UNRWA angeblich wieder einmal kurz vor dem «finanziellen Kollaps»

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Mitarbeiter des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge (UNRWA) am 30. August 2021 in Dair Al Balah im Zentrum des Gazastreifens. Foto IMAGO / ZUMA Wire
Mitarbeiter des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge (UNRWA) am 30. August 2021 in Dair Al Balah im Zentrum des Gazastreifens. Foto IMAGO / ZUMA Wire
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Der Generalkommissar des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA), Philippe Lazzarini, warnte am Freitag, dass die Organisation aufgrund einer schweren Finanzierungskrise vor dem Zusammenbruch stehe, wie Nachrichtenagenturen berichteten.

„Die finanzielle Situation ist eine echte existenzielle Bedrohung für die Organisation“, sagte UNRWA-Generalkommissar Lazzarini vor den Medien. „Wir sollten das nicht unterschätzen, denn es könnte die Organisation dazu zwingen, ihre Dienstleistungen einzuschränken.“

Auf einer für Mitte November in Brüssel geplanten Geberkonferenz fordert der Schweizer UNRWA-Generalkommissar Lazzarini, 800 Millionen Dollar. UNRWA könnte „sehr schnell zusammenbrechen“, wenn die Mittel nicht mehr zur Verfügung stehen, so Lazzarini.

Lazzarini betonte, wie wichtig es sei, dass die Vereinigten Staaten die Hilfe für das Hilfswerk wieder aufnähmen (die Trump-Administration hatte die Mittel für das UNRWA 2018 gekürzt), erklärte jedoch, dass die US-Mittel die fehlenden Mittel aus anderen Quellen aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen von COVID-19 und des Rückgangs der arabischen Unterstützung nicht ausgleichen würden.

UNRWA-Chef verharmlost Antisemitismus seiner Mitarbeiter

Auf der Eröffnungssitzung des Beratenden Ausschusses von UNRWA im Juni 2021 wies UNRWA-Generalkommissar Philippe Lazzarini die berechtigte Kritik an der Organisation bezüglich der Hetze und des Antisemitismus von Mitarbeitern als „irrational und inakzeptabel“ zurück, anstatt die Vorwürfe zuzulassen.

Lazarini sagte:

„Wir sind uns des hochpolitischen und politisierten Umfelds bewusst, in dem UNRWA tätig ist, aber es ist nicht hinnehmbar, dass uns ständig irrationale Anschuldigungen wie Aufstachelung zur Gewalt oder Antisemitismus vorgeworfen werden. Das Hilfswerk toleriert keinerlei Aufwiegelung, Hass oder Diskriminierung in irgendeiner Form.“

Den vollständigen Text von Lazzarini finden Sie hier.

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