Lagerfeuer zum jüdischen Lag baOmer-Fest eingeschränkt

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Lagerfeuer in Jerusalem zur Feier des jüdischen Feiertags Lag BaOmer in Jerusalem, 2. Mai 2018. Foto Kobi Richter/TPS
Lagerfeuer in Jerusalem zur Feier des jüdischen Feiertags Lag BaOmer in Jerusalem, 2. Mai 2018. Foto Kobi Richter/TPS
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Die traditionellen Lagerfeuer zum jüdischen Lag baOmer-Fest sollen auch in diesem Jahr nur eingeschränkt erlaubt sein. Der Chef der Feuerwehr und des Rettungswesens, Ejal Caspi, hat laut Bericht der Zeitung „Times of Israel“ (Montag) angeordnet, die Feuer mit Ausnahme von ausgewiesenen Gebieten landesweit zu verbieten. Das Feuerverbot gilt demnach von Montagmorgen bis Freitagabend. Unter anderem habe der regenreiche Winter zu einem starken Wachstum von Gestrüpp geführt, das „ein gefährliches Brandpotenzial für Menschen, die Umwelt und Eigentum darstellt“.

Weiterhin erlaubt sind die Feuer laut Bericht auf dafür ausgewiesenen öffentlichen Flächen, die von der Feuerwehr genehmigt wurden. Die Feuer dürfen aber eine Grundfläche von drei Metern sowie eine Höhe von 1,5 Meter nicht überschreiten.

In einer gemeinsamen Erklärung riefen auch das Gesundheits- und das Umweltschutzministerium die Öffentlichkeit dazu auf, keine Lagerfeuer zu entzünden, kein Einweggeschirr zu verwenden und Feierorte sauber zu hinterlassen. Umweltministerin Tamar Zandberg erklärte laut Bericht, die Feuer verursachten Luftverschmutzungen, die die Gesundheit der Feiernden gefährdeten und zu Treibhausgasen beitrügen.

Messungen in den vergangenen Jahren ergaben eine bis zu zehnmal höhere Luftverschmutzung zu Lag baOmer im Vergleich zu anderen Tagen. Ein vergleichbares Verbot von Lagerfeuern im vergangenen Jahr habe hingegen deutlich weniger Verschmutzung als in Vorjahren erbracht.

Die diesjährigen Feierlichkeiten stehen im Schatten des ersten Jahrestages der Katastrophe auf dem Berg Meron, bei der Ende April 2021 durch eine Massenpanik während der traditionellen Pilgerfahrt zu dem Fest 45 Menschen getötet wurden. Es war das tödlichste zivile Unglück in der Geschichte Israels. Für die Feiern in diesem Jahr hatte Israel Einschränkungen angekündigt. So soll unter anderem die Zahl der Betenden auf maximal 20.000 Personen gleichzeitig beschränkt und Privatverkehr zu der heiligen Stätte untersagt werden. Insgesamt sollen rund 100.000 Menschen die 24-stündige Feier besuchen können, deutlich weniger als die rund halbe Million Besucher in den vergangenen Jahren.

Das Freudenfest Lag baOmer wird in der Zeit zwischen Pessach und dem Wochenfest Schawuot gefeiert. Es durchbricht damit die vom Gedenken an Katastrophen für das jüdische Volk geprägten „Omer-Tage“, in denen gläubige Juden keine freudigen Ereignisse feiern. In diesem Jahr beginnt das Fest nach Sonnenuntergang des 18. Mai.

KNA/akr/cdt

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