Die UNO fördert den Terrorismus

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UN-Sonderkoordinator für den Friedensprozess im Nahen Osten, Tor Wennesland, mit Khalil al-Hayya, stellvertretender Chef der Terrororganisation Hamas. Foto Hamas
UN-Sonderkoordinator für den Friedensprozess im Nahen Osten, Tor Wennesland, mit Khalil al-Hayya, stellvertretender Chef der Terrororganisation Hamas. Foto Hamas
Lesezeit: 6 Minuten

Nach Ansicht der UNO stellt die Abschiebung eines verurteilten palästinensisch-französischen Terroristen aus Israel ein „Kriegsverbrechen“ dar.

von Bassam Tawil

Es handelt sich um dieselbe UNO, deren Beamte sich regelmässig mit Führern der Hamas treffen, der palästinensischen islamistischen Gruppe, die von den USA, Kanada, der Europäischen Union, Japan, Australien, Israel und dem Vereinigten Königreich als terroristische Organisation eingestuft wird.

Es handelt sich um dieselbe UNO, deren Vertreter es versäumt haben, die Hamas für den Bau von Tunneln unter den Schulen des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge (UNRWA) im Gazastreifen zu verurteilen.

Am 19. Dezember veröffentlichte das UN-Menschenrechtsbüro eine Erklärung, in der es die Abschiebung des palästinensisch-französischen „Menschenrechtsverteidigers“ Salah Hamouri durch Israel nach Frankreich verurteilte. „Die Abschiebung einer geschützten Person aus dem besetzten Gebiet ist ein schwerer Verstoss gegen die Vierte Genfer Konvention und stellt ein Kriegsverbrechen dar“, heisst es in der Erklärung.

Der „Menschenrechtsverteidiger“, über den die UNO so besorgt ist, wurde 2005 verhaftet und beschuldigt, den Mord an Rabbi Ovadia Yosef, dem Gründer der ultraorthodoxen Schas-Partei und ehemaligen sephardischen Oberrabbiner Israels, geplant zu haben.

Die Israel-Boykottbewegung BDS demonstrierte für die Freilassung des verurteilten Terroristen Salah Hamouri. Foto IMAGO / ZUMA Press

Hamouri, der wegen Mitgliedschaft in der Terrororganisation Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) angeklagt war, wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt, kam aber im Rahmen eines Gefangenenaustauschs zwischen Israel und der Hamas im Dezember 2011 frei.

Die PFLP, die zweitgrösste Gruppierung in der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) nach der Fatah-Fraktion von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas, wird ebenfalls von den USA, Japan, Kanada, Australien, Israel und der Europäischen Union als terroristische Organisation eingestuft.

Hamouri arbeitete für die palästinensische „Menschenrechtsorganisation“ Addameer, die palästinensischen Gefangenen, die von Israel wegen ihrer Beteiligung am Terrorismus festgehalten werden, „kostenlosen Rechtsbeistand“ bietet.

Addameer ist eine Mitgliedsorganisation der PFLP, und mehrere ihrer Mitarbeiter haben Verbindungen zu dieser Terrororganisation. Am 22. Oktober 2021 erklärten die israelischen Behörden Addameer zu einer terroristischen Organisation, weil sie Teil eines „Netzwerks von Organisationen“ ist, die „im Auftrag der PFLP“ arbeiten.

Das israelische Innenministerium erklärte, Hamouri habe „Terroranschläge gegen Bürger und bekannte Israelis organisiert, angestiftet und geplant“.

Hamouris Zugehörigkeit zur PFLP und seine Beteiligung an der Planung von Anschlägen gegen Israelis scheint das UN-Menschenrechtsbüro jedoch nicht zu interessieren. Anstatt den überführten Terroristen zu verurteilen, zog es das UN-Menschenrechtsbüro vor, Israel dafür zu kritisieren, dass es es wagt, Massnahmen zum Schutz seiner Bürger vor Terrorismus zu ergreifen. Das UN-Menschenrechtsbüro hält es offenbar für völlig in Ordnung, dass eine palästinensische Terrororganisation den Mord an israelischen Zivilisten plant.

Es scheint, dass die UNO auch nichts von der Beteiligung der PFLP an Selbstmordattentaten, Schiessereien und Attentaten gegen Israelis in den letzten Jahrzehnten gehört hat. Die PFLP, die als erste palästinensische Organisation in den 1960er und 1970er Jahren Flugzeuge entführte, war für die Ermordung des israelischen Tourismusministers Rehavam Ze’evi im Jahr 2001 verantwortlich.

Anstatt hart gegen palästinensische Terrororganisationen vorzugehen, treffen sich hochrangige UN-Beamte mit der Hamas, der vom Iran unterstützten islamistischen Organisation, die 2007 in einem gewaltsamen und blutigen Staatsstreich die Kontrolle über den Gazastreifen übernommen hat.

Terrororganisation trifft UN-Sonderkoordinator für den Friedensprozess

Stunden nach der Abschiebung Hamouris nach Frankreich traf der UN-Sonderkoordinator für den Friedensprozess im Nahen Osten, Tor Wennesland, im Gazastreifen mit einer Hamas-Delegation unter der Leitung von Khalil al-Hayya, dem stellvertretenden Chef der Terrororganisation, zusammen.

Bei dem Treffen „bekräftigten die Hamas-Vertreter, dass das palästinensische Volk und die palästinensischen Parteien das Recht haben, sich der israelischen Besatzung zu widersetzen“.

Die Hamas erklärte also dem UN-Beamten, dass die Palästinenser berechtigt seien, ihre Kampagne zur Ermordung von Juden fortzusetzen. Wenn die Hamas vom „Widerstand“ spricht, meint sie damit Selbstmordattentate, Schiessereien, Messerattacken, Angriffe mit dem Auto und Raketenangriffe.

Die Hamas befürwortet keine Form des friedlichen „Widerstands“ gegen Israel. Wie in ihrer Charta festgelegt, glaubt die Hamas nur an eine Form des Widerstands: den Dschihad (heiliger Krieg). In Artikel 15 der Charta heisst es:

„Angesichts der widerrechtlichen Aneignung Palästinas durch die Juden ist es zwingend erforderlich, das Banner des Dschihad zu erheben. Es ist notwendig, den Geist des Dschihad im Herzen der Nation zu wecken, damit sie sich den Feinden stellen und sich in die Reihen der Kämpfer einreihen.“

Der UN-Vertreter teilte den Funktionären der Hamas mit, dass die internationale Gemeinschaft über die Ergebnisse der jüngsten israelischen Wahlen und den Aufstieg „rechtsextremer Parteien an die Macht“ besorgt sei.

Delegation der Terrororganisation Hamas trifft UN-Sonderkoordinator für den Friedensprozess. 19.12.2022, Foto Hamas

Man beachte: Ein hoher UN-Beamter sitzt mit Vertretern einer Terrororganisation zusammen, die in ihrer Charta die Vernichtung Israels fordert und er äussert sich „besorgt“ zu sein über den Aufstieg rechter Parteien in Israel.

Der UN-Beauftragte ist keineswegs besorgt über die Machtübernahme der Hamas im Gazastreifen und darüber, dass die Terrororganisation das Gebiet zu einer Abschussrampe für Raketenangriffe auf Israel gemacht hat. Er ist nicht besorgt darüber, dass die Hamas Milliarden von Dollar, die von der internationalen Gemeinschaft gespendet wurden, für den Bau von Terrortunneln verwendet, um Israel anzugreifen. Es beunruhigt ihn auch nicht, dass die Hamas täglich dazu aufruft, noch mehr jüdisches Blut mit palästinensischen Messern zu vergiessen.

Der UN-Beamte scheint nicht zu ahnen, dass viele Israelis wegen der zunehmenden Terroranschläge der Hamas und anderer Terrororganisationen rechtsgerichtete Parteien gewählt haben.

Es ist schon paradox, dass ein UN-Beamter, dessen Titel „Sonderkoordinator für den Nahost-Friedensprozess“ lautet, mit einer palästinensischen Gruppe zusammensitzt, die sich ganz der Sabotage des Friedens verschrieben hat.

In Artikel 13 der Hamas-Charta heisst es:

„Initiativen und so genannte friedliche Lösungen und internationale Konferenzen stehen im Widerspruch zu den Prinzipien der Islamischen Widerstandsbewegung (Hamas). Es gibt keine Lösung für die palästinensische Frage ausser durch den Dschihad. Initiativen, Angebote und internationale Konferenzen sind allesamt Zeitverschwendung und vergebliche Bemühungen.“

Was wird als nächstes passieren? Wird die UNO einen ihrer „Friedensgesandten“ zu einem Treffen mit den Führern der Terrorgruppen Islamischer Staat (ISIS) oder Al-Qaida schicken?

Das Treffen zwischen dem UN-Beauftragten und den Hamas-Vertretern fand drei Wochen nach der Meldung einer anderen UN-Organisation, des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge (UNRWA), statt, dass unter einer ihrer Schulen im Gazastreifen ein Terrortunnel gefunden wurde. Doch anstatt die Hamas offen und direkt für die Gefährdung des Lebens von Schulkindern und UN-Mitarbeitern zu verurteilen, veröffentlichte das Hilfswerk eine bizarre Erklärung, in der die Terrororganisation nicht namentlich als Verantwortliche für den Tunnel genannt wurde. Ausserdem wurde in der Erklärung das Wort Tunnel nicht verwendet. Stattdessen wurde der Tunnel als „von Menschenhand geschaffener Hohlraum“ bezeichnet.

Es handelt sich dabei um dieselbe UNRWA, die keine Gelegenheit auslässt, um Israel zu verurteilen.

In ihrer Charta erklärt die UNO, dass eines ihrer Ziele darin besteht, „den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren und wirksame kollektive Massnahmen zur Verhütung und Beseitigung von Friedensbedrohungen zu ergreifen“. Die jüngsten Aktionen der UNO zeigen jedoch, dass die Organisation, anstatt Terroristen zu bekämpfen und zu verurteilen, mehr um die Rechte von Terroristen besorgt ist, die planen, israelische Zivilisten zu ermorden, als um Frieden und Sicherheit.

Anstatt die Hamas scharf und unmissverständlich für den Bau eines Terrortunnels unter einer Schule zu verurteilen, schickt die UNO einen ihrer Spitzenbeamten zu einem Treffen mit Führern der Hamas.

Die UNO scheint ihr Möglichstes zu tun, um die Terrororganisation zu decken, indem sie es unterlässt, diese direkt zur Verantwortung zu ziehen.

So lassen sich wohl kaum „Bedrohungen des Friedens verhindern und beseitigen“, wie die UNO in ihrer Charta behauptet. In der Tat zeigen die Aktionen der UNO deutlich, dass die Organisation sich mit Terroristen verbündet, während sie diejenigen anprangert, die den Terrorismus bekämpfen.

Indem die UNO Terroristen verteidigt und sich mit ihnen einlässt, stärkt sie die Fähigkeiten der Hamas und der PFLP, ihr Gemetzel und ihren Völkermord fortzusetzen.

Bassam Tawil ist ein muslimischer Araber mit Wohnsitz im Nahen Osten. Auf Englisch zuerst veröffentlicht bei Gatestone Institute. Übersetzung Audiatur-Online.

6 Kommentare

  1. @ Berger
    Obwohl Sie schon alles wissen, anscheinend schon lange, stellen Sie doch Fragen!?
    Dann beantworten Sie doch einmal Ihre eigenen Fragen und stellen ggf. einenn Strafantrag!

    Mit dem Namen MERKL fangen wir jetzt nicht allzuviel an. Wer hat 2022 mit seinem Namen die Verträge und Abkommen für die nächsten Hundert Millionen Steuergeld für Palästinensische Terrorpropaganda unterschreiben ? Wer ? Und kann man der / die mit einer Anzeige an bzw. Untersuchung ?

    Sie werden sehen, dass alles vom Tisch gefegt wird! Unsere Staatsanwaltschaften arbeiten nämlich nicht gern gegen die Regierung!

  2. Warum finden sich nicht die sogenannten ISRAELFREUNDE zusammen und gründen eine Aktinsgruppe zur Aufklärung der Steuergeldverschwendung ? Wäre nach den Bibelsprüchen eigentlihc di elogische Folge !

  3. An JOHANNES : JA – das wissen wir schon alles, aber warum geht dieses Trauerspiel weiter ?
    Oder anders herum: Wer in Deutschland tut etwas KONKRET dagegen ? So könnte man nämlich ISrael wirklich helfen ! Aber die meisten kneiffen dann doch …..
    Also : Mit dem Namen MERKL fangen wir jetzt nicht allzuviel an. Wer hat 2022 mit seinem Namen die Verträge und Abkommen für die nächsten Hundert Millionen Steuergeld für Palästinensische Terrorpropaganda unterschreiben ? Wer ? Und kann man der / die mit einer Anzeige an bzw. Untersuchung ?

  4. Nicht nur die LINKEN haben die UNrechtsentscheidungen und UN-Resolutionen gegen ISRAEL unterstützt, sondern u.a. auch die Regierung Merkel. Ihr Intimus in New York, Botschafter Heusgen, war angewiesen, gegen ISRAEL zu stimmen.
    Auch Franz-Walter S. hat trotz seiner weinerlichen Sonntagsreden zu den ermordeten Juden oft genug seine wahre Haltung gegenüber ISRAEL gezeigt – schon als Außenminister! So hat er u.a. als Präsident z.B. den Mullahs in Teheran zu den Jahrestagen der Islamischen Revolution und Machtübernahme im Iran 1979 gratuliert, obwohl diese ISRAEL von der Landkarte radieren wollen und die sogenannten Menschenrechte mit Füßen treten. Dazu schweigt Steinmeier beharrlich. Einen der größten Judenfeinde, Arafat, ehrte er in Ramallah als einziger hoher Politiker mit einer Kranzniederlegung und militärischer Zeremonie.
    Dieser Arafat hat laut IWF-Recherche (2004) allein 900 Mio. deutscher „Entwicklungshilfe“ auf seine Privatkonten in der Schweiz „umgeleitet“. Darauf muss immer wieder hingewiesen werden, damit es auch die Freunde der „Palästinenser“ endlich begreifen.
    Es ist auch ein Herzensanliegen deutscher Politik, das kleine ISRAEL – so klein wie Hessen – zu teilen, obwohl die in ISRAEL eingesickerten Araber in ihren Ursprungsländern viel mehr Lebensraum haben. Aber ihr Glaubensgenossen, vor allem die reichen, möchten von einer Rückkehr nichts wissen und riegeln ihre Grenzen ab. Und schließlich weist auch der unveränderliche Koran in Sure 7:137ff ausdrücklich darauf hin, dass das Land östlich u n d westlich des Jordan den „Kindern Israel“ (allerdings von Allah!) zugeeignet wurde. Auch habe Allah (!) die Kinder Israel „vor aller Welt bevorzugt“ (7:140)!
    Einen Staat „Palästina“ hat es in der Geschichte nie gegeben. Es gab und gibt auch keine Hauptstadt eines solchen imaginären Staates. Als Jerusalem vor mehr als 3000 Jahren in die Geschichte eintrat, hat es die „Palästinenser“ noch nicht gegeben. Sie wurden ein „Volk“ erst durch die PLO-Charta von 1964, wie es der Ägypter Arafat beliebte zu sagen. In dieser Charta steht auch deutlich in Art. 13 das Ziel:

    Artikel 13
    Arabische Einheit und die Befreiung Palästinas sind zwei sich ergänzende Ziele und die Erreichung des einen bereitet den Weg zur Verwirklichung des anderen. Die arabische Einheit führt also zur Befreiung Palästinas und die Befreiung Palästinas führt zur arabischen Einheit. Der Einsatz für die Verwirklichung des einen Ziels geht einher mit dem Einsatz für die Verwirklichung des anderen.

    Sprache, Kultur und Religion der sogenannten „Palästinenser“ unterscheiden sich in keiner Weise von den übrigen Stämmen der Araber, deshalb sind die Beschlüsse der „Völkergemeinschaft“ in NY völlig unverbindlich, Schall und Rauch.

  5. Es fördern nicht nur die UNO und die UNWRA den Terrorismus indem Sie sich öffentlich mit Terororganisation hinstellen, sondern auch Leute in Deutschland, die Palästinensiche Schulbücher mit Millionenbeträgen der Steuerzahler finanzieren, die Israel offen das Existenzrecht absprechen. ( MENA WATCH – PDF Broschüre gratis über Schulbücher ) Wer ist in Deutschland ( konkrete Namen bitte ) dafür überhaupt legitimiert ? Haftungsfragen ? Im Rahmen bestehender Gesetze ? Welcher ? Da kann man rechtlich nix dagegen machen ? Anfrage im deutschen Bundestag ? Es fördern nicht nur die UNO und die UNWRA den Terrorismus indem Sie sich öffentlich mit Terororganisation hinstellen, sondern auch Leute in Deutschland, die Palästinensiche Schulbücher mit Millionenbeträgen der Steuerzahler finanzieren, die Israel offen das Existenzrecht absprechen. ( MENA WATCH – PDF Broschüre gratis über Schulbücher ) Wer ist in Deutschland ( konkrete Namen bitte ) dafür überhaupt legitimiert ? Haftungsfragen ? Im Rahmen bestehender Gesetze ? Welcher ? Da kann man rechtlich nix dagegen machen ? Anfrage im deutschen Bundestag ?

  6. Das unfassbare Verhalten dieser UN-Typen erinnert stark an das Verhalten von diversen Parteien in Deutschland. Allen voran Die Linke, SPD und Grüne.
    Ich habe einen Traum: Die UN wegen Beihilfe zum Terror vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal anklagen.

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