Neue Übersetzung von Elie Wiesels „Die Nacht“

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Elie Wiesel. Foto MAGO / agefotostock
Elie Wiesel. Foto MAGO / agefotostock
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Die Forschungsstelle Elie Wiesel der Universität Tübingen präsentiert Mitte Juli die Neuausgabe des Holocaust-Zeugnisses „Die Nacht“. Das autobiografische Werk von Elie Wiesel (1928-2016) gehört zu den bekanntesten literarischen Zeugnissen des Holocaust. Eine neue Übersetzung soll den jüdischen und historischen Entstehungszusammenhang des Werks sprachlich sichtbar machen. Hinter dem Projekt stehen der katholische Tübinger Theologe Reinhold Boschki und der in Potsdam lehrende jüdische Religionsphilosoph Daniel Krochmalnik.

Wiesel, Schriftsteller und Friedensnobelpreisträger, stammt aus Rumänien. Er überlebte die Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald, engagierte sich später für Minderheiten. 1986 wurde ihm der Friedensnobelpreis verliehen. Nach dem Studium der Philosophie und Literatur in Paris von 1948 bis 1951 arbeitete er journalistisch.

In mehr als 30 Büchern widmete sich Wiesel dem Leiden der unschuldigen Opfer und der Bestimmung jüdischer Identität. Zu seinen bekanntesten Werken zählen neben „Die Nacht“ von 1958, „Die Juden in der UdSSR“ von 1966 und „Das Geheimnis des Golem“ von 1983. In den Jahren 1995 und 1997 legte er unter den Titeln „Alle Flüsse fließen ins Meer“ und „… und das Meer wird nicht voll“ seine Memoiren vor. Wiesel erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Am 27. Januar 2000 sprach er zum Auschwitz-Gedenktag im Bundestag.

KNA/jac/has/lwi

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