Israels „Friedenspartner“ tötet Israelis

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Der Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas während der Generaldebatte der 77. Sitzung der UN-Generalversammlung im UN-Hauptquartier in New York, am 23. September 2022. Foto IMAGO / XinhuaDer Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas während der Generaldebatte der 77. Sitzung der UN-Generalversammlung im UN-Hauptquartier in New York, am 23. September 2022. Foto IMAGO / Xinhua
Der Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas während der Generaldebatte der 77. Sitzung der UN-Generalversammlung im UN-Hauptquartier in New York, am 23. September 2022. Foto IMAGO / Xinhua
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In den letzten Monaten hat die Häufigkeit von Terroranschlägen auf Israelis seitens Terroristen aus dem Umfeld der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) und ihrer Regierungspartei, der Fatah, zugenommen. Diese beiden Organisationen werden von einem Mann geleitet: Mahmoud Abbas, der keinerlei Skrupel hat, wenn seine Gefolgsleute Israelis ermorden und verletzen. Im Gegenteil, er ermutigt sie dazu und zahlt grosszügig dafür – mit Geld aus Europa und den USA.

von Khaled Abu Toameh

Die Autonomiebehörde, die nach der Unterzeichnung des Osloer Abkommens zwischen Israel und der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) im Jahr 1993 gegründet wurde, wird seitdem von manchen Israelis und westlichen Staaten als der palästinensische Friedenspartner Israels bezeichnet. Die Palästinensische Autonomiebehörde wird weitgehend von Mitgliedern und Aktivisten der 1959 gegründeten Fatah, der so genannten Palästinensischen Nationalen Befreiungsbewegung, dominiert, die für eine sehr lange Liste von Terroranschlägen gegen Israel verantwortlich ist. Trotzdem wird die Fatah von einigen oft seltsamerweise als „moderate“ palästinensische Gruppierung bezeichnet, im Gegensatz zu den vom Iran unterstützten palästinensischen islamistischen Gruppen Hamas und Islamischer Dschihad.

Die Fatah hat jedoch im Laufe der Jahre bewiesen, dass sich ihre Handlungen und ihre Rhetorik nicht von denen der Hamas und des Islamischen Dschihad unterscheiden, den Terrorgruppen, die offen zur Beseitigung Israels aufrufen. (Hamas-Charta; Grundsätze und Ziele des Islamischen Dschihad).

Im Jahr 1993 verpflichtete sich Jassir Arafat, der damalige Führer der Fatah und der PLO, „zu einer friedlichen Lösung des Konflikts“ mit Israel und erklärte, dass die PLO „auf die Anwendung von Terrorismus und anderen Gewaltakten verzichtet“. Seine Gefolgsleute ermordeten und verletzten jedoch weiterhin Israelis, obwohl sie zuvor die Osloer Abkommen unterzeichneten und angeblich einen israelisch-palästinensischen „Friedensprozess“ einleiten würden.

Der Terrorismus der Fatah erreichte seinen Höhepunkt im Jahr 2000, zu Beginn der Zweiten Intifada, die mit einer massiven Welle von Selbstmordattentaten, Anschlägen im Vorbeifahren und anderen Formen von Gewalt ausbrach. Danach begann der bewaffnete Flügel der Fatah, die Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden, als eine private Terrormiliz mit Verbindungen zur PA und zur Fatah-Führung, im Westjordanland und im Gazastreifen zu operieren.

Seit Beginn dieses Jahres hat die Fatah ihre Terroranschläge gegen Israel wieder verstärkt. Die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden und andere bewaffnete Gruppen, die der Fatah angehören, rühmen sich sogar mit den Anschlägen und drohen, den Kampf gegen Israel fortzusetzen. All dies geschieht, während Mahmoud Abbas und seine hochrangigen Vertreter weiterhin ihr Volk gegen Israel aufhetzen und die am Terrorismus Beteiligten verherrlichen.

Palästinensische Terroristen der Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden in Nablus am 4. August 2022. Foto IMAGO / ZUMA Wire

Im März ermordete Dia Hamarsheh, ein Mitglied der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden, fünf israelische Zivilisten in der israelischen Stadt Bnei Brak. In der darauffolgenden Woche ermordete Ra’ad Hazem, ein weiteres Mitglied der Fatah-nahen Gruppe, drei israelische Zivilisten in Tel Aviv.

Seitdem haben die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden und eine andere Fatah-nahe Gruppe namens Löwengrube mehrere Terroranschläge gegen israelische Soldaten und jüdische Siedler im Westjordanland verübt. Die Gruppen sind so stolz auf ihren Terrorismus, dass sie begonnen haben, ihre bewaffneten Männer bei der Vorbereitung und Durchführung der Anschläge zu filmen. Darüber hinaus rufen sie die Palästinenser dazu auf, den Kampf gegen Israel zu verstärken, während sie die Terroristen enthusiastisch und herzlich unterstützen.

So veröffentlichten die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden am 23. September ein Plakat, auf dem sie „den Märtyrertod von Muhammad Abu Juma’a beklagen, der einen Messerattentat verübt hatte, bei dem zwei Israelis verletzt wurden. Juma’a wurde von einem nicht im Dienst befindlichen Polizeibeamten erschossen. Auf dem Plakat wird der Angreifer als „Held“ gepriesen.

Anfang des Monats trauerten die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden um die „Märtyrer“ Ahmed Ayman Abed und Abd al-Rahman Abed, die in der Nähe der Stadt Dschenin im Westjordanland einen israelischen Armeeoffizier erschossen hatten. Die Gruppe erklärte, sie sei stolz auf die beiden Schützen, weil sie einen „qualitativ hochwertigen“ Anschlag verübt hätten. Der erste Schütze diente als Offizier des palästinensischen Militärgeheimdienstes, einer von Fatah-Mitgliedern dominierten Sicherheitsbehörde.

Die zunehmende Beteiligung von Mitgliedern der Fatah und der Palästinensischen Autonomiebehörde am Terrorismus ist eine der direkten Folgen der extremen Hetze der palästinensischen Führung gegen Israel. Abbas und seine Helfer erheben weiterhin die schlimmsten Anschuldigungen und Verleumdungen gegen Israel. Diese Art von Rhetorik sowie die grosszügigen Zahlungen ermutigen die Palästinenser, Anschläge gegen Israelis zu verüben. Die Tatsache, dass Abbas und sein Gefolge sich nicht einmal die Mühe machen, die Terroristen zu stoppen oder anzuprangern, wird von vielen Palästinensern offenbar als grünes Licht für weitere Anschläge angesehen.

Die internationale Gemeinschaft ihrerseits ist so sehr damit beschäftigt, Israel zu verurteilen, dass niemand diese vermeintlichen palästinensischen „Friedenspartner“ wegen ihrer Rolle beim Terrorismus zur Rede stellt. Dieses Schweigen ermutigt diese palästinensischen „Friedenspartner“, ihre Anschläge fortzusetzen.

Deshalb hat sich die der Fatah nahestehende Gruppe Löwengrube selbstbewusst genug gefühlt, um eine neue Drohung zu veröffentlichen: „O Juden, der Countdown für euren Untergang hat begonnen; Messerstechereien, Autoanschläge, Kämpfe“.

Dies ist der „Friedenspartner“, den die Regierung Biden bei der Gründung eines palästinensischen Staates neben Israel zu unterstützen hofft. Mit einem solchen Partner kann man sich leicht ausmalen, wie die Situation im Nahen Osten künftig aussehen wird – mehr Gewalt, Terrorismus und Blutvergiessen. Israels „Friedenspartner“ tun alles in ihrer Macht Stehende, um die Ängste der Israelis vor einem palästinensischen Staat nur wenige Kilometer von ihren Häusern entfernt zu bestätigen.

Khaled Abu Toameh ist ein preisgekrönter Journalist mit Sitz in Jerusalem. Auf Englisch zuerst erschienen bei Gatestone Institute. Übersetzung Audiatur-Online.

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