Britischer Islamist: David Amess ist ermordet worden weil er „pro-israelisch“ war

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Anjem Choudary. Foto https://www.flickr.com/photos/snapperjack/ - https://www.flickr.com/photos/snapperjack/6005177156/, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19784992
Anjem Choudary. Foto https://www.flickr.com/photos/snapperjack/ - https://www.flickr.com/photos/snapperjack/6005177156/, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19784992
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Ein islamistischer Prediger aus England, der seit langem für seine Hassreden und seine Unterstützung des Terrorismus bekannt ist, löste am Samstag einen Sturm der Entrüstung aus, nachdem er angedeutet hatte, dass die Ermordung eines Parlamentsmitglieds gerechtfertigt sein könnte, weil er „pro-israelisch“ war.

Der Abgeordnete David Amess wurde am Freitag während eines Besuchs bei Wählern von einem Muslim somalischer Herkunft ermordet, der laut Behörden möglicherweise ein islamistisches Motiv hatte.

Die Daily Mail berichtete, dass Anjem Choudary – der ehemalige Anführer einer verbotenen islamistischen Gruppe namens Al-Muhajiroun, der von 2016 bis 2018 wegen Unterstützung des IS inhaftiert war – sagte: „Die Gerüchte besagen, dass Amess pro-Israel war.“

Auf die Frage, warum dies ein Problem sei, antwortete Choudary: „Viele Menschen glauben, dass Israel ein terroristischer Staat ist, und wer könnte schon ein Freund Israels sein, wenn man das Gemetzel sieht, das sie an Muslimen im Westjordanland und im Gazastreifen verübt haben und weiterhin mit der Aneignung von Grundstücken anrichten? Niemand, der bei klarem Verstand ist, würde einen solchen Staat unterstützen“.

Choudary, ein ausgebildeter Jurist, wies jedoch schnell darauf hin, dass er die Tötung von Menschen, geschweige denn eines Abgeordneten, in Grossbritannien natürlich nicht gutheisse.

Amess war ehrenamtlicher Sekretär der Conservative Friends of Israel und hatte sehr freundschaftliche Beziehungen zur jüdischen Community im Vereinigten Königreich.

Sir David Amess war auch den arabischen Ländern gegenüber freundlich gesinnt. Er war Vorsitzender der parteiübergreifenden parlamentarischen Gruppe für Katar und war vor kurzem von einem offiziellen Besuch in dem Golfstaat zurückgekehrt.

Professor Anthony Glees, ein Experte für Extremismus, sagte gestern Abend laut Daily Mail: „Das ist nicht nur empörend und widerwärtig, sondern das gesamte Motiv des Anschlags ist Sache der Polizei – nicht von Herrn Choudary. Mit dieser Äusserung setzt er dem Ganzen noch die Krone auf. Wie alle Radikalisierer, die einer Gehirnwäsche unterzogen wurden, wird er alles tun, um seine giftigen Äusserungen weiter zu verbreiten. Dies ist ein Versuch, andere zu radikalisieren. „

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