Der Palästinensische Islamische Dschihad gründet angeblich eine weitere Formation im Westjordanland

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Abu Hamza, Sprecher der vom Iran unterstützten Terrorgruppe Palästinensischer Islamischer Dschihad. Foto Screenshot Al-Quds-Brigaden
Abu Hamza, Sprecher der vom Iran unterstützten Terrorgruppe Palästinensischer Islamischer Dschihad. Foto Screenshot Al-Quds-Brigaden
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In einer vom Palästinensischen Islamischen Dschihad (PIJ) im Westjordanland veröffentlichten Erklärung wurde die Gründung von Katibat Tubas offiziell bekannt gegeben, nachdem es am Sonntag in Tubas zu bewaffneten Zusammenstössen mit der israelischen Armee (IDF) gekommen war.

von Joe Trutzman

„Wir, die Tubas-Brigade, verkünden den Beginn unserer gesegneten Dschihad-Aktivitäten in diesem Kampf, den unsere Mudschaheddin mit den Besatzungstruppen geführt haben und der zu direkten Verletzungen und Schäden an den Mechanismen der Besatzung geführt hat, um zu bestätigen, dass wir unseren Dschihad und Widerstand fortsetzen und unseren Feind bis zum Sieg und zur Befreiung bekämpfen“, heisst es in der Erklärung.

Die angebliche Gründung von Katibat Tubas ist ein Zeichen für die anhaltende Eskalation des PIJ im Westjordanland. Die im Entstehen begriffene Organisation wird nach Katibat Jenin, Nablus und Tulkarm die vierte PIJ-Untereinheit sein, die im Westjordanland gegründet wird.

Das Long War Journal der FDD hat den Anstieg der militanten palästinensischen Aktivitäten und die Gründung der Formationen in den Städten des Westjordanlandes seit letztem Jahr verfolgt. [Siehe FDD’s Long War Journal: Analysis: Understanding the Militant Groups Behind the Violence in the West Bank].

Die Medien der Widerstandsachse in den palästinensischen Gebieten und im Libanon berichteten ebenfalls über die Ankündigung des PIJ.

Die Gründung der PIJ-Formationen in verschiedenen Städten im Westjordanland ist vermutlich eine Reaktion auf mehrere Ereignisse im Jahr 2021. Die Annullierung der palästinensischen Wahlen im vergangenen Jahr, der Gaza-Israel-Krieg im Mai 2021 und die Zunahme der IDF-Operationen im Westjordanland haben alle zu dem offensichtlichen Strategiewechsel der militanten palästinensischen Gruppen im Westjordanland beigetragen.

Letztendlich war es wahrscheinlich die Tötung einer beträchtlichen Anzahl von Kämpfern im letzten Jahr und in diesem Jahr, die die Terrororganisationen im Westjordanland dazu veranlasste, sich neu zu organisieren und einen gemeinsamen Operationsraum einzurichten. Gruppen wie Katibat Jenin, Hizam al-Nar (Al-Aqsa Martyrs Brigades – Belt of Fire) und Katibat Nablus wurden gegründet und führten zu einer deutlichen Zunahme der Zusammenstöße mit IDF-Truppen. Es ist jedoch unklar, ob die Initiative zur Bildung dieser Dachverbände von der lokalen Ebene oder vom Ausland (Gaza, Libanon, Türkei) ausging.

Es kann noch nicht gesagt werden, ob Katibat Tubas der IDF ebenso viel Ärger bereiten wird wie ihre Pendants in Jenin und Nablus, doch sollte die Ankündigung ernst genommen werden, da sie ein Zeichen für das anhaltende Wachstum radikal-islamistischer palästinensischer Gruppen, vor allem des PIJ, im Westjordanland ist.

Joe Trutzman schreibt für das Long War Journal der FDD.

1 Kommentar

  1. Wer wollte diesem jungen friedlichen Mann nicht trauen? Er will doch nur das Beste und den Frieden!

    Das Emblem des „Palästinensischen Jihad“ zeigt worum es geht. Es geht nicht nur um das „Westjordanland“ (das alte Galiläa und das alte Judäa), sondern um das gesamte ISRAEL.
    Dieses Land wurde von GOTT Abraham und seinen Nachkommen über die Linie Isaak „zum ewigen Besitz“ verheißen. Das Land selbst ist GOTTES EIGENTUM, wie es viele Male im AT steht. Aber auch das NT bestätigt das. So lesen wir im Johannes-Evangelium: JESUS kam in Sein Eigentum; und die Seinen nahmen IHN nicht auf (Joh 1,11), weil die Welt IHN nicht erkannte.

    Auch die heutige sichtbare Kirche erkennt JESUS und ISRAEL nicht an. Es wird deshalb immer vom „Heiligen Land“ gesprochen, aber der Name ISRAEL nicht genannt.

    Übrigens, auch die Djihadisten, die Krieger Allahs (nicht „Gotteskrieger“) setzen sich über Allahs Wort hinweg! Dabei steht doch auch im Koran, dass das Land westlich u n d östlich des Jordan auch von Allah den „Kindern ISRAEL“ gegeben wurde (Sure 7:137 f), wenn auch erst viele Jahrhunderte später – im 7. Jh. nach CHRISTUS!

    Und wenig später steht im Koran, bemerkenswert, Allah bevorzugt die Kinder ISRAEL „vor aller Welt“! (Sure 7:140).

    Allah lehnt zwar den einen wahren dreieinigen GOTT JAHWE ab (Sure 5:72 u.a.), aber Allah ist auch ein „Listenschmied“ (Sure 3:54), „der in die Irre führt, wen er will“ (Sure 6:39 u.a.), dennoch beansprucht er von seinen Nachfolgern, dass sie ihm gehorchen.

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