Bericht: Nordkorea und Iran unterstützten Hisbollah beim Bau eines gigantischen Tunnelsystems

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Die Tunnelroute der Hisbollah im Südlibanon. Foto Screenshot Bericht Alma Research and Education Center
Die Tunnelroute der Hisbollah im Südlibanon. Foto Screenshot Bericht Alma Research and Education Center
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Einem neuen Bericht des Forschungszentrums ALMA zufolge verfügt die Hisbollah über ein gross angelegtes überregionales Tunnelnetz, das sich über den gesamten Libanon erstreckt und dem Transport von Truppen und Waffen dient.

Dem Bericht zufolge hat die Hisbollah einen 45 km langen Tunnel gebaut, der das Gebiet östlich der Küstenstadt Saida mit den südlichen Bergregionen Jezzine und Rihan sowie dem Beqaa-Tal im Landesinneren verbindet.

Laut dem Bericht mit dem Titel Land der Tunnels, verfasst von israelischen Major (a.D.) Tal Beeri, begann die Hisbollah ihr Tunnelprojekt nach dem Zweiten Libanonkrieg im Jahr 2006 mit Hilfe der Nordkoreaner und Iraner und „ist viel grösser als das Metro-Projekt der Hamas im Gaza-Streifen“.

Das Alma Forschungs- und Bildungszentrum ALMA, das sich mit Sicherheitsfragen an der Nordfront Israels befasst, schreibt in seinem Bericht, dass die Tunnel „Hunderten von voll ausgerüsteten Kämpfern die Möglichkeit bieten, sich heimlich und schnell unterirdisch zu bewegen“.

Die Tunnel sind so gross, dass sie auch von Motorrädern, ATVs (Geländewagen) und anderen kleinen Fahrzeugen befahren werden können, damit die Truppen „zur Verstärkung von Verteidigungsstellungen oder zur Durchführung eines Angriffs auf sichere, geschützte und unsichtbare Weise“ von Ort zu Ort manövrieren können.

Wie bei der Hamas befinden sich in den Tunneln unterirdische Kommando- und Kontrollräume, Waffen- und Nachschubdepots, Feldkliniken und bestimmte Schächte, die zum Abschuss von Raketen aller Art (Raketen, Boden-Boden-Raketen, Panzerabwehrraketen und Flugabwehrraketen) dienen.

Major Beeri berichtet, dass die Tunnel auch für Artillerieangriffe genutzt werden, wobei sich die Schächte für kurze Zeit öffnen und dann wieder schliessen. «Diese Schächte sind versteckt und getarnt und können oberirdisch nicht entdeckt werden» so Beeri.

In dem Bericht heisst es weiter, dass der Bau von der Dschihad-Baustiftung der Hisbollah durchgeführt wurde, die in Wirklichkeit ein Zweig der 1988 gegründeten iranischen Dschihad-Baustiftung ist.

Die Dschihad-Baustiftung nutzte zivile Unternehmen als Deckung für den Bau der Tunnel. Eines der Unternehmen, das im Verdacht steht, in den Bau und die zivile Verschleierung verwickelt zu sein, ist die ‚Bekaa Building and Contracting Company‘, die früher als ‚Iranische Behörde für den Wiederaufbau des Libanon‘ bekannt war“, heisst es in dem Bericht weiter.

Dem Bericht zufolge wurde das Tunnelnetz der Hisbollah mit Unterstützung eines nordkoreanischen Unternehmens namens „Korea Mining Development Trading Corporation“ gebaut, das sich auf die Entwicklung unterirdischer Infrastrukturen spezialisiert hat.

Nach weiteren Informationen, die im Rahmen der Recherchen ermittelt wurden, hat das nordkoreanische Unternehmen KOMID mit der Hisbollah einen Vertrag im Wert von 13 Millionen Dollar über die Lieferung von Baumaterialien für den Bau von Tunneln und über die Weitergabe nordkoreanischer Ingenieurtechnik an die „Jihad Construction Foundation“ der Hisbollah unterzeichnet.

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