Moskaus Oberrabbiner hält sich nicht mehr in Russland auf

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Pinchas Goldschmidt, Oberrabbiner von Moskau und Präsident der Konferenz der Europäischen Rabbiner. Foto IMAGO / Independent Photo Agency Int.
Pinchas Goldschmidt, Oberrabbiner von Moskau und Präsident der Konferenz der Europäischen Rabbiner. Foto IMAGO / Independent Photo Agency Int.
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Moskaus Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt hält sich nicht mehr in Russland auf. Sein familiäres Umfeld verweist in Sozialen Medien auf Sicherheitsgründe und spricht von „Exil“. Goldschmidt und seine Ehefrau seien von russischen Behörden unter Druck gesetzt worden und hätten öffentlich die „Spezialoperation“ in der Ukraine unterstützen sollen. Dies hätten sie jedoch abgelehnt, hiess es.

Goldschmidt ist zugleich seit 2011 Präsident der orthodox geprägten Konferenz Europäischer Rabbiner (CER), die als Dachorganisation nach eigenen Angaben rund 1.000 Rabbiner vertritt und in der vergangenen Woche ihre Generalversammlung in München abgehalten hat.

Zugleich berichten Medien, dass Goldschmidt für sieben Jahren erneut zum Oberrabbiner von Moskau gewählt worden sei. Berichten zufolge waren viele Rabbiner und andere jüdische Vertreter in Versuche eingebunden, die dortige jüdische Gemeinschaft dazu zu bringen, einen anderen Rabbiner als Goldschmidt zum Oberrabbiner der russischen Hauptstadt zu wählen. Dagegen hätten sich jedoch israelische Rabbiner – darunter die beiden Oberrabbiner – erfolgreich gewandt, so die „Jerusalem Post“ (Mittwoch online).

KNA/lwi/api

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