Islamismus-Experte: Grundwerte müssen eingefordert werden

2
Ahmad Mansour. Foto IMAGO / Rene Traut
Ahmad Mansour. Foto IMAGO / Rene Traut
Lesezeit: < 1 Minute

Der Islamismus-Experte Ahmad Mansour kritisiert, dass in der Integrationsdebatte in Deutschland noch immer eine Forderung nach verbindlicher Einhaltung bestimmter Grundwerte fehle. Es brauche „Konsens, Entschlossenheit und Selbstbewusstsein“, Werte wie Meinungsfreiheit, Ablehnung von Antisemitismus, sexuelle Selbstbestimmung oder die Akzeptanz aller Religionen von allen Menschen einzufordern, schreibt Mansour in einem Gastbeitrag für die „Welt“ (Donnerstag). Der Begriff „Integration“ werde durch „Teilhabe“ abgelöst – so könne man die Integration als „ausschliessliche Aufgabe der Mehrheitsgesellschaft“ definieren.

Teilweise höre er in Gesprächen an Schulen in Deutschland und Schweden von einzelnen, oft männlichen Schülern diffamierende Äusserungen gegenüber Israel oder Frauen sowie antidemokratische Einstellungen. Die Bereitschaft zu solchen Aussagen werde grösser. Mansour betonte zugleich, dass die Mehrheit der Migrantinnen und Migranten in der Demokratie angekommen sei und die Gesellschaft mitgestalte. „Um eine Gesellschaft zu überfordern, genügt jedoch eine kleine Gruppe.“ Dies stelle die Politik vor „gigantische Herausforderungen“

Mansour warnte davor, Probleme bei der Integration zu tabuisieren, „sachlich-differenzierte“ Debatten zu verhindern und konservative Meinungen nahezu zu kriminalisieren. Wer das tue, stärke vor allem die Extremisten. „Während die gesellschaftliche Mitte aus Angst vor dem Rassismusvorwurf zunehmend sprachlos wird, wächst das Selbstbewusstsein migrantischer Extremisten und Krimineller. Die Rechtsextremen übernehmen diese Themen und schlagen daraus politisches Kapital.“

KNA/lwi

2 Kommentare

  1. Es gibt keinen „Islamismus“. Dieses Kunstwort gäbe es ohne Islam nicht. Deshalb sagte ja u.a. Erdogan folgerichtig: Der Islam ist der Islam! Und dieser Islam gründet sich auf das Buch Koran, der wortwörtlich, Buchstabe für Buchstabe unveränderlich ist und das Gesetz Allahs darstellt. Wort für Wort! Und das Gesetz Allahs ist für jeden Moslem maßgebliche Anweisung für das Leben.
    Deshalb hat der frühere deutsche Botschafter in Algerien und Marokko, der zum Islam konvertierte Katholik und gebildete promovierte Jurist, Dr. Wilfried „Murad“ Hofmann – später der Spiritus rectus des Zentralrats der Muslime in Deutschland – ausdrücklich festgestellt: „Die gesamte Rechtsordnung wird am Koran als oberstem Grundgesetz (= Shari´a, d. Verf.) ausgerichtet. Der Muslim hat das Wort Allahs so, wie er es vorfindet, anzunehmen, ohne in philosophischer Hybris nach dem Wie zu fragen. Ich bin Fundamentalist in dem Sinne, dass ich in der Ausübung meines Glaubens auf die Fundamente des Islam zurückgehe, nämlich auf den Text des Koran und auf die Überlieferung des Propheten und seiner unmittelbar ersten Generation an Gefährten“ (=Hadith, d. Verf.). Muhammad als „Siegel der Propheten“ sieht Hoffmann auch politisch als Vorbild (hierzu siehe seine Bücher u.a. „Islam“ und „Islam als Alternative“.
    Nach seiner Auffassung ist „islamischer Glaube, der nicht den Koran in seiner arabischen Ursprache für die wortwörtlich offenbarte Botschaft Allahs hält, unmöglich: „Satz für Satz. Wort für Wort Sein (Allahs) herabgekommenes Wort, Seine unmittelbare, Sprache gewordene Mitteilung. … Die Anerkennung des Koran als Allahs Wort ist für den Muslim konstitutiv. Wer dies nicht glaubt, ist kein Muslim.“
    Von diesem Verständnis her sind für Hofmann (und alle führenden Muslime) „alle wahren Muslime notwendig Fundamentalisten“.
    Obwohl Hofmann den Koran öffentlich über das Grundgesetz stellte, wurde er von Außenminister Genscher (FDP) nicht abberufen und konnte sein Amt als Vertreter der demokratischen Bundesrepublik Deutschland bis 1994 ausüben.
    Von daher kann sich ein wahrer Moslem nicht wirklich in eine demokratische Gesellschaft einordnen. Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern ganz allgemein. Das allerdings begreifen unsere vielfältigen und multi-kulti geprägten Politiker nicht. Die Integration von Moslems ist reines Wunschdenken. Die Realität belegt das – ob hier oder in den USA oder sonstwo.

  2. Grundwerte wie Meinungsfreiheit, Kampf gegen Antisemitismus oder Toleranz, bzw Respekt gegenüber anderen Religionen oder Atheismus können nicht verteidigt werden, wenn.sie nicht existieren. Wer anderer Meinung ist als die teutsche Regierung wird nieder-gemacht. Die Regierung ist selbst antisemitisch wie hijacking History und die documenta belegen. Als Religion gelten Protestantismus und Moslembruderschaften. So wird das nix mit dem Kampf gegen Rechts.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.