Israel: Drei Tote und vier Schwerverletzte bei Terroranschlag in Elad

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Israelische Sicherheits- und Rettungskräfte am Tatort des Terroranschlags in Elad, östlich von Tel Aviv und nahe der Stadt Petach Tikvah, am Jom Ha'azmaut, dem israelischen Unabhängigkeitstag, am 5. Mai 2022. Foto Jamal Awad/Flash90.
Israelische Sicherheits- und Rettungskräfte am Tatort des Terroranschlags in Elad, östlich von Tel Aviv und nahe der Stadt Petach Tikvah, am Jom Ha'azmaut, dem israelischen Unabhängigkeitstag, am 5. Mai 2022. Foto Jamal Awad/Flash90.
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Bei einem Terroranschlag in Elad in Zentralisrael wurden am Donnerstagabend drei Menschen getötet und vier verletzt. Der Anschlag ereignete sich am Ende des israelischen Unabhängigkeitstages und folgte auf eine Reihe von Terroranschlägen in den letzten Wochen sowie auf wiederholte Drohungen palästinensischer Terrorgruppen in Bezug auf den Tempelberg in Jerusalem.

Augenzeugen zufolge griffen zwei Terroristen in einem zentralen Park und einer nahe gelegenen Strasse in Elad mehrere Menschen mit einer Axt und einem Messer an.

Nach Angaben der Polizei handelte es sich bei dem Anschlag um einen Terrorakt. Er ereignete sich wenige Minuten nach Abschluss der Veranstaltungen zum Unabhängigkeitstag in einem Park, in dem viele Israelis den Feiertag feierten.

Bei den drei Opfern des tödlichen Terroranschlags in Elad handelt es sich um Yonatan Havakuk, Boaz Gol und Oren Ben Yiftah, alles junge Väter, die insgesamt 16 Kinder zurücklassen.

Nachbarn und Freunde beschreiben Yonatan Havakuk, einen Mann um die 40, als jemanden, der immer ein Lächeln im Gesicht hatte. Havakuk, Vater von fünf Kindern, arbeitete als Automechaniker in der ultra-orthodoxen Stadt.

Das zweite Opfer des tödlichen Terroranschlags in Elad wurde als Boaz Gol identifiziert. Gol, 40 Jahre alt, war ebenfalls Vater von fünf Kindern.

Das dritte Opfer des Anschlags in Elad war Oren Ben Yiftah, ein 37-jähriger Vater von sechs Kindern.

Die Opfer des Elad-Terroranschlags vom 5. Mai 2022, von links nach rechts: Boaz Gol, Yonatan Havakuk und Oren Ben Yiftah. Fotos zVg

Zwei Menschen, die bei dem tödlichen Terroranschlag in der vergangenen Nacht schwer verletzt wurden, kämpfen nach Angaben des Krankenhauses, in dem sie behandelt werden, immer noch um ihr Leben.

Nach Angaben des Beilinson-Krankenhauses in Petah Tikva befinden sich die beiden in einem ernsten und instabilen Zustand und sind noch nicht über den Berg.

Während am Freitagmorgen die Grossfahndung nach den Tätern des tödlichen Terroranschlags fortgesetzt wurde, gab die Polizei bekannt, dass es sich bei den Hauptverdächtigen um zwei palästinensische junge Männer aus einem Dorf in der Nähe der Stadt Dschenin handelt.

Palästinensische Terrororganisationen lobten den Anschlag, obwohl sich keine von ihnen sofort dazu bekannte. Der Islamische Dschihad lobte den Anschlag in Elad als „heroische Operation“. Die Terrororganisationen Hamas erklärte, der Anschlag sei eine „heldenhafte Aktion“ als Antwort auf den Besuch von Juden aus Israel auf dem Tempelberg am Donnerstag.

Einige hundert Juden besuchten den Tempelberg, der als heiligste Stätte des Judentums und drittheiligste des Islams gilt, zum ersten Mal seit Pessach. Die Stätte war für jüdische Besucher bis zum Ende des Ramadan geschlossen.

In einer Rede am vergangenen Samstag drohte der Hamas-Chef im Gazastreifen, Yahya Sinwar, mit gewaltsamen Konsequenzen, sollten Juden die Stätte weiterhin besuchen.

Ausserdem forderte er die Palästinenser auf, Israelis mit allem, was sie haben, anzugreifen – auch mit Äxten. „Jeder, der ein Gewehr hat, soll es bereithalten. Und wenn ihr kein Gewehr habt, dann nehmt ein Beil, eine Axt oder ein Messer“, sagte Sinwar.

Der israelische Premierminister Naftali Bennett hat noch am Donnerstagabend mit dem Verteidigungsminister, dem Aussenminister, dem Minister für öffentliche Sicherheit, dem Generalinspekteur der israelischen Polizei, dem Direktor des Mossad und anderen hochrangigen Beamten eine Sicherheitsbesprechung abgehalten.

„Unsere Feinde haben einen mörderischen Feldzug gegen die Juden begonnen, wo immer sie sind. Ihr Ziel ist es, unseren Willen zu brechen, aber sie werden scheitern. Wir werden die Terroristen und diejenigen, die sie unterstützen, in die Finger bekommen und dafür sorgen, dass sie den Preis dafür zahlen. Ich spreche den Familien der Ermordeten mein tiefstes Beileid aus“, sagte Bennett.

Als „Stich ins Herz Israels“ hat das deutsche Aussenministerium den Anschlag in Elad verurteilt. „Der Terror gegen Israelis und gegen den israelischen Staat ist verabscheuenswürdig“, sagte ein Sprecher am Freitag in Berlin. „Schon wieder haben Attentäter mit erschreckender Kaltblütigkeit zugeschlagen.“ Das Leben argloser und unschuldiger Menschen sei zerstört worden.

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