Auschwitz-Komitee kritisiert Umgang mit der Partei Dritter Weg

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Teilnehmer einer Kundgebung der Partei
Teilnehmer einer Kundgebung der Partei "III. Weg" in Hohenschönhausen, Berlin im Oktober 2020. Foto IMAGO / Christian Spicker
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Eine „schlafmützige Haltung“ sieht das Internationale Auschwitz Komitee im Umgang mit der Partei Der Dritte Weg. Es sei „mehr als deutlich“, dass sie in direkter Nachfolge der NSDAP stehe, sagte der Exekutiv-Vizepräsident des Komitees, Christoph Heubner, am Mittwoch in Berlin. Immer wieder propagiere die Partei Antisemitismus, Rassenhass und eine Abschaffung der Demokratie.

Deutschland tue sich schwer „mit ausgesprochenen Hardcore-Nazis“, kritisierte Heubner. „Längst hätte ein Verbot gegenüber dieser Gruppe initiiert werden müssen. Es ist skandalös, dass sich in Deutschland wieder lupenreine Nationalsozialisten in Politik und Gesellschaft tummeln, als gehörten sie zum demokratischen Spektrum hinzu.“ Die 2013 von völkischen Nationalisten gegründete Partei steht bei der Bundestagswahl als eine von 47 Parteien zur Wahl.

In Bayern und Thüringen sei der Dritte Weg durch Gewaltexzesse bereits zu einem „Schreckgespenst“ geworden, sagte Heubner weiter. Zuletzt hätten dessen Vertreter in Sachsen auf Wahlplakaten zum Mord an Grünen-Politikern und -Wählern aufgerufen.

KNA/pko

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