Die EU, Deutschland und die Teilung Jerusalems

Die EU und Deutschland versuchen die einzigartige gemeinsame jüdische, muslimische und christliche Identität Ostjerusalems zunichte zu machen

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Jahrestag der Wiedervereinigung Jerusalems im Sechstagekrieg 1967 am 15.06.2021. Foto IMAGO / ZUMA Wire
Jahrestag der Wiedervereinigung Jerusalems im Sechstagekrieg 1967 am 15.06.2021. Foto IMAGO / ZUMA Wire
Lesezeit: 3 Minuten

Die Entscheidung der Europäischen Union (EU) und Deutschlands, ein Programm zur Entwicklung des Tourismus in Ostjerusalem aufzulegen, ist in Wirklichkeit ein unverhohlener Versuch, Jerusalem zu spalten, indem sie unter dem Deckmantel der Förderung des Tourismus in Ostjerusalem politische Fakten schaffen.

von David Singer

Der deutsche Vertreter, Oliver Owcza, freute sich:

"Als Deutsche und Europäer schätzen wir einen qualitativ hochwertigen und lokal geprägten Tourismus. Wir sind daher zuversichtlich, dass dieses Projekt die Tourismusgemeinschaft vernetzen und neue Konzepte und Dienstleistungen unterstützen wird. Denn es wird zu mehr und besseren Arbeits- und Karrieremöglichkeiten beitragen."

Der Vertreter der Europäischen Union – Sven Kühn von Burgsdorff war jedoch nicht bestrebt das eigentliche Ziel des Konsortiums zu verbergen:

"Die Palästinenser in Ostjerusalem stehen täglich vor politischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen. Der Tourismus war schon immer eine der wichtigsten Einkommensquellen in der Stadt und hat dazu beigetragen, die palästinensische Präsenz und Identität der Stadt zu erhalten.

Unsere gemeinsame Arbeit als Europäer spiegelt einmal mehr die klare und einheitliche Position der EU und ihrer Mitgliedstaaten in Bezug auf Ostjerusalem wider. Für uns ist Ostjerusalem Teil der besetzten palästinensischen Gebiete, und der Status Jerusalems als künftige Hauptstadt der beiden Staaten sollte stets respektiert und geschützt werden“.

Worte sind von Bedeutung.

„Palästinenser in Ostjerusalem“, „palästinensisches Gebiet“ und „Aufrechterhaltung der palästinensischen Präsenz und Identität der Stadt“ schliessen jegliche Rechte aus, die Juden, nicht-arabische Christen und nicht-arabische Muslime in Ostjerusalem haben könnten – so die selbstgeschaffene Definition von „Palästinensern“ in Paragraph 6 der Charta der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) von 1964:

„Die Palästinenser sind die arabischen Bürger, die bis 1947 normal in Palästina gelebt haben, unabhängig davon, ob sie geblieben sind oder vertrieben wurden. Jedes Kind, das nach diesem Datum von einem palästinensischen Elternteil geboren wurde, ob in Palästina oder ausserhalb, ist ein Palästinenser“.

Diese ausschliesslich arabische Definition wurde in Artikel 5 der 1968 verabschiedeten neuen PLO-Charta wiederholt.

Jüdische Ansprüche in Ost-Jerusalem werden von der PLO in der PLO-Charta von 1964 ausdrücklich abgelehnt – und in den Falschaussagen von Artikel 20 der Charta von 1968 fast wortwörtlich wiederholt:

"Die Balfour-Erklärung, das Mandat für Palästina und alles, was sich darauf gründet, werden für null und nichtig erklärt. Behauptungen über historische oder religiöse Bindungen der Juden an Palästina sind unvereinbar mit den Tatsachen der Geschichte und der wahren Auffassung dessen, was Staatlichkeit ausmacht. Das Judentum ist eine Religion und keine unabhängige Nationalität. Die Juden bilden auch keine einzelne Nation mit einer eigenen Identität; sie sind Bürger der Staaten, denen sie angehören."

Die EU und Deutschland haben die einzigartige gemeinsame jüdische, muslimische und christliche Identität Ostjerusalems zunichte gemacht, die durch die jahrhundertelange Anwesenheit von Juden, Muslimen und Christen dort und die prägende und normative Rolle Ostjerusalems bei der Entwicklung dieser drei monotheistischen Religionen belegt ist.

Die Unterstützung der EU und Deutschlands für eine neu erfundene palästinensische Identität, mit der diese gemeinsame Identität ausgelöscht werden soll, ist abstossend und rassistisch.

Das einzige Mal in der Geschichte, dass Jerusalem jemals eine geteilte Stadt war, war zwischen 1950 und 1967, nachdem Ostjerusalem 1948 erobert und dann mit Transjordanien zu einer einzigen territorialen Einheit namens Jordanien vereinigt wurde.

Während dieser Zeit:

  • Wurde das jüdische Viertel in der Altstadt von Ost-Jerusalem zerstört und seine Bewohner vertrieben.
  • Wurden 58 Synagogen – einige davon Hunderte von Jahren alt – zerstört und ihr Inventar geplündert und geschändet.
  • Wurde der 2500 Jahre alte jüdische Friedhof auf dem Ölberg geplündert, Gräber geschändet, Tausende von Grabsteinen zertrümmert und als Baumaterial, Pflastersteine oder für Latrinen in Armeelagern der arabischen Legion verwendet.

Jerusalem darf nie wieder geteilt werden.

David Singer ist ein australischer Rechtsanwalt. Er gründete 1979 das Komitee „Jordanien ist Palästina“. Auf Englisch zuerst erschienen bei Arutz Sheva. Übersetzung Audiatur-Online.

1 KOMMENTAR

  1. Shalom,dies zeigt wieder einmal deutlich wie die Deuschen denken.Judenhass wird bei ihnen immer noch gross geschrieben.Volkskrankheit Nr. Wie die Schweizer auch. AM ISRAEL CHAI

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