Palästinensische Autonomiebehörde rekrutiert und bildet Kinder zu Terroristen aus

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Foto Facebook-Seite der Fatah-Bewegung - Zweigstelle Hebron, 19. Juli 2022
Foto Facebook-Seite der Fatah-Bewegung - Zweigstelle Hebron, 19. Juli 2022
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Ein weiterer Missbrauch palästinensischer Kinder hat Mitte Juli durch die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) mit deren Rekrutierung zu Terroristen begonnen. Im Sommerlager „Knospen des Aufbaus und der Befreiung“, das von der Fatah-Zweigstelle in Hebron geleitet wird, wurden unter anderem palästinensische Kinder mit AK-47-Gewehren fotografiert und auf die Fatah Facebook-Seite hochgeladen.

von Maurice Hirsch, Palestinian Media Watch

Damit keine Zweifel über die Organisatoren der Veranstaltung aufkommen: Die bewaffneten Kinder liessen sich vor einem grossen Plakat fotografieren, auf dem links der ehemalige PLO/PA/Fatah-Führer Jassir Arafat und rechts der aktuelle PLO/PA/Fatah-Führer Mahmoud Abbas zu sehen sind. Das Fatah-Logo mit einer Granate, gekreuzten Gewehren und der „Palästina“ – Karte der Palästinensischen Autonomiebehörde, auf der ganz Israel zusammen mit den Gebieten der PA als „Palästina“ dargestellt ist, befand sich oben in der Mitte.

Der Text auf dem Plakat und dem dazugehörigen Facebook-Post lautet: „Die Fatah-Bewegung, Zweigstelle Zentral-Hebron – Die Knospen des Aufbaus und der Befreiung Lager“

Im Folgenden sind einige der von der Fatah veröffentlichten Bilder zu sehen:

Am 23. Juni 2022 veröffentlichte UN-Generalsekretär António Guterres seinen jährlichen Bericht über „Kinder und bewaffnete Konflikte“ (CAAC). Der Bericht listet Konfliktgebiete, die verschiedenen Akteure, die in diesen Situationen eine Rolle spielen, und die vermuteten Verstösse gegen die Rechte von Kindern auf. Länder oder Akteure, die „schwere Verstösse“ gegen die Rechte von Kindern begangen haben, können auf die sogenannte „Schwarze Liste“ des Generalsekretärs gesetzt werden. 

Die sechs „schweren Verstösse“ sind laut der Resolution 1539 (2004) des UN-Sicherheitsrates: Tötung oder Verstümmelung von Kindern; Rekrutierung oder Einsatz von Kindern durch Streitkräfte oder bewaffnete Gruppen; Angriffe auf Schulen oder Krankenhäuser; Vergewaltigung oder andere sexuelle Gewalt gegen Kinder; Entführung von Kindern; Verweigerung des humanitären Zugangs zu Kindern.

Neben anderen Situationen, die in seinem Bericht erwähnt werden, ging Guterres auch auf den israelisch-palästinensischen Konflikt ein. Auf der Grundlage von Statistiken drohte Guterres damals damit, Israel auf die „schwarze Liste“ zu setzen:

„Während der Eskalation der Kampfhandlungen im Mai 2021 kam es zu massiven Luftangriffen durch die israelischen Streitkräfte, was zu einem erheblichen Anstieg der Gewalt gegen Kinder führte. In diesem Jahr haben wir bisher noch keine ähnliche Anzahl von Übergriffen erlebt. Sollte sich die Situation jedoch im Jahr 2022 wiederholen, ohne dass eine deutliche Verbesserung eintritt, sollte Israel auf die schwarze Liste gesetzt werden.“ (CAAC-Bericht 2021 des UN-Generalsekretärs, 23. Juni 2022)

Mit anderen Worten: Wenn Terroristen aus dem Gazastreifen erneut Tausende von Raketen auf Israel abfeuern und dabei wahllos die israelische Zivilbevölkerung treffen und Israel sich verteidigt, indem es die Terroristen und ihre Infrastruktur ins Visier nimmt und dabei unbeabsichtigt Minderjährige verletzt oder tötet, die von den Terroristen oft als menschliche Schutzschilde benutzt werden, dann wird Israel von der UNO verurteilt werden.

Während er Israel drohte, weil es sich und seine Bürger verteidigt, und Israel direkt oder sogar implizit mit international anerkannten palästinensischen Terrororganisationen gleichsetzte, verlor Guterres kein Wort über die von der PLO/PA/Fatah begangenen Verbrechen an Kindern. Damit folgten Guterres und seine Vertreter einem wiederholten Muster des Ignorierens eindeutiger öffentlicher Fakten.

So legte Palestinian Media Watch (PMW) dem UNICEF-Büro in „Palästina“ im Jahr 2020 einen umfassenden Bericht vor. In dem Bericht präsentierte PMW klare und eindeutige Beweise für den Missbrauch und die Bewaffnung palästinensischer Kinder durch die PLO/PA/Fatah und für die Rekrutierung palästinensischer Jugendlicher, die als Kinderterroristen und Soldaten gegen Israel und Israelis eingesetzt werden.

Beschämenderweise schwiegen Guterres und UNICEF auch, als PMW kürzlich aufdeckte, dass die Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde 7-jährige Kinder „militärisch ausbilden“, um gegen Israel zu kämpfen.  

Anstatt Massnahmen gegen die PLO/PA/Fatah zu ergreifen, beschönigten UNICEF und Guterres den Missbrauch und zogen es vor, Israel für den Tod von Minderjährigen, die am Terror beteiligt sind, oder ihre Verhaftung und Verfolgung zu kritisieren. 

Die Bilder der PLO/PA/Fatah, die palästinensischen Minderjährigen Waffen in die Hand drücken, sollten bei jedem, dem die palästinensischen Kinder wirklich am Herzen liegen, die Alarmglocken läuten lassen.

Wenn Guterres und UNICEF schweigen und den Missbrauch ignorieren, werden sie zusammen mit der PLO/PA/Fatah die Verantwortung für die Verhaftung oder sogar den möglichen Tod vieler Kinder tragen, die von der PLO/PA/Fatah in diesen Sommerlagern als Terroristen rekrutiert wurden. Wenn Guterres, die UN und UNICEF sich wirklich um die palästinensischen Kinder kümmern, werden sie die PLO/PA/Fatah-Sommerlager sofort und öffentlich anprangern. Wenn sie sich jedoch entscheiden zu schweigen, dann wird die Welt wissen, dass sie sich nicht wirklich um palästinensische Kinder kümmern, es sei denn, sie können als Waffe in der offensichtlichen UN/UNICEF-Mission eingesetzt werden, um Israel ungerechtfertigt zu diffamieren.

Maurice Hirsch ist Direktor für Rechtsstrategien bei Palestinian Media Watch, ein Experte für internationales Recht, der sich auf die Verfolgung von Terroristen, die Palästinensische Autonomiebehörde und die Anwendung des internationalen Rechts in Judäa und Samaria spezialisiert hat. Übersetzung Audiatur-Online.

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