Palästinenser-Hilfswerk UNRWA pflastert den Weg zum nächsten Konflikt

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Palästinenser protestieren am 21. Dezember 2020 vor dem Büro des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge (UNRWA) in Gaza-Stadt. Foto IMAGO / ZUMA Wire
Palästinenser protestieren am 21. Dezember 2020 vor dem Büro des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge (UNRWA) in Gaza-Stadt. Foto IMAGO / ZUMA Wire
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Als UNWRA (United Nations Relief Work Agency, Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten) im Dezember 1949 gegründet wurde, sollte es sich vorübergehend um die Bedürfnisse der rund 600.000 arabischen Flüchtlinge des arabisch-israelischen Krieges von 1948 in Flüchtlingslagern kümmern.

von Larry Domnitch

Seit der Gründung ist die Zahl der „Flüchtlinge“ laut UNRWA auf schwindelerregende 5,7 Millionen gestiegen. Nach Angaben von PASI, der Palästinensischen Akademischen Gesellschaft für das Studium internationaler Angelegenheiten, liegt die Zahl bei 6,7 Millionen. Die Flüchtlingslager von einst sind zu Städten geworden. In Judäa und Samaria leben zwei Millionen dieser Flüchtlinge. Andere Länder sind Jordanien, Syrien und der Libanon.

Neben der Bereitstellung von Hilfe hat UNRWA noch andere Aufgaben.

Offenbar tragen die von UNRWA betriebenen „Flüchtlingslager“ („Städte“) dazu bei, die Feindseligkeit gegenüber Israel aufrechtzuerhalten.

  • Die Konfrontation mit Israel wird in ihren Schulen gelehrt, die den israelfeindlichen Lehrplan der Palästinensischen Autonomiebehörde übernommen haben und damit gegen die UN-Grundsätze für Frieden und Versöhnung verstossen.
  • UNRWA-Schulbücher enthalten viele Beispiele für Indoktrination gegen Israel und die Verherrlichung von Terroristen.
  • In Schulbüchern wird Israel nicht anerkannt, auf Schulkarten wird die Existenz Israels nicht erwähnt. In Schulbüchern wird jede Beziehung zwischen den Juden und seinem Land ausgeklammert.
  • Es scheint auch, dass die Flüchtlinge für den Kampf vorbereitet werden. In den UNRWA-Sommerlagern erhalten die jungen „Camper“ eine paramilitärische Ausbildung, die sie auf einen künftigen Krieg gegen die Juden vorbereitet. Das Ziel ist das „Rückkehrrecht“, d. h. die Ansiedlung arabischer Bevölkerungsgruppen in Städten wie Lod, Aschdod, Jaffa und Aschkelon, die von Arabern bewohnt wurden, die 1948, als arabische Armeen den neu entstandenen jüdischen Staat angriffen, das Land verliessen oder flohen und deren Führer ihnen versicherten, dass sie in ihre Häuser zurückkehren würden, wenn die Juden besiegt seien.

Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge ist eine Einrichtung, die eigentlich von den Geberländern und Israel beaufsichtigt werden sollte. Dazu gehört auch die Kontrolle des Lehrplans, der auch fünfundsiebzig Jahre nach der Gründung Israels noch immer indoktriniert und zu Konflikten anstiftet.

Die siebenundsechzig Geberländer und dreiunddreissig Hilfsorganisationen, welche UNWRA unterstützen und keine Änderung dieser Politik fordern, die die Aufstachelung zur Gewalt und die Aufrechterhaltung des Konflikts unterstützt.

Die Organisation UN Watch hat aufgezählt, wie Lehrer in UNRWA-Schulen den Terrorismus und palästinensische Terrorgruppen unterstützen und Schüler zur Gewalt indoktrinieren. Am 15. Juli 2022 twitterte Hillel Neuer, Direktor von UN Watch, dass UN Watch “ mühelos 120 UNRWA-Lehrer, Schulleiter und andere Angestellte identifiziert hat, die Hitler loben, terroristische Anschläge verherrlichen und üblen Antisemitismus verbreiten“. UN Watch verurteilte die „Ausbeutung von Kindern als Kindersoldaten“ als „eine Form des Kindesmissbrauchs und eine Verletzung des internationalen Rechts“.

William Deere, Berater von UNRWA in Washington DC, antwortete: „UNRWA ist eine Organisation, die sich voll und ganz den Prinzipien und Werten der Vereinten Nationen verschrieben hat und keine Toleranz gegenüber Hassreden und der Aufstachelung zu Diskriminierung, Feindseligkeit oder Gewalt zeigt.“

Die Handlungsweise von UNWRA erzählen eine ganz andere Geschichte.

Als die Trump-Administration das Ausmass der Aufwiegelung in UNRWA-Schulen und -Sommerlagern erkannte, strich sie 2018 die US-Finanzierung für UNWRA wegen mangelnder „Rechenschaftspflicht“. Die Biden-Regierung hat die Finanzierung wieder aufgenommen, allerdings nur unter der Bedingung, dass der Lehrplan dem Frieden dient.

Der israelische Botschafter bei den Vereinigten Staaten und den Vereinten Nationen, Gilad Erdan, forderte die Länder auf, „die Beiträge einzufrieren, bis UNRWA-Lehrer, die den Terror unterstützen, entlassen werden“. Aber die Finanzierung geht weiter.

1967, nach dem Sieg Israels im Sechstagekrieg, als die israelische Armee die Kontrolle über die arabische Bevölkerung in Judäa und Samaria und im Gazastreifen übernahm, lehnten die palästinensischen Araber in ihren Schulbüchern die Existenz Israels ab und riefen zur Gewalt auf. Doch dann wurden unter der israelischen Verwaltung von COGAT (Coordination of Government Activities in the Territories) neue Schulbücher eingeführt.

Mit der Unterzeichnung der Osloer Abkommen am 13. September 1993, die der Palästinensischen Autonomiebehörde die Kontrolle über das Bildungswesen in den von ihr verwalteten Gebieten übertrug, verschlechterte sich der Lehrplan jedoch zusehends. In einer Zeit, die eigentlich der Beginn eines Versöhnungsprozesses sein sollte, wurde erneut zu Gewalt gegen Israel aufgerufen. Mit den OSLO-Abkommen kam es zu einer Verschlechterung der von UNWRA geförderten Einrichtungen, da die israelfeindliche Propaganda in den Gebieten zunahm.

Seit Oslo haben die Geberländer keine Rechenschaft gefordert. Der Journalist David Bedein, Leiter der Israel Resource News Agency und Autor des Buches „UNRWA Roadblock to Peace“, erklärte, als er fünfunddreissig der siebenundsechzig Nationen, die das Hilfswerk finanzieren, fragte, wie sie die Gelder verfolgen und wohin sie fliessen, „antworteten sie, dass sie sich auf die strenge Aufsicht durch UNRWA verlassen.“

Die UNRWA-Einrichtungen von heute bereiten die Generation von morgen auf Konflikte vor. UNRWA sollte nach echten Lösungen für die Ablehnung der Teilung des Landes durch die arabischen Nationen im Jahr 1947 gemäss der UN-Resolution 181 suchen. Die Erklärungen der UNRWA-Führungskräfte, dass sie keine Schuld trifft, verraten ihre Absicht, die darin besteht, die Fortsetzung des Konflikts zu ermöglichen und die Hoffnung der palästinensischen Araber auf eine Überflutung Israels mit Flüchtlingen aufrechtzuerhalten.

Larry Domnitch ist Autor und Dozent für Geschichte am Touro College. Zuerst erschienen bei The Algemeiner. Übersetzung Audiatur-Online.

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