Israel: Intensive Bemühungen zur Verhinderung von Gewalt während des Ramadan

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Israelische Polizisten stehen auf dem Ölberg gegenüber dem Tempelberg in Jerusalem. Foto Kobi Richter/TPS
Israelische Polizisten stehen auf dem Ölberg gegenüber dem Tempelberg in Jerusalem. Foto Kobi Richter/TPS
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Israel, Jordanien, Ägypten und die Palästinensische Autonomiebehörde arbeiten offenbar intensiv daran, einen Ausbruch von Gewalt im Osten Jerusalems und der Al-Aqsa-Moschee im kommenden muslimischen Monat Ramadan zu verhindern. Im Rahmen dieser Bemühungen soll der jordanische König Abdullah demnächst die Gegend besuchen.

Quellen, die dem jordanischen Königspalast nahe stehen, erklärten am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur TPS, dass der Königspalast mit der Leitung des Waqf und den leitenden Predigern der Al-Aqsa-Moschee in Kontakt stehe und sie auffordere, die Atmosphäre durch gemässigte Predigten und die Vermeidung von Provokationen zu beruhigen.

Auch andere Mitglieder der haschemitischen Königsfamilie stünden derzeit in Kontakt mit führenden muslimischen Glaubensvertretern in Jerusalem.

Im Rahmen der Kontakte zwischen den Parteien wurde Israel aufgefordert, auf die Einführung strenger Sicherheitsmassnahmen in Jerusalem zu verzichten und so weit wie möglich die Bewegungsfreiheit und die Religionsausübung der Muslime in den Moscheen Jerusalems während des Ramadan zu ermöglichen und die Anzahl der jüdischen Besucher auf dem Tempelberg zu verringern.

Israel hat vor kurzem beschlossen, den Bewohnern der Palästinensischen Autonomiebehörde zu gestatten, während des Ramadan in Jerusalemer Moscheen Gebete zu verrichten.

Unterdessen rufen Hamas-Unterstützer die Muslime dazu auf, ab Freitag in die Al-Aqsa-Moschee zu kommen und anlässlich des sogenannten Landtages, der Ende des Monats stattfinden wird, verstärkt an den Massengebeten teilzunehmen, die als „Grosse Morgenröte“ bezeichnet werden.

Die Bemühungen Jordaniens, Ägyptens, Israels und der Palästinensischen Autonomiebehörde erfolgen vor dem Hintergrund, dass es der Hamas im vergangenen Jahr während des Ramadan gelungen war, die Stimmung im Osten Jerusalems zu beherrschen und in Moscheen viel Zuspruch zu finden, was schliesslich in einem Raketenangriff auf Jerusalem und dem Beginn der Operation „Guardian of the Walls“ gipfelte.

Die Vorherrschaft der Hamas auf den Strassen Jerusalems im vergangenen Jahr, die Vertreibung des Muftis der Palästinensischen Autonomiebehörde aus Jerusalem durch Hamas-Anhänger vom Tempelberg und andere Ereignisse haben den Königspalast in Jordanien alarmiert.

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