Wer Israel-Hass verstehen will, muss dem Geld folgen

Warum sollten NGOs, UN-Organisationen und internationale Institutionen jemals auf das schmutzige Geld verzichten wollen, welches sie für ihre Hetze gegen Israel erhalten?

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Der Hamas-Führer, Ismail Haniyeh, besucht die palästinensische Sport- und Mediendelegation bei der Fussballweltmeisterschaft in Doha, Katar am 13. Dezember 2022. Foto IMAGO / APAimages
Der Hamas-Führer, Ismail Haniyeh, besucht die palästinensische Sport- und Mediendelegation bei der Fussballweltmeisterschaft in Doha, Katar am 13. Dezember 2022. Foto IMAGO / APAimages
Lesezeit: 4 Minuten

Linke Stimmen verweisen auf den andauernden israelisch-palästinensischen Konflikt als Grund dafür, dass Israel in den Medien, internationalen Foren und zuweilen fast überall verdammt wird. Vertreter der Rechten verweisen auf die ewige Natur des Antisemitismus und sagen, na ja, was kann man schon erwarten?

von Matan Peleg

Aber es gibt noch einen anderen Grund, der weit weniger Beachtung findet: der gute alte Profit. Einfach ausgedrückt: Israel zu beschimpfen ist ein gutes Geschäft.

Da ist zum Beispiel das Hilfswerk der Vereinten Nationen (UNRWA), welches sich ausschliesslich um eine bestimmte Art von Flüchtlingen in der Welt kümmert: Palästinensische Araber. UNRWA hat einseitig beschlossen, die Regeln dafür, wer als Flüchtling gilt, umzuschreiben, so dass nicht nur jeder Araber, der während des israelischen Unabhängigkeitskrieges 1948 geflohen ist oder vertrieben wurde, ein ständiger Flüchtling ist, sondern auch seine Nachkommen, unabhängig davon, ob sie Bürger anderer Länder geworden sind. Dank der bizarren Perversion des internationalen Rechts durch UNRWA, das für keine andere Gruppe von Flüchtlingen in der Welt gilt, gibt es heute etwa sieben Millionen Menschen, auf die diese Definition zutrifft.

UNRWA ist auch sehr, sehr reich. Es verfügt über einen Jahresetat von rund einer Milliarde Dollar, beschäftigt Zehntausende von Mitarbeitern und ist eine der grössten „Industrien“ der palästinensischen Gesellschaft. Niemand, der in diesem Bereich tätig ist, würde es wagen, daran zu denken, den Geldhahn zuzudrehen.

Die palästinensische Führung hat sicherlich nicht die Absicht, dies zu tun. Indem sie zynisch die Herzen der leichtgläubigen westlichen Welt erobern, die dann freudig ihre Brieftasche öffnet, haben die palästinensischen Führer mit einer altbewährten Methode enorme Geldsummen verdient: Sie haben es gestohlen.

Der Hamas-Führer Khaled Mashal beispielsweise verfügt über ein Vermögen von schätzungsweise 2,6 Milliarden Dollar. Sein Stellvertreter, Abu Marzouk, muss sich mit nur 2 Milliarden Dollar durchs Leben schlagen. Der Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, ist mit mutmasslich nur rund 100 Millionen Dollar etwas bescheidener, während seine beiden Söhne ein Vermögen von 300 Millionen Dollar haben sollen. Natürlich liegt der Verdacht nahe, dass ein grosser Teil des Vermögens der Familie Abbas sorgfältig versteckt wurde und daher nicht einmal geschätzt werden kann.

Weiter unten am Futtertrog befinden sich die Terroristen, denen die Staatsanwaltschaft als Dank für die Ermordung von Juden monatliche Gehälter zahlt. Je mehr Juden getötet werden, desto höher sind die monatlichen Zahlungen. Diese “ Bezahlung für die Tötung “ beläuft sich derzeit auf insgesamt 345 Millionen Dollar pro Jahr.

Neben dem UNRWA und den terroristischen Warlords dürfen wir die antiisraelische Propagandaindustrie nicht vergessen. Schliesslich muss jemand das schlechte Gewissen des Westens aufrechterhalten, sonst könnte das Geld aufhören zu fliessen. Hier kommen die Boykott-Organisationen BDS ins Spiel – palästinensische, westliche und sogar israelische Organisationen.

Es ist wichtig zu betonen, dass es oft eine enge Verbindung zwischen diesen israelfeindlichen NGOs und verschiedenen Terrororganisationen gibt. Die Organisation Addameer zum Beispiel ist mit der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) verbunden. Doch trotz ihrer Verbindungen zum Terrorismus ist Addameer gut bezahlt. In den letzten zehn Jahren hat Addameer mehr als 20 Millionen Euro von der niederländischen Regierung erhalten. Nachdem den niederländischen Regierungsbeamten Beweise für die Beteiligung von Addameer am Terrorismus vorgelegt wurden, wurden die Hilfsgelder erfreulicherweise eingefroren.

Addameer ist bei weitem nicht allein. Zwischen 2016 und 2020 haben die Vereinten Nationen mindestens vierzig Millionen Dollar an 19 palästinensische BDS-Organisationen gespendet. Acht dieser Organisationen wurden mit der PFLP in Verbindung gebracht, und sechs von ihnen wurden im August 2022 vom israelischen Verteidigungsminister Benny Gantz zu terroristischen Organisationen erklärt. Die Barzahlungen an diese Gruppen wurden über so hochrangige internationale Institutionen wie das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten, das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen und das Internationale Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) abgewickelt. Die Kunst der Geldwäsche ist keineswegs auf die Drogenkartelle beschränkt.

Westliche BDS-Organisationen, die in internationalen Institutionen und an zahlreichen Universitäten tätig sind, erhalten ausserdem jährlich Hunderte von Millionen Dollar aus verschiedenen Quellen und von Regierungen. Eine der grössten und wohlhabendsten ist die Open Society Foundations, die von dem linken Milliardär George Soros finanziert wird.

Es handelt sich auch um ein hausgemachtes Problem. In den letzten zehn Jahren erhielten 70 israelische Organisationen, deren Arbeit nicht von der ausländischer israelfeindlicher NGOs zu unterscheiden ist, nicht weniger als 260 Millionen Dollar von ausländischen Regierungen, der EU und der UNO. An der Spitze der Geberländer standen Deutschland, die USA, die Niederlande, die Schweiz und Norwegen.

Nicht jeder hasst Israel aus voller Überzeugung, aber fast jeder ist daran interessiert, sich zu bereichern. Warum sollte jemand bei einem solchen Geldangebot und der Aussicht auf eine lukrative Karriere riskieren, auf all diesen Reichtum zu verzichten, indem er seinen Hass auf den jüdischen Staat aufgibt?

Matan Peleg ist der Geschäftsführer von Im Tirtzu, eine zionistische Basisorganisation in Israel. Er ist Autor des Buches „A State for Sale“, dass die Finanzierung von israelfeindlichen Organisationen in Israel durch ausländische Regierungen dokumentiert. Übersetzung Audiatur-Online.

5 Kommentare

  1. Mann kann frooh sein, daß man diese Zusammenhänger überhaupt noch lesen kann ! Es stehen einem die Haare zu Berge ….Danke für den Artikel

  2. Danke Jürgen für den Hinweis. Ja, es ist wichtig sich genau aus zu drücken. Hier dürfenwir alle noch lernen.
    Es ist schon beschämt wo selbst usner Land sein (unser) Geld ausgibt.
    Auch Deutschlanbd unterstüzt einige dieser Werke.

  3. Kein Zweifel, die UNWRA-„Logik“ ist an Verrücktheit kaum zu überbieten.
    Oder doch ?
    Zumindest ebenbürtig verrückt ist es, von „Antisemitismus“ zu sprechen, wo es eindeutig „nur“ gegen Juden geht. Die Araber inkl. PLO sind auch Semiten.

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