Israels Präsident fordert nach den Wahlen Achtsamkeit und Respekt

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Israels Staatspräsident Isaac
Israels Staatspräsident Isaac "Bougie" Herzog. Foto Shalev Shalom/TPS
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Israels Staatspräsident Isaac Herzog hat nach den Parlamentswahlen zu Achtsamkeit und Respekt im Land aufgerufen. Aggressive Meinungsverschiedenheiten, die anderen die Legitimität absprächen und sie als Feinde abstempelten, seien destruktiv und „ziehen uns den Boden unter den Füssen weg“, sagte Herzog am Mittwoch beim Erhalt der offiziellen Wahlergebnisse vom 1. November.

Herzog wies zugleich Vorwürfe zurück, er setze sich für die Bildung einer bestimmten Regierung ein oder sei an ihrer Zusammensetzung beteiligt. Das Wahlergebnis sei eindeutig und müsse respektiert werden. Bereits am Dienstag hatte Herzog laut Medien Berichte dementiert, er habe sich beim scheidenden Ministerpräsident Jair Lapid und Benny Gantz (Nationale Einheitspartei) für eine nationale Einheitsregierung starkgemacht.

Herzog kommt die Aufgabe zu, einem Mitglied des Parlaments, der Knesset, das Mandat zur Regierungsbildung zu übertragen. Nach Angaben seines Büros will er sich nun mit Vertretern der Fraktionen treffen, um ihre Empfehlungen anzuhören. Bei seinen Konsultationen werde er „die hohe Wahlbeteiligung im gesamten israelischen Mosaik“ vor Augen haben, so der Präsident. Am Sonntag werde er den Auftrag zur Regierungsbildung erteilen.

KNA/akr/brg

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