Jüdisches Museum zeigt „Heidi in Israel. Eine Spurensuche“

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Umschlag der „Heidi“ - Ausgabe von 1957/58, Johanna Spyri: Heidi Bat HeHarim [Heidi, Tochter der Berge], Illustration: Arie Moskowitsch, Tel Aviv, Verlag Amichai, 1957/58
Umschlag der „Heidi“ - Ausgabe von 1957/58, Johanna Spyri: Heidi Bat HeHarim [Heidi, Tochter der Berge], Illustration: Arie Moskowitsch, Tel Aviv, Verlag Amichai, 1957/58
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Unter dem Titel „Heidi in Israel“ macht sich das Jüdische Museum München auf eine Spurensuche der Rezeptionsgeschichte des Schweizer Kinderbuchklassikers in Israel. Vom 23. März bis 16. Oktober ist diese „spannende Entdeckungsreise“ zu sehen, wie es in der Ankündigung heisst. Die Schriftstellerin Johanna Spyri (1827-1901) habe mit „Heidi“ (1880) die letzte grosse Heimat- und Heimweherzählung Europas geschrieben, die weltweit, und auch im damaligen Palästina und späteren Israel, die Jugenderinnerungen viele Menschen geprägt habe.

Die Motive, die in dem Buch zur Sprache kommen, seien für viele Leserinnen und Leser von grosser emotionaler Bedeutung, heisst es. 1946 wurde Spyris Roman erstmals ins Hebräische übersetzt, zu einer Zeit, in der die Themen Heimat, Heimatverlust und Neubeginn höchst relevant gewesen seien. Der Roman gehöre seitdem auch in Israel zum Kanon der Kinderliteratur, mit einer vielfältigen Rezeptions- und Wirkungsgeschichte. Diese sei reich an Übersetzungen, Adaptionen und Neuausgaben.

Doch „Heidi“ sei nicht nur als Buch bekannt, so das Museum weiter. Ob auf der Kinoleinwand, als Theaterstück oder als Hörspiel – das berühmte Schweizer Mädchen sei Teil der kulturellen Identität und längst auch in den Sozialen Medien angekommen. Begleitet werde die Schau des Heidiseums in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum München von einer Installation des israelischen Künstlers Niv Fridman. Diese wird vom 11. Mai bis 16. April präsentiert.

KNA/baj/chw/gbo

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