Israel: Zunahme von Attentaten durch Palästinenser

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Einsatz von israelischen Polizisten am Ort des Attentats im Jerusalemer Viertel Shimon HaTzadik (Sheik Jarach) am 8. Dezember 2021. Foto Shalev Shalom/TPS
Einsatz von israelischen Polizisten am Ort des Attentats im Jerusalemer Viertel Shimon HaTzadik (Sheik Jarach) am 8. Dezember 2021. Foto Shalev Shalom/TPS
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Eine Israelin wurde am Mittwoch verletzt, nachdem sie von einem 16-jährigen palästinensischen Mädchen im Jerusalemer Viertel Shimon HaTzadik (Sheikh Jarrah) niedergestochen wurde. Das Attentat ereignete sich, als die 26-jährige Frau ihre Kinder zur Schule brachte. Es handelt sich um den fünften Terroranschlag in den letzten zweieinhalb Wochen.

Die verletzte israelische Frau wurde in das Hadassah Mount Scopus Medical Center in Jerusalem gebracht, wo sich ihr ihr Zustand stabilisierte. Ihre Verletzungen wurden als leicht bis mittelschwer eingestuft.

„Wir brachten sie in einem ernsten, aber stabilen Zustand ins Krankenhaus. Auf dem Weg dorthin konnte sie mit uns kommunizieren. Die Kinder wurden nicht verletzt und blieben mit der Polizei am Unfallort“, sagten die Sanitäter von Magen David Adom gegenüber israelischen Medien.

Die Verdächtige flüchtete vom Tatort und wurde eine Stunde nach dem Angriff von der Polizei verhaftet, nachdem die ganze Gegend durchsucht worden war.

Bei der Verdächtigen handelt es sich um ein 16-jähriges Mädchen, deren Familie zu denen gehört, die von der Räumung ihrer Häuser in Shimon HaTzadik bedroht sind und die sich aktiv gegen die Räumungen wehrt, wie das israelische Online News Portal Walla berichtete.

Die Hamas kommentierte die Tat mit den Worten: „Die heldenhaften Aktionen im Westjordanland und in Jerusalem, zuletzt die Messerstecherei auf eine Siedlerin in Sheikh Jarrah, beweisen die Grösse unseres Volkes, dessen Widerstand nicht gebrochen werden kann“, berichtete die hebräischsprachige Nachrichtenseite Ynet.

Das Attentat ereignete sich nach fünf Terroranschlägen in den letzten zweieinhalb Wochen, die allesamt von Einzeltätern verübt wurden.

Der erste Anschlag dieser offensichtlichen Welle ereignete sich am 17. November, als der 16-jährige Amr Abu Assab zwei israelische Grenzpolizisten niederstach, bevor er von einem bewaffneten Zivilisten erschossen wurde.

Einige Tage später verübte das Hamas-Mitglied Fadi Abu Shkhaydam einen tödlichen Anschlag in der Jerusalemer Altstadt, bei dem der 26-jährige Eli Kay getötet und mehrere Personen verletzt wurden. Der Attentäter wurde von Beamten der Grenzpolizei erschossen.

Am selben Tag wurde ein 67-jähriger Mann mittelschwer verletzt, nachdem er von einem 18-jährigen Palästinenser aus dem Gebiet von Jenin im Westjordanland mehrfach in den Rücken gestochen worden war.

Ein weiterer Anschlag mit einem Messer wurde am 4. Dezember in der Nähe des Damaskustors in Jerusalem verübt. Ein israelischer Zivilist wurde dabei mittelschwer verletzt, der Angreifer wurde getötet.

Am 6. Dezember rammte ein 16-jähriger palästinensischer Jugendlicher mit einem gestohlenen Auto den Grenzübergang Te’enim in der Nähe der Stadt Tulkarm im Judäa und Samaria. Die Wachen an der Kreuzung eröffneten das Feuer und der Fahrer wurde dabei tödlich verletzt.

2 KOMMENTARE

  1. Und von all dem hört und sieht man kaum etwas in den deutschen Medien und wenn überhaupt, dann nur sekundenlang und auch nicht als Zusammenfassung, die diese Attentatswelle klarer erscheinen lassen würde.

  2. „… beweisen die Grösse unseres Volkes …“

    Im gewissen Sinn hat die Terrororganisation Hamas hier ausnahmsweise recht, diese Anschläge lassen tatsächlich einen fundierten Rückschluss auf die Größe ihres „Volkes“ zu. Dessen Quintessenz wird den Psychopathen aber auch wieder nicht gefallen.

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