Josefsgrab nach Vandalismus renoviert

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Der Vorsitzende des Regionalrats von Samaria, Yossi Dagan (Mitte), am 13. April 2022 an der Stätte des Josefsgrabs während Renovierung der Stätte. Foto Roee Chedi/Samaria Regionalrat
Der Vorsitzende des Regionalrats von Samaria, Yossi Dagan (Mitte), am 13. April 2022 an der Stätte des Josefsgrabs während Renovierung der Stätte. Foto Roee Chedi/Samaria Regionalrat
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Am durch Vandalismus beschädigten sogenannten Josefsgrab in Nablus haben am Mittwoch Instandsetzungsarbeiten begonnen. Israelische Arbeiter bauten unter Schutz der israelischen Armee den zerstörten Grabstein wieder auf und beseitigten grosse Mengen Schutt und Trümmer, wie örtliche Medien berichten.

Ersetzt wurden auch die zerstörten Fenster sowie das Sanitärsystem. Es handelt sich laut den Berichten um die ersten israelischen Renovierungsarbeiten an der Stätte, seit sie nach dem Ausbruch der Zweiten Intifada im Jahr 2000 aufgegeben wurde.

Die Stätte war in der vergangenen Woche zweimal durch randalierende Palästinenser beschädigt worden. In der Nacht zu Montag wurden zudem zwei Juden bei dem Versuch angeschossen, zu der Stätte vorzudringen. Israels Verteidigungsminister Benny Gantz kritisierte den Vandalismus vom Wochenende als „schwerwiegenden Vorfall und ernsthafte Verletzung der Kultusfreiheit an einem der heiligsten Orte für jeden Juden“; er kündigte rasche Massnahmen zur Wiederherstellung an.

Das Josefsgrab wurde in den vergangenen Jahren wiederholt Ziel von Attacken; das Grab selbst wurde zerstört. Während der sogenannten Tunnelunruhen 1996 und nach Beginn der Zweiten Intifada im Herbst 2000 forderten Kämpfe zwischen israelischen Soldaten und Palästinensern in unmittelbarer Nähe der Stätte viele Todesopfer. Nachdem es zwischenzeitlich geschlossen worden war, steht das Grabmal nun Juden zu bestimmten Zeiten für vorab koordinierte Besuche offen.

Den Osloer Verträgen zufolge sollte das Grab als Enklave im palästinensischen Gebiet unter israelischer Verwaltung bleiben. Nach einem palästinensischen Angriff auf israelische Soldaten am Grab im Herbst 2000 gab die Armee das Monument aber auf. Fromme Juden pilgern weiter zum Grab ihres Erzvaters, um dort zu beten.

KNA/akr/Aud

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  1. 28.01.2015 Ukraine: Unbekannte setzen Moskauer-Kirchen in Brand (Der gleiche Wind)
    Unbekannte Angreifer haben am frühen Dienstagmorgen in Kiew eine hölzerne orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats in Brand gesetzt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Unian. Die Brandstiftung, die vor Sonnenaufgang im Desnyansky Bezirk entdeckt wurde, zerstörte die Außenwand, Kuppel, Kreuz und auch mehrere Symbole. „Das Feuer ist der Akt der Brandstiftung von Unbekannten“, so das Katastrophenschutzministerium des Landes gegenüber der Nachrichtenagentur. Niemand wurde verletzt.
    Bereits am Montag hatten unbekannte Angreifer einen Brand in der Kirche der Babi Jar Gedenkstätte in Kiew gelegt. Der Ort war Schauplatz einer Reihe von Massakern, die von deutschen Truppen und Ukrainern im Zweiten Weltkrieg begangen wurden. Der Altar der Kirche wurde beschädigt.
    Russlands Außenministerium fordert eine gründliche Untersuchung und Bestrafung der Täter. Patriarchatssprecher Wladimir Legoyda sagte gegenüber der Nachrichtenagentur „Interfax“ am Mittwoch, nur „eine Person, die völlig kulturlos, hasserfüllt und zynisch ist, kann einen Gewaltakt gegen ein religiöses Gebäude verüben“. Er sei überzeugt – so Legoyda -, dass „nur Menschen, die ihr eigenes Volk verachten, Kirchen angreifen und damit neue Konfliktfelder schaffen“, und dies noch dazu „in einer ohnehin tragischen Zeit für die Ukraine“.
    (kap 28.01.2015 mg)
    http://de.radiovaticana.va/news/2015/01/28/ukraine_unbekannte_setzen_moskauer-kirchen_in_brand/1120388

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