Jüdische Feiertage: Hohe Polizeipräsenz und Grenzschliessungen

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Israelische Polizei in der Jerusalemer Altstadt. Foto Maayan Berrebi/TPS
Israelische Polizei in der Jerusalemer Altstadt. Foto Maayan Berrebi/TPS
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Die israelische Polizei sowie der Rettungsdienst „Magen David Adom“ werden mit tausenden zusätzlichen Kräften zum jüdischen Neujahrsfest „Rosch Haschana“ in Jerusalem im Einsatz sein. Zu dem Fest, das den Auftakt zum jüdischen Festmonat Tischri macht, werden zehntausende Besucher in Jerusalem erwartet, berichtete die Lokalzeitung „Kol HaIr“ am Montag. Rosch Haschana beginnt am Montagabend mit Sonnenuntergang.

Schwerpunkt der Sondereinsätze sind demnach die Jerusalemer Altstadt mit der Klagemauer sowie Synagogen, Parks und andere Orte mit potenziell vielen Besuchern. Sie sind aufgefordert, sich an die Anweisungen der Einsatzkräfte zu halten. Um die Altstadt soll der Privatverkehr eingeschränkt werden. Die Stadt hatte zuvor angekündigt, die Fahrpläne der Buslinien zur Klagemauer bis zum 26. September auch auf die Nachtstunden auszudehnen.

In den Monat Tischri fallen auch der höchste jüdische Feiertag, der Versöhnungstag Jom Kippur (Vorabend des 16. Septembers), sowie das 8-tägige Laubhüttenfest (Sukkot) und das Fest der Thora-Freude (Simchat Thora). Die Zeit zwischen Rosch Haschana und Jom Kippur ist geprägt durch die traditionellen Vergebungsgebete (Slichot), die nachts bis zum Morgengrauen gebetet werden. Zentrales Thema sind die dreizehn Gnadeneigenschaften Gottes. Die Gebete sollen den Gläubigen bei der Umkehr helfen.

Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie ist die Zahl der Beter an der Klagemauer auch in diesem Jahr begrenzt worden. Maximal 8.000 Juden sollen an der heiligsten Stätte gleichzeitig beten dürfen.

Die Armee kündigte laut örtlichen Medienberichten von Sonntag an, einige Grenzübergänge aus Sicherheitsgründen zu den hohen jüdischen Feiertagen zu schliessen. Die erste Schliessung tritt am Montagnachmittag in Kraft und dauert bis Mittwochmitternacht.

KNA/akr/cdt/Aud

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