Israelisches Projekt erforscht Anbaumöglichkeit von Kichererbsen im Weltall

0
Symbolbild. Foto IMAGO / Shotshop
Symbolbild. Foto IMAGO / Shotshop
Lesezeit: 2 Minuten

Kichererbsen könnten in Zukunft die Astronautennahrung ergänzen. Ein gemeinsames Projekt der israelischen Organisation SPaceIL und der NASA will die Anbaumöglichkeiten der eisen- und eiweissreichen Hülsenfrucht in einer Umgebung ohne Schwerkraft und natürliches Licht erforschen, berichtete die jüdische Nachrichtenagentur JTA mit Sitz in New York am Dienstagabend (Ortszeit).

Das Projekt ist Teil der Nasa-Forschung „Veggie“ zur Produktion frischer Lebensmittel im Weltall, in deren Rahmen bisher erfolgreich Salat, Kohl und Grünkohl angebaut wurden. Die Produktion von Lebensmitteln, die wenig Ressourcen benötigen und zu minimaler Verschwendung führen, sollen bei der Planung von Missionen helfen, die tiefer in den Weltraum führen.

Am 19. Februar werden SpaceIL-Mitbegründer Yonatan Winetraub sowie ein Team von Wissenschaftlern und Ingenieuren aus Israel und von der Stanford University ein versiegeltes Miniaturgewächshaus an Bord einer NASA-Frachtfähre zur Internationalen Raumstation (ISS) schicken. Das Gewächshaus hat laut Bericht die Grösse eines Milchbehälters und ist mit 28 Kichererbsensamen aus Israel bestückt.

Miniaturgewächshaus für den Anbau von Gemüse in der Schwerelosigkeit. Foto Aviv Labs.

Die Samen sollen per Fernsteuerung und mit Hilfe einer Software in einem speziell entwickelten Nährstoffgel gezogen werden. Eine in das Gel eingebaute Kamera soll Aufschlüsse darüber geben, in welche Richtung die Samen ohne Schwerkraft ihre Wurzeln schlagen. Nach Reifung sollen die Hülsenfrüchte gekühlt und im Juni zurück auf die Erde gebracht werden.

Die Herausforderung bestehe darin, „die Art und Weise des Anbaus so zu steuern, dass wir unsere begrenzten Ressourcen optimal nutzen können“, so Winetraub. Die daraus gezogenen Lehren sollen „für die Herausforderungen rüsten, die uns auch auf der Erde erwarten“. Zusätzlich zu den 28 Kichererbsen hat das Team laut Bericht einen Mikrochip mit persönlichen Artefakten der an dem Projekt Beteiligten in dem Gewächshaus installiert – darunter ein Rezept für Hummus.

KNA/akr/iki

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.