Arte zeigt „Geschichte des Antisemitismus“ als TV-Premiere

Vierteilige Doku-Reihe über Ausformungen des Judenhasses

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Zur ARTE-Sendung: Eine Geschichte des Antisemitismus. Foto ARTE France © Effervescence Productions
Zur ARTE-Sendung: Eine Geschichte des Antisemitismus. Foto ARTE France © Effervescence Productions
Lesezeit: 2 Minuten

Praktisch jeden Tag werden den Ausformungen von pathologischer Feindseligkeit und Hass auf Juden neue Kapitel hinzugefügt. Keine reale oder ausgedachte Krise kommt ohne wiederaufflammenden Antisemitismus aus.

von Jan Lehr

Daneben ist er aber in vielen Gesellschaften so sehr ins alltägliche Denken integriert, dass es den Tätern kaum noch auffällt. Antisemitismus ist komplex, nicht weil er facettenreich wäre, sondern weil er so erschreckend viele Formen annehmen kann: Religiös und säkular, medizinisch, soziologisch und in der Kunst.

Die vier Teile, die Arte der „Geschichte des Antisemitismus“ widmet und hier erstmals am Stück zeigt, sind deshalb dem Thema völlig angemessen. Von der ersten Welle antijüdischer Gewalt im ersten Jahrhundert führt der Gang durch zwei Jahrtausende, in denen es immer wieder zu Judenverfolgungen kommt.

Sogar die Schoah scheint nur kurz eine Zäsur setzen zu können. Bereits 1946 kommt es wieder zu den ersten Judenpogromen. Zum bereits bestehenden Antisemitismus treten perfide neue Ausformungen durch die Holocaust-Leugnung und den Antizionismus dazu.

Unter der Leitung des Politikwissenschaftlers Jonathan Hayoun analysiert die Miniserie die Entwicklungen und Hintergründe für antisemitisches Denken, wobei neben den Verfolgungen auch der Widerstand gegen den Antisemitismus thematisiert wird – beginnend mit dem Schutz der Juden durch die Karolinger und dem Aufruf des Abts Bernhard von Clairvaux, die Judenverfolgung während der Kreuzzüge zu beenden.

"Eine Geschichte des Antisemitismus", Dienstag, 12. April, 20.15 - 23.55 Uhr, Arte (TV-Erstausstrahlung). Der Autor ist Mitarbeiter des Kinoportals filmdienst.de.

KNA/mit/gbo

1 Kommentar

  1. Wenn Juden wie Afghanen wäre Sie wurden nie so oft manipuliert sein und vervolgt!
    Wann wurden juden Mit Gewehre gesehen vor dem Warsaw Ghettos aufruhr?
    Krieg (Israel) ist Nicht Verfolgung, Massaker, Pogroms…..
    Antijudaismus ist imn dem Paganismus der nie verschwandt eingewurtzeln…
    Deshalb wird er nie verschwunden!
    Aber, manipulierung als perverse politische Mittel wäre nicht vorgeschlagen wenn die Juden hätten dem „“2nd Amendemnt „“““erfunden und fest ewig gestellt. wie alle die Maffias oder unhabhängige Völker!
    Es gibt platz für Juden in Israel (mit Krieg wie üblich und überall…..) und sonst nirgendwo anders

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