Israelische Polizei räumt illegale Bauten in Sheikh Jarrah

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Arabische / Palästinensische Bewohner und Besetzer auf dem Dach des Hauses, das auf jüdischem Grund und Boden gebaut wurde und nun aufgrund eines Gerichtsbeschlusses von israelischen Sicherheitskräften geräumt werden soll. Jerusalem, 17. Januar 2022. Foto Shalev Shalom/TPS
Arabische / Palästinensische Bewohner und Besetzer auf dem Dach des Hauses, das auf jüdischem Grund und Boden gebaut wurde und nun aufgrund eines Gerichtsbeschlusses von israelischen Sicherheitskräften geräumt werden soll. Jerusalem, 17. Januar 2022. Foto Shalev Shalom/TPS
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Am Mittwochmorgen führte die israelische Polizei einen Räumungsbefehl für illegale Gebäude durch, die auf dem Gelände einer geplanten Förderschule, sowie sechs Kindergarten-Gruppen im Jerusalemer Stadtteil Sheikh Jarrah (Shimon Hatzadik) errichtet worden waren.

Die Räumung des Gebiets wurde von allen Gerichten, einschliesslich des Bezirksgerichts Jerusalem, genehmigt. Seit der Räumungsanordnung im Jahr 2017 wurden den Mitgliedern der Familie, die in den illegalen Gebäuden leben, unzählige Gelegenheiten geboten, das Land einvernehmlich zu übergeben. Diese weigerten sich jedoch laut einer Mitteilung der israelischen Polizei und der Stadtverwaltung von Jerusalem, selbst nach wiederholten Gesprächsversuchen durch die Behörden.

Die Räumung begann am Sonntag, dem 16. Januar 2022, und wurde am Mittwoch, dem 19. Januar 2022, in den frühen Morgenstunden fortgesetzt. Rund 18 Personen wurden wegen des Verdachts der Verletzung einer gerichtlichen Anordnung, der gewaltsamen Verschanzung und der Störung der öffentlichen Ordnung zur Befragung festgenommen.

Am Montag verbarrikadierte sich eine Person auf dem Dach des illegalen Hauses und drohte sich in die Luft zu sprengen, falls die Polizei versuchen sollte, ihn zu entfernen.

„Diese illegalen Gebäude verhinderten den Bau einer Schule, die den Kindern der gesamten Sheikh Jarrah-Gemeinde zugute kommt“, heisst es in einer Erklärung der Stadtverwaltung. „Die illegale Inbesitznahme von öffentlichem Raum durch die Familie verhinderte, dass Hunderte von Kindern mit besonderen Bedürfnissen aus dem Osten Jerusalems eine Bildungseinrichtung bekommen, die von der Gemeinde eingerichtet werden soll.“

Ungeachtet all dieser Tatsachen entsandte die Europäische Union Diplomaten an den Ort des Geschehens, um die illegalen Hausbesetzer zu unterstützen.

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