Wo bleibt die Gerechtigkeit für das jüdische Volk?

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In der westlichen Berichterstattung kaum zu sehen - Raketenabschüsse durch Terroristen in Gaza. Foto PD
In der westlichen Berichterstattung kaum zu sehen - Raketenabschüsse durch Terroristen in Gaza. Foto PD
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Martin Luther King sagte einmal, „der Bogen“ des „moralischen Universums“ sei lang, aber schliesslich „biegt er sich in Richtung Gerechtigkeit.“ Was die uneingeschränkte Akzeptanz und Sicherheit der Juden betrifft, so hat sie lange auf sich warten lassen und ist auch in nächster Zeit nicht zu erwarten.

Von Bruce Portnoy

Dies wurde in dem jüngsten militärischen Showdown zwischen Israel und Hamas und den darauffolgenden Ereignissen in der ganzen Welt auf dramatische Weise demonstriert. Das oberflächliche Auseinandersetzung mit dem Wie und Warum des Konflikts wird zweifellos weitgehend ungebremst weitergehen.

Die Faszination der Hamas für befestigte Untergrundtunnels hätte Israel schon lange vor der Entfesselung von etwa 4.000 Raketen, die angeblich in bewohnten Gebieten des Gazastreifens, in der Nähe von Schulen, Krankenhäusern, Gotteshäusern usw. stationiert waren, einen Hinweis auf ihre Absichten geben müssen.

Jedes abgeschossene Projektil besass Sprengköpfe aus konventionellem, aber dennoch tödlichem Sprengstoff. Jede Rakete zielt auf israelische Zivilisten, um möglichst viele Opfer sowie materielle Verluste zu verursachen. Jede Rakete flösst jüdischen Kindern, die das daraus resultierende Trauma zweifellos für den Rest ihres Lebens mit sich tragen werden, grösstmögliche Angst ein. Alle Bemühungen der Hamas sind darauf ausgerichtet, die israelische Entschlossenheit zu brechen.

Doch für all diese skrupellosen Aktionen, die sich gegen Juden richten, gab es nur eine relativ laue Reaktion der Welt. Im Gegensatz dazu sagte die Hamas in Gaza, dass palästinensische Kinder, die bei den Kämpfen starben, von Israel ermordet wurden. Die ganze Zeit über lenkte sie die Aufmerksamkeit von ihrem moralischen Versagen ab, nachdem sie Vorwarnungen über die israelische Reaktion erhalten hatte, die darauf abzielen würde, mutmassliche Raketenabschussbasen und Munitionslager zu neutralisieren.

Ebenfalls mutmasslich von der Hamas choreografiert waren Bilder von machtlosen Zivilisten in Gaza, die angeblich an einer Umsiedlung gehindert werden und damit ihr Schicksal besiegeln. Die im Fernsehen gezeigten Szenen von blutigen palästinensischen Kinderkörpern entflammten die Gemüter der Zuschauer auf der ganzen Welt und lenkten die Schuld von der Hamas ab.

Da von Israels Bodentruppen erwartet werden konnte, dass sie nicht eingreifen, solange sie nicht direkt angegriffen werden, hielt sich die Hamas geschickt mit militärischen Aktionen zurück, was den weinenden und wütenden Palästinensern die Möglichkeit gab, der Welt die Schmerzen ihrer Verluste zu verkünden und wer ihrer Meinung nach dafür verantwortlich war. Dies befeuerte die Emotionen innerhalb der Region und im Ausland weiter.

Die Palästinenser ausserhalb des Gazastreifens nahmen all dies und andere widrige Ereignisse innerhalb Jerusalems als Rechtfertigung für schamlose Angriffe gegen jüdische Zivilisten, mit denen Muslime zuvor friedlich in gemischten Gemeinschaften zusammengelebt hatten, wobei sie sich immer als Opfer und Juden als Provokateure darstellten.

Es kamen Fragen auf bezüglich der nachweislichen palästinensischen Bemühungen, Infrastruktur, Schulen, Krankenhäuser, Bauernhöfe, Strassen und Geschäfte zu bauen, in der Erwartung, einen lebensfähigen eigenen palästinensischen Staat neben Israel zu errichten.

Eine Antwort wurde in Form einer Frage formuliert: Warum all diese Arbeit machen, wenn die israelische Entschlossenheit irgendwann nachlassen und sie kapitulieren werden? Dann werden all die Infrastruktur und die Schätze, die Israel über die Jahre angehäuft hat, der Hamas zur Übernahme überlassen – eine Wiederholung des Abzugs von Gaza.

In der Zwischenzeit werden Gelder aus Israel und dem Ausland sie unterstützen. Die Welt kann sich immer darauf verlassen, dass die Juden, der immerwährende Sündenbock, für alles Böse in ihr verantwortlich gemacht werden. Diese Dunkelheit verewigt das, was ein nicht endender Kreislauf der Brutalität zu sein scheint, dem es an sinnvollem Widerstand oder zumindest an akzeptablen Kompromissen fehlt. Sie wird sich in einer Welt fortsetzen, die sich – statt in Richtung Gerechtigkeit –  zum Unheiligen, Gottlosen und Profanen neigt.

Bruce Portnoy ist Autor des geopolitischen Thrillers First the ‚Saturday People‘, and then the…“ und schreibt für The Miami Herald, The Washington Examiner, die Jerusalem Post, American Thinker und andere Medien. Auf Englisch zuerst erschienen bei Jerusalem Post. Übersetzung und Redaktion Audiatur-Online.

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