Palästinenser Flüchtlingswerk UNRWA findet Tunnel unter einer seiner Schulen in Gaza

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Ein Hamas Tunnel in Gaza am 18. Mai 2022. Foto IMAGO / ZUMA Wire
Ein Hamas Tunnel in Gaza am 18. Mai 2022. Foto IMAGO / ZUMA Wire
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Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) gab am Dienstag bekannt, dass es unter einer seiner Schulen im Gazastreifen einen „von Menschenhand geschaffenen Hohlraum“ entdeckt hat. Damit räumte das Hilfswerk ein, dass eine seiner Schulen möglicherweise als Deckung für die Aktivitäten von terroristischen Organisationen wie der Hamas und dem Palästinensischen Islamischen Dschihad (PIJ) genutzt wurde.

UNRWA bezeichnete die Entdeckung als „Verstoss gegen die Neutralität der Organisation“ und erklärte, es habe den Hohlraum verschlossen und „nachdrücklich bei den zuständigen Behörden in Gaza protestiert“, womit vermutlich die Hamas gemeint ist, die den Gazastreifen kontrolliert.

In der Pressemitteilung der UNRWA wurden weder die Hamas noch der Palästinensische Islamische Dschihad (PIJ) namentlich erwähnt. Beide Organisationen wurden von Israel und anderen Menschenrechtsgruppen wiederholt beschuldigt, routinemässig und systematisch Bildungseinrichtungen im Gazastreifen, von denen viele von UNRWA betrieben werden, für terroristische Zwecke zu nutzen, unter anderem zur Lagerung von Munition, zur Unterbringung von Terroristen und zum Abschuss von Raketen.

Ähnliche Tunnelentdeckungen meldete das Hilfswerk 2021 und 2017. Im Jahr 2017 habe es „energisch interveniert und bei der Hamas protestiert“, lehnte es aber seitdem ab, die Terrororganisation ausdrücklich zu verurteilen. Im Jahr 2014 entdeckte UNRWA mehrere in seinen Schulen versteckte Raketenlager.

Den UNRWA-Schulen wurde mehrmals vorgeworfen, palästinensische Kinder mit radikalen, antisemitischen und israelfeindlichen Lehrplänen zu indoktrinieren.

Im Jahr 2021 kündigte UNWRA an, gegen zehn seiner Mitarbeiter zu ermitteln, nachdem eine Organisation über 100 Lehrer, Schulleiter und andere Angestellte aufgedeckt hatte, die in sozialen Medien Hitler lobten, Hass gegen Juden propagierten und Terroranschläge gegen israelische Zivilisten unterstützten. Anfang dieses Jahres veröffentlichte UN Watch 20 weitere Beispiele von UNRWA-Lehrern und -Mitarbeitern im Westjordanland, im Libanon und in Jordanien, die Unterstützung für terroristische Gruppen, Gewalt gegen Juden und Israelis sowie Antisemitismus propagierten.

Die Schweiz gehört mit jährlichen Beiträgen von über 20 Millionen Franken zu den wichtigsten Geberländern der UNRWA. 

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