Biden und die EU haben die verfolgten Christen und erst recht die Juden im Stich gelassen

Juden und Christen sind von den Politikern des Westens für 30 Barrel Öl verkauft worden

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Ein Mädchen, aufgenommen in dem Dorf Ngarannam am 19.12.2022. Ngarannam liegt im Bundesstaat Borno im Nordosten Nigerias, einer Hochburg der Terrororganisation Boko Haram. Foto IMAGO / photothek
Ein Mädchen, aufgenommen in dem Dorf Ngarannam am 19.12.2022. Ngarannam liegt im Bundesstaat Borno im Nordosten Nigerias, einer Hochburg der Terrororganisation Boko Haram. Foto IMAGO / photothek
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Manga ist ein Christ in Nigeria, dem gefährlichsten Land der Welt, in dem alle zwei Stunden ein Christ getötet wird. Manga sollte einer von ihnen sein. Manga war zwanzig Jahre alt und kam wie jeden Abend nach der Universität nach Hause. Seine Mutter bereitete gerade das Abendessen vor.

von Giulio Meotti

Männer von Boko Haram, der islamistischen Gruppe, die der Al-Qaida die Treue geschworen hat, stürmten sein Haus. Sie brachten Manga, seinen Vater und seinen Bruder nach draussen, während seine Mutter und seine jüngeren Brüder sich in einem anderen Raum einschlossen. „Dann fragten sie meinen Vater und uns beide, ob wir bereit seien, Jesus zu verleugnen und den Islam anzunehmen“, sagte Manga gegenüber der Nichtregierungsorganisation „Open Doors“ aus. Mangas Vater lehnte ab. „Da sagten sie uns: ‚Wir werden euch töten.‘ Ich antwortete ihnen: ‚Wenn ihr uns tötet, was habt ihr davon?‘.

Dann wurde Manga mit dem Gewehrkolben niedergeschlagen und sein Vater brutal ermordet. „Sie enthaupteten ihn und legten seinen Kopf vor meinen Augen auf seinen Bauch“, sagt Manga. Dann versuchten sie, seinen Bruder zu enthaupten. Manga sah hilflos zu, wie seine Familie abgeschlachtet wurde. Dann war er an der Reihe. „Sie nahmen ein Messer mit gezackten Zähnen und versuchten, mir den Hals durchzuschneiden“. Der junge Mann wurde am Boden zurückgelassen, vor seinen Augen die Leichen seines Vaters und seines Bruders. Als ob das noch nicht genug wäre, hängten die Mitglieder von Boko Haram einen Sprengsatz an die Tür des Hauses, wo Mangas Mutter und seine kleineren Brüder vor Angst schrien. Sie wurden von Nachbarn gerettet.

Nigeria ist nun schon das zweite Jahr in Folge von der Liste des US-Aussenministeriums gestrichen worden, auf der die schlimmsten Fälle von Verletzungen der Religionsfreiheit in der Welt aufgeführt sind. Seit mehr als zwanzig Jahren ist der Präsident der Vereinigten Staaten verpflichtet, jährlich den Zustand der Religionsfreiheit in jedem Land der Welt zu überprüfen und diejenigen Regierungen und Einrichtungen zu benennen, die schwerwiegende Verstösse gegen die Religionsfreiheit begehen oder tolerieren.

US-Aussenminister Antony Blinken gab am 2. Dezember die diesjährigen Benennungen bekannt: Kein Nigeria. Die US-Kommission für internationale Religionsfreiheit erklärte, sie sei „empört“ über den Wegfall Nigerias. Bischof Jude Arogundade von der Diözese Ondo im Südwesten Nigerias merkte an, dass „jedes Mal, wenn die US-Demokraten an der Macht sind, sie bei den Morden an Christen wegschauen. Das war während der Obama-Regierung deutlich zu sehen.“ Und es ist es jetzt unter Joe Biden, dem Bürgen des Emirs von Katar.

Alle zu sehr damit beschäftigt Israel zu verurteilen

Jeden Tag werden in Nigeria 17 Christen wegen ihres Glaubens getötet. Der Bericht „Nigeria’s Silent Slaughter“ zeigt, dass vom 1. Januar 2000 bis zum 31. Januar 2020 insgesamt 96.309 Menschen in Nigeria getötet wurden. Open Doors spricht von 13.000 zerstörten Kirchen. 43.000 getötete Christen in zwölf Jahren.

Und wo bleibt die Europäische Union angesichts dieser 100.000 Toten? Nirgendwo.

Was ist mit dem UN-Menschenrechtsrat? Er schweigt, dafür gehört Katar dazu und ist auf Platz 18 der Länder mit den meisten Christenverfolgungen weltweit.

Und der UN-Kommissar für Menschenrechte?

Was ist mit Amnesty International? Nichts.

Sie sind alle zu sehr damit beschäftigt, Israel zu verurteilen.

„Die Untersuchung der Korruptionsfälle im Europäischen Parlament ist eine unerlässliche Enthüllung: Unsere Institutionen befinden sich im Fadenkreuz von Katar, dem Hauptfinanzier des politischen Islams in Europa, eine Entwicklung, die viele der Kämpfe erklärt, mit denen wir konfrontiert sind… „, schrieb der französische Philosoph und Europaabgeordnete François-Xavier Bellamy.

Vielleicht wird die Brüsseler Untersuchung über die Korruption im Dienste Katars auch Licht in das Schweigen des Europäischen Parlaments über die Verfolgung von Christen und genauer gesagt über den Fall der jungen nigerianischen Christin Deborah Samuel bringen, die von Islamisten getötet und verbrannt wurde. Innerhalb der Fraktion der Europäischen Sozialisten & Demokraten, die durch das „Qatargate“ erschüttert wurde, weigerten sich alle Abgeordneten, Licht in einen „Völkermord“ an Christen zu bringen, der im Namen des Islam begangen wurde.

Dieselben Abgeordneten des Europäischen Parlaments stimmten dafür, den Tod der Journalistin von Al Jazeera, einem katarischen Sender, zu verurteilen aber nicht den von Deborah Samuel. Das Europäische Parlament stimmte auch für eine Entschliessung über die Verfolgung religiöser Minderheiten. Allerdings nicht, ohne diesen Satz über Christen zu streichen: „Es wird geschätzt, dass Christen die Mehrheit aller religiös Verfolgten ausmachen und dass 340 Millionen Christen weltweit ein hohes Mass an Verfolgung und Diskriminierung erleiden, wobei allein im Jahr 2020 über 4.500 Christen aufgrund ihrer Religion getötet wurden“.

Marc Fromager, Direktor von Kirche in Not, hat also Recht, wenn er in Le Figaro schreibt, dass die Christen „glauben, sie seien von den politischen Behörden des Westens für 30 Barrel Öl verkauft worden. Sie haben nicht erwartet, dass sie sogar von ihren Brüdern vergessen werden“. Ölfässer, Gasleitungen und jetzt entdecken wir auch noch Zimmer voll mit Bargeld. In Brüssel haben wir in diesen Tagen gesehen, auf welches Niveau der Korruption das „offizielle Europa“ gesunken ist.

Giulio Meotti, Kulturredakteur bei Il Foglio, ist ein italienischer Journalist und Autor. Auf Englisch zuerst erschienen bei Arutz Sheva. Übersetzung Audiatur-Online.

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