Fussballclub Chelsea mit Preis gegen Antisemitismus geehrt

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Am 24. November 2021, während des Champions-League-Spiels zwischen Chelsea und Juventus Turin an der Stamford Bridge, überreichte eine Delegation der European Jewish Association den prestigeträchtigen King David Award 2021 an den Vorsitzenden des Chelsea Football Club, Bruce Buck. Foto European Jewish Association
Am 24. November 2021, während des Champions-League-Spiels zwischen Chelsea und Juventus Turin an der Stamford Bridge, überreichte eine Delegation der European Jewish Association den prestigeträchtigen King David Award 2021 an den Vorsitzenden des Chelsea Football Club, Bruce Buck. Foto European Jewish Association
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Der Londoner Fussballverein Chelsea FC ist mit dem diesjährigen King David Award gegen Antisemitismus ausgezeichnet worden. Der Club erhielt den Preis bereits am Dienstagabend im Vorfeld des Champions League Spiels gegen Juventus Turin im Londoner Stadion Stamford Bridge, wie die European Jewish Association (EJA) am Mittwoch mitteilte.

Massgeblich für die Auszeichnung war demnach die Kampagne „Nein zu Antisemitismus“, mit der der Verein seit 2018 für ein besseres Bewusstsein für Antisemitismus bei Spielern, Mitarbeitern und Fans beitrage. Das beinhalte auch die Zusammenarbeit mit internationalen und nationalen jüdischen Organisationen. Die Initiative geht auf den Clubeigentümer, den russisch-jüdischen Oligarchen Roman Abramowitsch, zurück.

Oberrabbiner Benjamin Jacobs, Oberrabbiner in den Niederlanden und Vorsitzender des Ausschusses zur Bekämpfung des Antisemitismus bei der European Jewish Association, sagte: „Das Chelsea-Modell sollte überall nachgeahmt werden. Wir wollen Ihnen Danke sagen. König David ist ein jüdischer Held. Chelsea ist jetzt ein Held für die jüdische Gemeinschaft. Wir sind stolz und erfreut, den König-David-Preis für das Jahr 2021 an den Fussballverein Chelsea zu verleihen, und wir danken Ihnen von ganzem Herzen für alles, was Sie getan haben.“

Die schlimmsten Beispiele antisemitischer Hetze fänden sich nicht selten in Fussballstadien, erklärte der EJA-Vorsitzende, Rabbi Menachem Margolin. Dagegen gehe Chelsea anders als viele andere jedoch aktiv vor. „Es ist wirklich beeindruckend, nicht nur die grosse Mühe zu sehen, die der Verein hier investiert, sondern auch den aufrichtigen Einsatz dafür, zuzuhören, zu handeln und so einen Unterschied zu machen“, so Margolin. Chelsea sei damit ein Vorbild „nicht nur für andere Fussballclubs, sondern für alle“.

KNA/jps/cdt/Aud

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