tiraden überboten haben. Solange aber keine Aufarbeitung stattfindet und keine Fehler zugegeben werden, wird der Raum fur Antisemitismus nur größer. Das Vertrauen in Politik und Staat hat während der Pandemie schweren Schaden genommen.
    Und davon wiederum profitieren gefährliche rechtsradikale, die gegen den Westen wettern.

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