Amnesty International’s Mobbing gegen Israel: „Terror-Abwehr per Kamera ist Apartheid“

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Fot IMAGO / BildFunkMV
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Wer glaubt, dass Amnesty International (AI) bereits bisher den Höhepunkt an Beleidigungen, Verunglimpfungen, politisch-mediale Verfolgungen, Verdrehungen von Tatsachen gegenüber Israel erreicht hat, wird dieser Tage eines Besseren belehrt. Weil sich Israel mit Hilfe von Kameras an öffentlichen Plätzen, die mit Gesichtserkennungs-Software ausgestattet sind, gegen fast tägliche Terror-Anschlagswut durch palästinensisch-muslimische Araber zur Wehr setzt, wird es von AI als „Apartheid-Staat“ beschimpft.

Auf der Homepage von Amnesty International stehen Israel und der Iran im Verzeichnis nebeneinander. Mit keinem einzigen Wort wird in der mehrsprachigen Übersicht zu Iran die seit Jahrzehnten bekannte in fast allen Medien weltweit veröffentlichte Tatsache erwähnt, dass Teheran den Staat Israel von der Landkarte tilgen will. Dafür geben die führenden Mullahs einen nicht unerheblichen Teil ihrer Milliarden-Öl-Einnahmen aus, bauen an der A-Bombe, schicken tausende von Söldner in benachbarte Länder, stricken weltweit an einem Terrornetz mit den Schwerpunkten Hamas in Gaza und Hisbollah im Libanon.

Und was stört die selbsternannten Moral-Apostel, die sich weitgehend anonym hinter der Nicht-Regierungs-Organisation AI verstecken? Kameras mit einer in Israel hausgemachten Software, die in Bruchteilen von Sekunden Gesichter von potentiellen Terroristen mit einem Polizei-Archiv abgleichen und im Ernstfall Alarm auslösen. Derartige technische Hilfsmittel sind übrigens seit langen an Flughäfen und Bahnhöfen auch in Europa eine gängige Einrichtung der Sicherheitsbehörden. Das israelische Terroristen-Archiv ist gut bestückt, denn die Anzahl der versuchten Anschläge hat sich statistisch auf fünf pro Tag erhöht. Auch durch die Gesichtserkennungs-Kameras werden die meisten Anschläge bereits im Vorfeld verhindert.

Leider nicht alle: in den letzten vier Wochen sind eine Mutter und ihre beiden Töchter brutal am helllichten Tag im Auto von palästinensischen Terroristen erschossen worden. Die Hinterbliebenen, ein Vater mit drei Kindern, haben bei der Beerdigung israelische Rache-Aktionen abgelehnt, weil es eigene Soldaten gefährden könnte. In palästinensischen Städten wie Jenin und Nablus werden demgegenüber bei geglückten Mordanschlägen Süssigkeiten an Strassenpassanten verteilt.  Bei einem anderen Fall, der die Medien weltweit beschäftigt hat, schoss ein Terrorist auf einem Boulevard im Zentrum von Tel Aviv willkürlich auf drei junge Männer, die auf dem Weg zu einer Hochzeit waren. Einer erlag seinen Verletzungen, die beiden anderen wurden schwer verletzt.

Lautes Schweigen von Amnesty International

Beide Terroranschläge sind nur ein Teil der ansteigenden palästinensischen Gewaltwelle, die den Nahen Osten seit einem Jahr verstärkt heimsucht. Der kritische Blickwinkel von Amnesty International ist aber ausschliesslich auf Israel gerichtet. Die wahren Feinde der Palästinenser sind jedoch nicht Israel, sondern in den arabischen Staaten zu suchen. Bei nur einem oberflächlichen Überblick im Internet findet man schnell mehrfach bestätigt heraus: das größte palästinensische Flüchtlingslage mit über zwei Millionen Registrierte seit drei Generationen liegt in Jordanien. AI erwähnt diese Zahl erst am Schluss ihrer Flüchtlingsstatistik. Zuvor werden 5,522 Sudanesen and 650 Somalis aufgezählt.

Mit keiner Silbe wird berichtet, dass in Israel etwa ebenso viele palästinensische Flüchtlinge wie in Jordanien unter menschenunwürdigen Lebensumständen dahinvegetieren, als Bürger mit allen Rechten, die in einer Demokratie üblich sind, leben. In Judäa und Samaria, das besser als Westbank bekannt ist, leiden über zwei Millionen Palästinenser unter einer palästinensischen Diktatur. Der 2004 für vier Jahre gewählte Präsident Mahmoud Abbas regiert seit 18 Jahren, verschiebt mehrfach Wahlen. Freie Meinungsäusserung wird verfolgt, eine unabhängige Gerichtsbarkeit ist unbekannt. In Gaza unterdrückt die Terror-Organisation Hamas seit 2007 über zwei Millionen palästinensische Muslime.

Statistische Zahlen sind kalt und unpersönlich. Deshalb lohnt sich ein Blick auf zwei aktuelle Fälle, die in den letzten Wochen in Gaza aufgefallen sind:

Muhamad al-Sufi, 43, war ein islamischer Geistliche, der in Rafah, im südlichen Teil Gazas gelebt hat. Am 20. April 2023 hat das von Hamas kontrollierte Innenministerium Al-Sufis Tod erklärt. Seine Familie ist davon überzeugt, dass Muhamad nach Folterungen in einem Hamas-Gefängnis gestorben ist. Kurz vorher sei er festgenommen worden, weil er Hamas als „Handlanger Irans“ kritisiert habe, die für die „Ermordung von Muslimen in Syrien, im Libanon, im Iraq und in Gaza verantwortlich“ seien.

Der zweite aktuelle Fall: der 56jährige Ahmed al-Louh starb am 1. Mai nachdem er aus den Händen der Hamas ins Al-Shifa Hospital in Gaza City eingeliefert wurde. Berichten aus Gaza zufolge wurde er am 8. März „wegen krimineller Vergehen“ verhaftet. Hamas verkündete, dass „auch Ahmed gestorben ist, nachdem sich sein Gesundheitszustand plötzlich verschlechtert hat“.

Wer diese konkreten Fälle bei Amnesty International, das in seiner Eigenwerbung auf 10 Millionen Unterstützer in 150 Länder hinweist, sucht, erfährt Fehlanzeige. Gaza wird als Land oder Region überhaupt nicht erwähnt.

Über Godel Rosenberg

Journalist, Autor, High­techunternehmer. Godel Rosenberg war Pressesprecher der CSU und von Franz Josef Strauß, Fernsehjournalist, TV­-Moderator und Repräsen­tant des Daimler­-Konzerns in Israel. Von 2009 bis 2018 war Godel Rosenberg der Repräsentant Bayerns in Israel.

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3 Kommentare

  1. Wer weiß, welche Leute AI in seinen Reihen duldet sollte sich die Bremer AI-Sektion ansehen. Dort sind Leute aktiv, die Aktionen im Stil von “Kauft nicht bei Juden” in Bremen veranstalteten. AI-Bremen sitzt in einer Immobilie des DKP-Funktionärs Klaus Hübotter, der mit der Bremer Landesregierung Immobiliengeschäfte abwickelt. Es gibt Überschneidungen mit der Bremer Partei “Die Linke”

  2. Was unverständlich bleibt: Warum kann man diese antisemitischen Volksverhetzer und Verleumder denn nicht verklagen?

  3. Von einer ehemals ehrwürdigen Menschenrechtsorganisation zur Handlangerin von palästinensischen Terrororganisationen. Erstaunlich, was alles möglich ist, wenn fanatische Aktivisten das Ruder übernehmen.

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