Grünes Licht für umstrittenes Seilbahnprojekt in Jerusalem

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Entwurf der geplanten Seilbahnstation im historischen Jerusalem. Foto Rosenfeld Arens Architects / Jerusalemer Entwicklungsbehörde
Entwurf der geplanten Seilbahnstation im historischen Jerusalem. Foto Rosenfeld Arens Architects / Jerusalemer Entwicklungsbehörde
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Israels oberstes Gericht hat grünes Licht für ein umstrittenes Seilbahnprojekt vom Westen Jerusalems in die Altstadt gegeben. Es wies am Sonntag vier Petitionen gegen die Baupläne zurück, wie örtliche Medien berichteten. Es gebe keinen Raum für gerichtliches Eingreifen in die Entscheidungen der verschiedenen Behörden, urteilte der zuständige Richter. Die Petitionen bezögen sich auf die Planungsphase des Projekts, die jedoch ohne Fehler alle Stadien durchlaufen habe.

Der Bürgermeister von Jerusalem, Mosche Leon, begrüsste die Entscheidung und kündigte laut Berichten an, „das Seilbahnprojekt energisch voranzutreiben“. Verkehrsministerin Merav Michaeli kritisierte laut Bericht des Senders Arutz Scheva das Projekt. Die Seilbahn hätte keine bedeutende Transportfunktion und der von ihr verursachte Schaden würde ihren Nutzen überwiegen, erklärte er.

Die Einreicher der Petitionen hatten unter anderem argumentiert, dass das Projekt die historische Integrität der Klagemauer störe und darauf verwiesen, dass es andere Lösungen für den Zugang zu der Stätte gebe, die weniger einschneidend seien.

Die Seilbahn soll auf einer rund 1,4 Kilometer langen Strecke vom alten Bahnhof im Jerusalemer Westen über den Zionsberg zum Dungtor verkehren. Geplant sind 40 Wagen für je zehn Passagiere mit einer Gesamtkapazität von 3.000 Fahrgästen pro Stunde und Fahrtrichtung. Die Gesamtkosten gibt das Tourismusministerium mit umgerechnet rund 50 Millionen Euro an.

KNA/akr/iki/Aud

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