Steinmeier zeichnet vier Prominente in Israel aus

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei seiner Rede in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Foto Yad Vashem
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei seiner Rede in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem im vergangenen Jahr. Foto Yad Vashem
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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Mittwochabend bei seinem Besuch in Israel vier Prominenten den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Mit der Auszeichnung sollten die Holocaust-Überlebende Regina Steinitz, der Schriftsteller David Grossman, die Künstlerin Michal Rovner und der ehemalige Leiter der Gedenkstätte Yad Vashem, Avner Shalev, für ihre Leistungen um die deutsch-israelischen Beziehungen geehrt werden, wie es hiess.

Steinmeier besucht Israel bis Freitag mit seiner Frau Elke Büdenbender. Begleitet wird der Bundespräsident unter anderen vom Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, dem Moderator und Schauspieler Daniel Donskoy, der Leiterin des Jüdischen Museums Berlin, Hetty Berg, dem Frankfurter CDU-Politiker Uwe Becker und der Vorstandsvorsitzenden der Friede Springer Stiftung, Friede Springer.

Der Bundespräsident will sich demnach auf der Reise vom scheidenden israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin verabschieden und auch dessen gewählten Nachfolger Isaac Herzog treffen. Die Reise solle Gelegenheit geben, den politischen Austausch zur aktuellen Lage in der Region mit der neuen israelischen Regierung zu vertiefen.

Steinmeier betonte in seiner Rede bei der Verleihung, dass der Kampf gegen Antisemitismus nicht aufhören dürfe. „Wir müssen ihn weiter bekämpfen, wo immer er sein hässliches Haupt erhebt – niemals dürfen wir vergessen!“, forderte der Bundespräsident.

Juden würden heute auf den Strassen Deutschlands und überall auf der Welt beinahe täglich angegriffen werden, oft schon deshalb, weil sie einen Davidstern oder eine Kippa trügen. Auch benötigten Synagogen in Deutschland und weltweit weiterhin Polizeischutz. Es dürfe „für uns Deutsche“ niemals zum leeren Ritual werden, an die Schoah zu erinnern, den Antisemitismus zu bekämpfen, an der Seite Israels zu stehen „und unser immer wieder erneuertes Bekenntnis niemals zu vergessen“, so Steinmeier.

KNA/wil/pko

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