Historischer Besuch des Botschafters der Vereinigten Arabischen Emirate bei der jüdischen Gemeinde in Antwerpen

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Botschafter Mohamed Abushahab in der Mitte. Der belgische Parlamentarier Michael Freilich ganz rechts. Foto zVg
Botschafter Mohamed Abushahab in der Mitte. Der belgische Parlamentarier Michael Freilich ganz rechts. Foto zVg
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Als Zeichen der sich anbahnenden Beziehungen im Nahen Osten und darüber hinaus besuchte der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate für Belgien und die Europäische Union am Montag die belgische jüdische Gemeinde.

Botschafter Mohamed Abushahab wurde vom Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde und belgischen Parlamentsabgeordneten Michael Freilich eingeladen eine Reihe einzigartiger jüdischer Einrichtungen im „Jerusalem des Nordens“, der Stadt Antwerpen zu besuchen.

„Das Abraham-Abkommen, welches im letzten Jahr zwischen Israel und einer Reihe von arabischen Staaten unterzeichnet wurde, wird nicht nur Auswirkungen auf den Nahen Osten haben, sondern auch engere Verbindungen zwischen diesen Nationen und den jüdischen Gemeinden auf der ganzen Welt fördern. Die Tatsache, dass nun auch in Dubai und anderswo koschere Speisen angeboten werden, bedeutet auch, dass die Vereinigten Arabischen Emirate mit einem Zuwachs an jüdischen Besuchern – Touristen und Geschäftsleuten – aus der ganzen Welt rechnen können. Dies ist ein wichtiger Meilenstein.“ so der belgische Parlamentsabgeordnete Freilich gegenüber den Medien.

Während seines Besuchs traf Botschafter Abushahab verschiedene leitende Persönlichkeiten, darunter die des Forums jüdischer Organisationen, der Gemeinden Machsike und Shomre Hadas, der Belzer Chassidim und Hatzoloh.

Botschafter Abushahab erklärte: „Ich habe mich sehr gefreut, mit Mitgliedern der jüdischen Gemeinde Antwerpens zusammenzutreffen. Die Vereinigten Arabischen Emirate werden sich weiterhin für religiöse Toleranz und den interreligiösen Dialog im In- und Ausland einsetzen, und mein Besuch in Antwerpen stand im Zeichen des Aufbaus stärkerer Bindungen mit der alten jüdischen Gemeinde Antwerpens.“

Der Besuch begann mit einem Rundgang durch die Romi-Goldmuntz-Synagoge, gefolgt von einer Kranzniederlegung und einer Schweigeminute vor dem Holocaust-Mahnmal, das an die mehr als 25.000 Juden erinnert, die während des Zweiten Weltkriegs aus Belgien deportiert wurden. In der Synagoge von Belz erhielt der Botschafter weitere Informationen über jüdische Bräuche wie die der täglichen Gebete. Anschliessend gab es ein traditionelles koscheres & Halal-Mittagessen in dem berühmten Restaurant Hoffy’s. Das letzte Treffen des Tages war ein Besuch in den Büros von Machsikei Hadas, wo der Botschafter Themen diskutierte, die sowohl für gläubige Juden als auch für Muslime in Bezug auf ihre Traditionen und die Notwendigkeit des Schutzes der Religionsfreiheit für alle von Bedeutung sind.

„Dank der freundlichen Einladung von Michael Freilich hatte ich die Gelegenheit, nicht nur einen konstruktiven Dialog mit der jüdischen Gemeinde von Antwerpen zu führen, sondern auch das Holocaust-Mahnmal der Stadt zu besuchen. Das Gedenken an die schwersten Verbrechen der Geschichte ist wichtig im Kampf gegen Diskriminierung, Hass und Extremismus. Durch den interreligiösen Dialog können wir helfen, eine Kultur des Friedens zu entwickeln.“ so Botschafter Abushahab zum Abschluss sein Besuches.

Michael Freilich ergänzte: „Die Vereinigten Arabischen Emirate haben vor ein paar Monaten eine erste digitale Gedenkveranstaltung zum Holocaust abgehalten, ich bin froh, dass wir die Erinnerung an diejenigen, die uns genommen wurden, fortsetzen konnten. Dieser Moment kann auch ein Beispiel sein, um Antisemitismus entgegenzuwirken und zu zeigen, dass Freundschaft und gegenseitiger Respekt füreinander zwischen Juden und Muslimen möglich ist“.

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