Israels Botschafter in Deutschland hofft auf Lösung bei Olympia-Entschädigung

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Die Olympischen Spiele in München 1972 waren überschattet von einem Anschlag von arabischen Terroristen des Schwarzen September auf die israelische Mannschaft am 5.9.1972. Foto IMAGO / Klaus Rose
Die Olympischen Spiele in München 1972 waren überschattet von einem Anschlag von arabischen Terroristen des Schwarzen September auf die israelische Mannschaft am 5.9.1972. Foto IMAGO / Klaus Rose
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Der neue israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, hofft auf eine Einigung im Streit um Entschädigungen für die Hinterbliebenen von Opfern des Olympia-Attentats von 1972. „Wir haben zwei Wochen Zeit, um daran zu arbeiten. Ich hoffe, dass eine Lösung gefunden werden kann. Die Familien verdienen einen Abschluss“, zitiert ihn die „Bild“-Zeitung (Mittwoch).

Auch die Bundesregierung setzt weiter auf Gespräche: „Die Bundesregierung bedauert, dass es bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht gelungen ist, mit den Hinterbliebenen einen Konsens zu erzielen. Daher werden die vertrauensvollen Gespräche fortgesetzt“, teilte das Bundesinnenministerium der Zeitung mit. Die Regierung führe die Gespräche selbst, hieß es. Die Zeitung zitiert Regierungskreise, wonach sich das Kanzleramt eingeschaltet hat.

Die Bundesregierung hatte den Angehörigen vor einigen Wochen ein neues Angebot gemacht: insgesamt 10 Millionen Euro, abzüglich der 4,6 Millionen Euro, die die Bundesregierung, der Freistaat Bayern und die Stadt München bereits 2002 zahlten. Die Angehörigen erachten das als zu wenig. Medienberichten zufolge wollen die Familien der Opfer an der offiziellen Gedenkfeier zum 50. Jahrestag des Terroranschlags nicht teilnehmen.

Bei dem Attentat palästinensischer Terroristen waren in München im September 1972 elf israelische Sportler und Betreuer sowie ein deutscher Polizist ums Leben gekommen.

KNA/lwi

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