3 getötete und 3 verletzte Israelis bei Anschlag in Samaria; palästinensischer Terrorist erschossen

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Terroranschlag in Ariel. Foto Magen David Adom
Terroranschlag in Ariel. Foto Magen David Adom
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Am Dienstag wurden drei Israelis getötet und drei weitere verwundet, als ein palästinensischer Terrorist in Ariel in Samaria einen Anschlag mit einem Messer verübte, bevor er in einem gestohlenen Fahrzeug vom Tatort flüchtete, mehrere Autos auf einer nahe gelegenen Autobahn rammte und dann eine weitere Person niederstach.

Nach Angaben des israelischen Militärs stach der Angreifer am Eingang des Industriegebiets von Ariel auf eine Person und an einer angrenzenden Tankstelle auf zwei weitere Personen ein.

Anschliessend flüchtete er in einem gestohlenen Fahrzeug vom Tatort und rammte auf der Route 5 mehrere Autos, bevor er ausstieg, eine weitere Person niederstach und ein zweites Fahrzeug stahl, mit dem er gegen den Verkehr fuhr, wie Channel 12 berichtet.

Zu diesem Zeitpunkt schossen die Sicherheitskräfte auf ihn und neutralisierten ihn, so der Bericht.

Bei den Getöteten handelt es sich nach Angaben der Ärzte um zwei Männer um die 40, die an der Tankstelle niedergestochen wurden, und um einen Mann um die 50, der von dem Terroristen überfahren wurde.

Während man davon ausgeht, dass der Terrorist allein gehandelt hat, sagte ein Sicherheitsbeamter, dass die Einsatzkräfte prüfen, ob die Person, die ihn zum Tor des Industriegebiets Ariel gebracht hat, von seinen Absichten wusste oder ob sie ihn einfach nur zur Arbeit gefahren hat, wie jeden Tag.

Die drei Schwerverletzten wurden in das Beilinson-Krankenhaus in Petach Tivka gebracht. Nach Angaben des Krankenhauses ist ein Mann in einem sehr ernsten und instabilen Zustand mit einer Brust- und Kopfverletzung. Ein Mann befinde sich mit einer Brustverletzung in einem ernsten, aber stabilen Zustand und ein weiterer Mann befinde mit einer Halsverletzung in einem ernsten, aber stabilen Zustand.

Der scheidende israelische Ministerpräsident Yair Lapid gab nach dem Anschlag eine Erklärung ab, in der er erklärte: „Die Bürger Israels sind heute Morgen mit einem schwierigen und schmerzhaften Ereignis aufgewacht. Ein verachtenswerter Terrorist hat in Ariel einen abscheulichen Terroranschlag verübt. Im Namen der Regierung und des Staates Israel spreche ich den Familien der Ermordeten mein Beileid aus und wünsche den Verwundeten eine rasche Genesung.“

Der gewählte Premierminister Benjamin Netanjahu schrieb auf seinem Twitter-Account: „Ich bete für die Gesundheit der Verletzten des Terroranschlags und für die Stärkung der Sicherheitskräfte, die vor Ort im Einsatz sind.“

Der Chef der rechtsgerichteten Otzma Yehudit, Itamar Ben Gvir, der sich um das Amt des Ministers für öffentliche Sicherheit bewirbt, sagte, die neue Regierung werde alles tun, „um den Terrorismus auszumerzen und die Sicherheit der Bürger Israels wiederherzustellen“.

Der Chef der religiösen Zionisten, Bezalel Smotrich, der mit dem Amt des Verteidigungsministers liebäugelt, sagte, der Anschlag, der zu dem Zeitpunkt stattfand, als die 25. Knesset vereidigt werden sollte, sei „eine schmerzhafte Erinnerung an das wichtigste und dringendste Problem, das vor uns liegt – wir müssen die Sicherheit aller israelischen Bürger wiederherstellen und die Abschreckung, die untergraben worden ist, wiederherstellen“.

Nach Angaben von palästinensischen Presseberichten handelt es sich bei dem Terroristen um einen 19-jährigen Einwohner der Stadt Hares in der Nähe von Ariel. Er soll der Terrororganisation der Fatah angehören, einer Gruppierung innerhalb der PLO und der Regierungspartei in der Palästinensischen Autonomiebehörde.

Der Terrorist hatte laut den israelischen Sicherheitsbehörden einen Arbeitsausweis, der ihm die Einreise nach Ariel ermöglichte.

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