Ein katastrophales Iran-Abkommen bahnt sich an

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Der iranische Präsident Ebrahim Raisi während eines Fernsehinterviews in Teheran, Iran, am 25. Januar 2022. Raisi sagte, wenn die USA und alle an den Atomgesprächen in Wien beteiligten Parteien bereit seien, alle Sanktionen gegen das Land aufzuheben, dann gebe es Raum für eine Vereinbarung. Foto IMAGO / ZUMA Wire
Der iranische Präsident Ebrahim Raisi während eines Fernsehinterviews in Teheran, Iran, am 25. Januar 2022. Raisi sagte, wenn die USA und alle an den Atomgesprächen in Wien beteiligten Parteien bereit seien, alle Sanktionen gegen das Land aufzuheben, dann gebe es Raum für eine Vereinbarung. Foto IMAGO / ZUMA Wire
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Nächste Woche wird wahrscheinlich ein verheerendes Abkommen mit dem Iran unterzeichnet werden. Es wird eine komplette Niederlage für den Westen bedeuten, ein Kriegsversprechen in Zeiten, in denen alles getan wird, um einen weiteren Krieg zu vermeiden.

von Fiamma Nirenstein

Die Aggression des russischen Präsidenten Wladimir in der Ukraine wird die Aufmerksamkeit der USA von Irans Streben nach nuklearer Hegemonie ablenken. So kann das von den Ayatollahs geführte Regime in Teheran die durch die Sanktionen seit 2018 eingefrorenen Bargeldmengen freudig entgegennehmen und seine Urananreicherung fortsetzen, die derzeit bei dem bereits hohen Wert von 60 % liegt.

Sollte es in der Ukraine tatsächlich zu einem Krieg kommen, werden die USA wegschauen wollen. Wenn der Krieg dort abgewendet wird, wird Russland auf jeden Fall froh sein, dass einer seiner Freunde, der Iran, durch das Atomabkommen einen Sieg gegen die USA erringen konnte. Die Unterzeichnung dieses neuen Abkommens wird in der Tat ein grosser Erfolg für die Iraner sein.

Nach dem furchtbaren Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan (Joint Comprehensive Plan of Action, JCPOA) von 2015, der vom damaligen Präsidenten Barack Obama vorangetrieben wurde, hat die Anreicherung von Uran weiter zugenommen, selbst nachdem der ehemalige Präsident Donald Trump 2018 aus dem Abkommen ausgestiegen ist. Heute verfügt der Iran über eine ausreichende Menge, um innerhalb weniger Monate eine Atombombe herzustellen.

Darüber hinaus haben die Iraner den Bau von Zentrifugen mit höherer Geschwindigkeit fortgesetzt und verfügen nun über die Mittel, um deren Qualität zu verbessern und ihre Anzahl zu erhöhen. Ganz abgesehen von ihrer allgemeinen Kriegstechnologie, den Drohnen, Raketen, Flugkörpern und Kampfflugzeugen.

Im Übrigen endet der Zeitraum, der nach dem alten und wahrscheinlich auch nach dem neuen JCPOA das Verbot der Anreicherung von bombenfähigem Uran markiert, bereits im Jahr 2025.

Die militärische Aggression des Irans gegen sunnitische Länder und sein Versprechen, Israel zu vernichten, sowie seine Menschenrechtsverletzungen sind weiterhin ungebrochen. Israel steht im Mittelpunkt der völkermörderischen Ziele des Irans. Stellvertreter wie die Hisbollah im Libanon und in Syrien verfügen über rund 250.000 Raketen, die Hamas, die den Gazastreifen kontrolliert und in der Palästinensischen Autonomiebehörde aktiv ist, bombardiert Israel, und die Houthis im Jemen bombardieren Saudi-Arabien.

Nein, dieses bevorstehende Abkommen mit dem Iran wird keinen Frieden verheissen; es garantiert nur Krieg. Und weil die Islamische Republik die USA und die Europäische Union, die das Abkommen unterzeichnen werden, als eingeschworene Feinde betrachtet, werden sie das nächste Ziel Teherans sein.

Der Rückfluss von Milliarden von Dollar und Euro, die durch die Sanktionen blockiert waren, wird den imperialistisch-religiösen Plänen der Ayatollahs zugute kommen. Während der Iran demnächst in Wien direkt mit US-Vertretern verhandelt, wird in der Gegend von Natanz eine neue, hochmoderne Nuklearanlage entwickelt, die durch den Berg Kuh-e Kolang Gaz geschützt ist, was die Anlage nahezu unzerstörbar macht.

Jede Drohung, das Regime nach dem Abkommen vom Bau einer Atombombe abzuhalten, ist daher kaum glaubhaft. Obwohl Israel oft wiederholt hat, dass es niemals zulassen wird, dass der Iran eine Atombombe baut, ist das Schweigen von Premierminister Naftali Bennett ohrenbetäubend.

Obwohl er einer der grössten Gegner des JCPOA war, als er in der Regierung des ehemaligen Premierministers Benjamin Netanjahu diente, beschränkt sich Bennett jetzt auf vorhersehbare Beteuerungen. Er weiss, dass seine Koalitionsregierung zu zersplittert ist, um ihm zu folgen, und zu besorgt über ihre Beziehungen zur Regierung von US-Präsident Joe Biden.

Den amerikanischen Republikanern fehlt der Bezugspunkt, den sie während der Amtszeit von Netanjahu hatten, der 2015 Obama mit einer Rede vor dem US-Kongress mutig herausforderte. Dies rüttelte die ganze Welt wach und veranlasste mehrere arabische Länder schliesslich zur Unterzeichnung des Abraham-Abkommens.

Israel hat die Kampagne gegen die Bombe der Ayatollahs zu Recht angeführt, denn dies hat die ganze Welt vor einem grossen Unglück bewahrt, das noch weit gravierender ist als ein Krieg in der Ukraine.

Die Journalistin Fiamma Nirenstein war Mitglied des italienischen Parlaments (2008-2013), wo sie als Vizepräsidentin des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten in der Abgeordnetenkammer und im Europarat in Strassburg tätig war und den Ausschuss zur Untersuchung des Antisemitismus gründete und leitete. Sie ist Fellow am Jerusalem Center for Public Affairs (JCPA). Auf Englisch zuerst erschienen bei Jewish News Syndicate. Übersetzung Audiatur-Online.

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