Amnesty International – Ein weiterer komplett hoffnungsloser «Israel Apartheid» Fake-Bericht

In einem aussergewöhnlichen Manöver zur Erzielung von Mediensynchronität hat Amnesty International eine Pressemitteilung mit einer Sperrfrist versehen, um eine maximale anti-israelische Wirkung zu erzielen.

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Amnesty International auf Promotion Tour. Foto IMAGO / Manfred Segerer
Amnesty International auf Promotion Tour. Foto IMAGO / Manfred Segerer
Lesezeit: 5 Minuten

Amnesty International versucht, die Weltöffentlichkeit mit einem weiteren Fake-Bericht über „Israels Apartheid“ zu bombardieren. Letzte Woche hat Amnesty in einem aussergewöhnlichen Schachzug, um Mediensynchronität zu erreichen, eine Pressemitteilung mit einer leuchtend roten Anweisung an die Redakteure veröffentlicht: „Unter strengem Embargo (Sperrfrist) bis zum 1. Februar 2022“.

von Edwin Black

Eine Sperrfrist für die Medien ist eine Vereinbarung, die üblicherweise mit Redakteuren getroffen wird, um Nachrichten bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zurückzuhalten, in der Regel um eine möglichst grosse Breitenwirkung zu erzielen.

In diesem Fall ist der aufgebauschte Amnesty-Bericht ein Aufguss alter, unglaubwürdiger und falscher Behauptungen über eine angebliche „israelische Apartheid „. Die Neuauflage scheint darauf abzuzielen, die diplomatischen Fortschritte zu untergraben, die der jüdische Staat mit seinen arabischen Nachbarn durch das Abraham-Abkommen und die wachsende Bedeutung seiner arabischen Bürger, die 20 % der Bevölkerung ausmachen, erzielt hat.

Die Abraham-Abkommen haben sich als weit mehr erwiesen als nur einfache und nüchterne Friedensbotschaften einer früheren US-Regierung (ähnlich wie die mit Ägypten). Stattdessen haben sich die Abkommen zu herzlichen und lebendigen gegenseitigen Beziehungen entwickelt, die in alle Richtungen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain gewachsen sind und echte bilaterale Anerkennung und Fortschritte mit Marokko, Sudan und Oman bewirkt haben.

Gleichzeitig sind die Araber – mit einem Stimmenanteil von etwa 11-13 % – zu den neuen Königsmachern in Israel geworden. Ihr Stimmenanteil entscheidet über Erfolg oder Misserfolg nahezu aller innerisraelischen Initiativen im Parlament (Knesset).

Die Vereinigte Arabische Liste (Ra’am) in der Knesset nutzt die Macht ihrer Stimmen, um Millionen von Schekel in Regierungsprogramme zu stecken.

Israelische Apartheid ist eine Lüge, die von einer von Russland beherrschten UNO verbreitet wird, die verzweifelt versucht, die internationale Verurteilung ihrer Invasionsdrohungen in der Ukraine abzuwehren, und von China, das hofft, dass die Welt seinen sadistischen Völkermord an den Uiguren während dem olympischen Ausnahmezustand nicht bemerken wird.

Amnesty International ist zu sehr von dem alten, diskreditierten Narrativ der „israelischen Apartheid“ eingenommen, um sich für den wahren Frieden und Wohlstand einzusetzen, der unter den 2 Millionen arabischen Bürgern Israels wächst. Hinzu kommt, dass Amnesty hinter anderen NGOs wie Human Rights Watch zurückgeblieben ist, welche Millionen von Dollar für die Apartheid-Fiktion gesammelt haben.

Darüber hinaus hofft Amnesty, mit dem neuen ständigen Tagesordnungspunkt „Israel-Apartheid“ des UN-Menschenrechtsrates weiterhin relevant zu bleiben. Zusammen mit Menschenrechtsikonen wie Libyen und Pakistan hat es der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen geschafft, den Staat Israel mehr als alle anderen Nationen der Welt zu verurteilen, und das um ein Vielfaches.

Pressemitteilung mit einer leuchtend roten Anweisung an die Redakteure. Foto Screenshot Amnesty International „Israel Apartheid Report“

Die Annahme des Amnesty-Berichts hängt von einer uninformierten Öffentlichkeit ab, die sich der Fakten nicht bewusst ist. So wird in dem Bericht beispielsweise die falsche Behauptung aufgestellt, dass unschuldige Araber aus ihren alten Häusern im Jerusalemer Stadtviertel Sheikh Jarrah vertrieben werden.

Es ist inzwischen gut dokumentiert, dass Juden das Land um 1800 legal von den osmanischen Behörden erworben und ordnungsgemäss eingetragen haben, um in der Nähe des Grabes des verehrten Rabbi Simon des Gerechten zu beten. Das jüdische Viertel beherbergte 40 Familien bis zur illegalen Invasion Jordaniens im Jahr 1948, als es das Land stahl und dann illegal verschenkte.

Als Israel nach dem Sechs-Tage-Krieg 1967 das gestohlene Land zurückeroberte, blieben die arabischen Pächter dort und zahlten einen bescheidenen Mietzins. Dann wurde es lukrativer, so zu tun, als gehörten ihnen die Grundstücke – was zu langwierigen Gerichtsverfahren und Urteilen führte, die sie ignorierten, was schliesslich zur Räumung führte. Für Amnesty ist das „Apartheid“ – in Wirklichkeit handelt es sich jedoch um ein ganz normales Gerichtsverfahren zwischen Vermietern und Mietern.

Amnesty will auch nicht, dass man sich daran erinnert, dass etwa die Hälfte der israelischen Bevölkerung nicht aus dem fernen Miami oder Brooklyn stammt, sondern aus Gegenden wie Marokko und Bagdad, die in der grössten und öffentlichkeitswirksamsten ethnischen Säuberung der Geschichte etwa 850.000 staatenlose und mittellose Juden grösstenteils nach Israel vertrieben haben.

Auch wird nicht erwähnt, dass die jüdischen Zionisten in ihrem international anerkannten Heimatland bis 1964 weltweit als „Palästinenser“ bezeichnet wurden und die Araber als „Araber“. Im selben Jahr gründeten der sowjetische In- und Auslandsgeheimdienst KGB und die Arabische Liga die Palästinensische Befreiungsorganisation.

Diese beiden Schirmherren halfen den Arabern, Identitätsdiebstahl zu begehen und sich den Begriff „Palästinenser“ anzueignen. Vor 1964 gibt es kein einziges diplomatisches Papier, keine UN-Resolution, keine Schlagzeile in einer Zeitung, keine bekannte Korrespondenz, kein fotografisches Bild und kein anderes Dokument, das sich auf Araber als etwas anderes als „Araber“ bezieht, obwohl es viele Hinweise auf Juden als Palästinenser gibt.

Wenn also am 1. Februar Redaktionen mit Amnesty International gemeinsame Sache machen und im Gleichschritt Schlagzeilen über eine imaginäre Apartheid in einem Land machen, in dem Araber und Juden gleich viel verdienen und in dem Araber in der Gesellschaft so viel erreichen können wie nirgendwo sonst im Nahen Osten – übrigens auch nicht in der Palästinensischen Autonomiebehörde – und eine politische Macht ausüben, die in keinem Verhältnis zu ihrer Zahl steht, dann ist das ein Triumph für die Orwellsche Art der Medienberichterstattung in unserer Zeit.

Doch wer sich über die gefälschte Erzählung hinwegsetzt und ein Buch aufschlägt oder die Fakten überprüft, wird feststellen, dass es sich bei solchen Schlagzeilen nur um einen weiteren Versuch handelt, in diesen angespannten Zeiten nicht nur ein Scheinobjekt zu präsentieren, sondern tatsächlich eines zu schaffen, wo keines existiert.

Der Menschenrechtsautor Edwin Black ist der preisgekrönte Autor des New York Times-Bestsellers „IBM and the Holocaust“ und beschäftigt sich seit langem mit dem Nahen Osten und der Geschichte von Apartheid-Regimes. Zuerst erschienen bei Jewish News Syndicate. Übersetzung Audiatur-Online.

2 Kommentare

  1. Über Amnesty international muss man sich nicht weiter wundern, wenn man weiß, dass z. B. in Bremen deren Pressesprecher Claus Walischewski (TAZ- Genossenschaftler) dem antisemitischen, von DKP und Linken beherrschten „Bremer Friedensforum“ nahesteht.
    Siehe auch sein Leserbrief https://taz.de/!ku34035/

  2. Auch wenn ich dem Autor bezüglich Amnesty zustimme, möchte ich bezweifeln, dass die traditionell antizionistiscge Uno ausgerechnet unter russischem oder chinesischen Einfluss steht. Was Russland angeht, so sehe ich die USA im neuen great Game, das genau so dumm ist wie ehedem und China in Richtung Iran getrieben hat. Sewastopol aber ist eine russische Stadt und niemals wieder soll ein deutsches Kriegsschiff dort hinfahren.

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