Nahostkonflikt: Drei Beispiele die zeigen warum es keinen Frieden gibt

Solange Hass und Terror die palästinensisch-arabische Gesellschaft beherrschen, wird es kein Ende des Konflikts geben

1
Mitglieder der Al-Quds-Brigaden, des militärischen Flügels des Palästinensischen Islamischen Dschihads (PIJ), halten am 5. Januar 2022 eine Militärparade in Gaza-Stadt ab. Foto IMAGO / ZUMA Wire
Mitglieder der Al-Quds-Brigaden, des militärischen Flügels des Palästinensischen Islamischen Dschihads (PIJ), halten am 5. Januar 2022 eine Militärparade in Gaza-Stadt ab. Foto IMAGO / ZUMA Wire
Lesezeit: 4 Minuten

Im August dieses Jahres gab es drei Ereignisse, die den Kern des Konflikts zwischen Israel und den palästinensischen Arabern offenlegten und gezeigt haben, warum es ohne einen tiefgreifenden Wandel in der palästinensisch-arabischen Gesellschaft und Kultur keinen umfassenden Frieden geben kann.

von Micha Danzig

Es handelt sich um folgende drei Ereignisse:

  • Der dreitägige Krieg Israels mit dem Palästinensischen Islamischen Dschihad (PIJ).
  • Das Lob der Fatah Partei für einen Anschlag an einer Bushaltestelle in der Nähe der Klagemauer in Jerusalem, bei dem der Angreifer das Feuer auf unbewaffnete Zivilisten eröffnete und acht Menschen verletzte, darunter eine schwangere Frau.
  • Die Weigerung des Chefs der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas, sich bei einem Besuch in Deutschland für seine Rolle bei der Ermordung von 11 israelischen Olympioniken während der Olympischen Spiele 1972 in München zu entschuldigen, gefolgt von seiner Behauptung, dass Israel „50 Holocausts“ an den palästinensischen Arabern begangen habe.

Abgesehen davon, dass der Palästinensische Islamischen Dschihad von den USA und der EU als terroristische Vereinigung eingestuft wird, ist er nach eigenen Angaben ein islamistischer Ableger der Muslimbruderschaft, die sich der vollständigen Zerstörung Israels und der Errichtung eines totalitären islamistischen Gottesstaates auf der Asche des jüdischen Staates verschrieben hat.

Angesichts der Ideologie des PIJ – die fast ein Spiegelbild der weissen Vorherrschaft wie zum Beispiel vom Ku-Klux-Klan vebreitet – und seiner Abhängigkeit von iranischer Unterstützung hätte man meinen können, dass die Medien, sowohl der Mainstream als auch die sozialen Medien, die Gruppe sofort verurteilt und ihre Unterstützung für Israel zum Ausdruck gebracht hätten. Das ist natürlich nicht geschehen.

Selbst als klar wurde, dass die Führung der palästinensischen Araber versuchte, Israel für den Tod palästinensischer Zivilisten durch fehlgeleitete PIJ-Raketen verantwortlich zu machen, weigerte sich ein Grossteil der Mainstream-Medien, den PIJ zu verurteilen, und verbreitete sogar die Lüge, dass Israel die Schuld an den durch fehlgeleitete Raketen verursachten Todesfällen trage.

Wenige Tage nach dem Waffenstillstand zwischen Israel und dem Palästinensischen Islamischen Dschihad ereignete sich der Anschlag auf eine Bushaltestelle in Jerusalem. Als Reaktion auf diese abscheuliche Tat, bei der ein Terrorist einer schwangeren Frau in die Augen schaute und auf ihren Bauch zielte, lobte die Fatah – angeführt von dem angeblich „moderaten“ Mahmoud Abbas – den Anschlag und den Angreifer. Die Terrorgruppe Hamas tat dies natürlich auch und lobte den Terroristen als „mutig“ und „heldenhaft“. Schliesslich sagt nichts mehr über „heldenhaft“ aus, als auf eine unbewaffnete schwangere Frau zu schiessen.

Auf diese Demonstrationen völliger Abwesenheit eines moralischen Kompasses folgte Abbas‘ Bemerkung über „50 Holocausts“. In demselben Land, in dem der eigentliche Holocaust begangen wurde, wurde der Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde von der deutschen Regierung gefeiert und ihm wurde die Ehre zuteil, gemeinsam mit Bundeskanzler Olaf Scholz auf einem Podium zu sprechen. Es war selbstverständlich, dass die deutsche Presse angesichts des 50. Jahrestages des Münchner Massakers Abbas fragte, ob er bereit sei, sich für den abscheulichen Anschlag auf die israelischen Olympioniken zu entschuldigen, den er mit geplant und finanziert hatte. Abbas lehnte ab und schoss mit seiner „50 Holocausts“-Verleumdung zurück.

Im Laufe des jahrhundertelangen arabisch-israelischen Konflikts wurden rund 17.000 palästinensische Araber und 26.000 Israelis getötet. Die Behauptung, Israel habe auch nur einen „Holocaust“ begangen, ist also eine besonders unmoralische Lüge. Die Aussage mit den „50 Holocausts“ ist jedoch eine Hassrede, die mehr als nur bösartig ist. Sie ist Ausdruck einer völlig aus den Fugen geratenen Weltanschauung, die von offenem Rassismus und Antisemitismus geprägt ist.

Leider überrascht die Verleumdung, die der „moderate“ Führer der palästinensischen Araber und angebliche „Partner für den Frieden“ Israels ausstösst, niemanden. Während Abbas ein Ehrengast von Staats- und Regierungschefs aus aller Welt war, hat er wiederholt mit Antisemitismus, Geschichtsrevisionismus, Holocaust-Leugnung und -Umkehrung hantiert. Im Jahr 2018 machte Abbas beispielsweise Juden für den Holocaust verantwortlich und behauptete, dass „jüdisches Verhalten und nicht Antisemitismus“ den Völkermord verursacht habe. Im Jahr 2015 behauptete er in zutiefst rassistischer Weise, dass Juden den Tempelberg mit ihren „schmutzigen Füssen“ „beschmutzen“ würden.

Mahmoud Abbas ist nicht allein. Seine Diktatur betreibt einen unerbittlichen Handel mit Antisemitismus. Von der Verbreitung von Behauptungen über die Kontrolle von Banken und ausländischen Regierungen durch Juden bis hin zu Ritualmordlegenden, die Juden der „Organentnahme“ und der Vergiftung von Brunnen beschuldigen – es scheint keine antisemitische Grenze zu geben, welche die palästinensische Autonomiebehörde nicht zu überschreiten bereit ist.

Solange palästinensisch-arabische Terrorgruppen wie der Palästinensische Islamische Dschihad völkermörderische und islamistisch-vorherrschaftliche Gewalt ausüben, die kaum oder gar nicht verurteilt wird, Terroristen als „tapfere“ Helden gepriesen werden und die moderatesten palästinensisch-arabischen Führer den Holocaust leugnen und umkehren, ist Frieden leider nicht möglich.

Micha Danzig diente in der israelischen Armee und ist ehemaliger Polizeibeamter des NYPD. Zurzeit ist er Rechtsanwalt und Mitglied des nationalen Vorstands von Herut North America. Dies ist eine überarbeitete Fassung eines Artikels, der ursprünglich im White Rose Magazine veröffentlicht wurde.

1 Kommentar

  1. Micha Danzig bringt es auf den Punkt: Ohne die grundlegende selbstkritische Revision ihres haltlosen Narrativs und einer Beendigung der palästinensischen Hasskultur kann es keinen Frieden geben – und hoffentlich auch keine weitere arabische Diktatur. Eine Bringschuld haben dabei einzig die sogenannten Palästinenser, sind sie es doch, die seit ihrer Gründung versuchen, eine demokratische Ordnung in ein Chaos von Gewalt und religiösem Totalitarismus zurückzutransformieren.

    In den Artikel hat sich ein sachlicher Fehler eingeschlichen:
    „Im Laufe des jahrhundertelangen arabisch-israelischen Konflikts …“
    Der „Konflikt“ besteht seit Jahrzehnten, aber nicht seit Jahrhunderten.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.