Fatah: Mansour Abbas wird im Mülleimer der Geschichte landen

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Der Vorsitzende der Vereinigten Arabischen Liste, Mansour Abbas. Foto IMAGO / UPI Photo
Der Vorsitzende der Vereinigten Arabischen Liste, Mansour Abbas. Foto IMAGO / UPI Photo
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Die Fatah-Bewegung unter Führung des Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmoud Abbas, hat am Mittwoch den Vorsitzenden der islamistischen Ra’am-Partei, Mansour Abbas, scharf kritisiert, nachdem dieser am Dienstag auf einer Konferenz sinngemäss gesagt hatte, Israel sei ein jüdischer Staat und werde dies auch bleiben. Die Ra’am- Partei, ein Koalitionspartner in der aktuellen israelischen Regierung, ist der politische Flügel der südlichen islamischen Bewegung, einer von der Muslimbruderschaft inspirierten Organisation.

In einer Erklärung stellte die Fatah fest, dass die „gefährlichen“ Äusserungen des Abgeordneten Mansour Abbas die historischen nationalen Rechte des palästinensischen Volkes verletzen und das zionistische Narrativ unterstützen, welches die palästinensische Geschichte verfälscht hat“.

Die Fatah warf MK Abbas vor, „rote Linien“ überschritten zu haben und sein Volk und seine nationalen Ziele im Stich zu lassen und sich in die Arme der Zionisten zu stürzen. Abbas vertrete nur sich selbst und sein Schicksal sei es, in den Mülleimer der Geschichte geworfen zu werden. Die palästinensische Öffentlichkeit in den Gebieten von 1948 (Israel) und darüber hinaus werde die Rechnung mit „diesem Ausgestossenen auf demokratische Weise begleichen“.

Der ehemalige Abgeordnete der Ra’am, Scheich Abdulmalik Dehamshe, stellte am Mittwoch klar, dass die Äusserungen von Abgeordneten Mansour Abbas, Israel sei ein jüdischer Staat, keine Änderung der Position der Islamischen Bewegung und der Ra’am-Partei darstellen.

In einem Interview mit dem arabischsprachigen Fernsehsender Hala TV sagte Dehamshe: “ Der Vorsitzende von Ra’am hat die Situation beschrieben, die seit 70 Jahren besteht, und das drückt nicht den Wunsch von Dr. Mansour (Abbas) und die Position der islamischen Bewegung aus … er hat vielmehr die Realität beschrieben, mit der wir es zu tun haben.“

Dehamshe fügte in einem spöttischen Ton hinzu: „Es wird gesagt, dass Dr. Mansour (Abbas) die jüdische Eigenschaft des Staates anerkannt hat … Nun, der Staat Israel wurde nicht legitimiert oder anerkannt, weder von der Welt, noch von den Palästinensern, noch von der arabischen und islamischen Nation, bis er von Dr. Mansour (Abbas) anerkannt wurde. Was hat Mansour Abbas gesagt? Dass sie (die Juden) diesen Staat für sie errichtet haben und dass sie wollen, dass er bleibt“.

Das PLO-Exekutivkomitee, das sich aus Vertretern mehrerer palästinensischer Fraktionen zusammensetzt, verurteilte die Äusserungen von Mansour Abbas aufs Schärfste und erklärte, sie spiegelten nicht die Ansichten der Palästinenser wider. Darüber hinaus warf der Ausschuss Mansour Abbas vor, „die Geschichte unseres Volkes, seinen Kampf und seine Opfer zu leugnen“.

Sogar Ali Abu Sarhan, ein Offizieller der Demokratischen Reformbewegung in der Fatah, die von dem im Exil lebenden Fatah-Aktivisten Mohammad Dahlan geleitet wird, beschuldigte den arabischen Abgeordneten, die Rechte des palästinensischen Volkes zu „opfern“, um dem „zionistischen Unternehmen“ zu dienen.

Die vom Iran unterstützte Terrororganisation Hamas erklärte ihrerseits, dass die Äusserungen von Mansour Abbas zum jüdischen Staat „eine eklatante Voreingenommenheit zugunsten des zionistischen Narrativs und einen klaren Verstoss gegen die Position des palästinensischen nationalen Konsenses darstellen“.

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