Terroranschläge in Jerusalem: Jugendlicher getötet und über 20 Personen verletzt

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Terroranschläge in Jerusalem: Jugendlicher getötet und über 20 Personen verletzt. Foto Olivier Fitoussil/Flash90
Terroranschläge in Jerusalem: Jugendlicher getötet und über 20 Personen verletzt. Foto Olivier Fitoussil/Flash90
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Bei zwei Sprengstoffanschlägen an Bushaltestellen in der Nähe der Stadtzugänge von Jerusalem wurde am Mittwochmorgen ein Jugendlicher getötet und mindestens 22 weitere Personen verletzt, wie Polizei und Sanitäter mitteilten.

Bei dem Todesopfer handelt es sich um den 15-jährigen Aryeh Shechopek, der auf dem Weg zu einer Yeshiva in einer nahen gelegenen Ortschaft war, als sich die Explosion ereignete. Er war kanadischer Staatsbürger und wohnte im Stadtteil Har Nof im Zentrum der israelischen Hauptstadt.

Beide Sprengstoffanschläge, einer am Stadteingang in der Nähe des zentralen Busbahnhofs und der andere im Stadtteil Ramot, ereigneten sich an Bushaltestellen während der Hauptverkehrszeit. Die Sprengsätze sollen in Taschen platziert worden sein, die an den Haltestellen zurückgelassen wurden.

Die erste Bombe explodierte in der Nähe des Haupteingangs von Jerusalem in Givat Shaul, kurz nach 7 Uhr morgens, zur Hauptverkehrszeit. Achtzehn Menschen, die sich an der Bushaltestelle aufhielten, wurden bei der Explosion verletzt, darunter zwei lebensgefährlich und zwei schwer, wie die Ärzte mitteilten. Die Opfer wurden in zwei Krankenhäuser in Jerusalem gebracht.

Eine zweite Explosion ereignete sich kurz nach 7.30 Uhr an der Ramot-Kreuzung, einem weiteren Eingang nach Jerusalem. Fünf Personen, die bei der zweiten Explosion durch Splitter verletzt wurden oder in Panik gerieten, wurden in das Hadassah Mount Scopus Medical Center gebracht, wie das Krankenhaus mitteilte.

Ein Bus am Haltepunkt wurde durch die Explosion beschädigt. Es ist noch unklar, ob sich die Opfer im Bereich des Busbahnhofs oder im Bus selbst befanden.

Laut Polizei wurden die Explosionen durch nahezu identische, ferngezündete Sprengsätze verursacht, die in Taschen deponiert waren. Die Sprengsätze waren mit Nägeln gespickt, um die Zahl der Opfer zu maximieren, berichtete der öffentlich-rechtliche Sender Kan.

Der israelische Polizeipräsident Kobi Shabtai sagte bei einem Besuch am Tatort, dass es sich möglicherweise um zwei Angreifer gehandelt habe.

„Dies ist eine Art von Anschlag, wie wir ihn seit vielen Jahren nicht mehr gesehen haben“, sagte Shabtai.

Er rief die Öffentlichkeit auf, nach verdächtigen Gegenständen oder Gepäckstücken Ausschau zu halten, und sagte, dass die Beamten die Stadt nach weiteren möglichen Sprengsätzen absuchten.

Es gab keine unmittelbaren Erklärungen zur Verantwortung, die Terrororganisation Hamas begrüsste jedoch die Anschläge.

“ Diese Aktion übermittelte der Besatzung die Botschaft, dass unser Volk standhaft in seinem Land bleiben und den Weg des Widerstands gehen wird,“ sagte Mohammad Hamada, ein Sprecher der Hamas, in einer Erklärung.

„Die kommenden Tage werden für den Feind intensiver und schwieriger werden, die Zeit ist reif für die Bildung von Zellen, die über ganz Palästina verteilt und bereit für eine Konfrontation sind“, fügte er hinzu.

Bombenanschläge auf Busse und öffentliche Plätze waren ein Merkmal der zweiten Intifada von 2000 bis 2005, haben aber in den letzten 17 Jahren weitgehend nachgelassen, was israelische Behörden auf verstärkte Sicherheitsmassnahmen, einschliesslich der Sicherheitsbarriere im sogenannten Westjordanland, und bessere Nachrichtendienste zurückführen.

Im Jahr 2016 verübte die Terrororganisation Hamas einen Bombenanschlag auf einen Bus in Jerusalem, bei dem 21 Menschen verletzt wurden. Und im Jahr 2011 explodierte eine in einem Rucksack versteckte Bombe an einer Bushaltestelle vor dem Jerusalem International Convention Center, wobei zwei Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt wurden.

1 Kommentar

  1. Und der europäische Gerichtshof strich quasi zeitgleich die Hamas von der europäischen Liste der Terrororganisationen! Unfassbar.
    Und die antisemitische Partei Die Linke in Deutschland darf weiter frei agieren und Parteien wie SPD und Grüne koalieren mit dieser antidemokratischen Linken, die Terroristen in aller Welt unterstützt.
    Und die deutschen Medien machen seit Jahren nur noch kleine Einspalter zu islamistischen Attentaten.

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