Unveröffentlichter EU-Bericht: Palästinensische Schulbücher enthalten Antisemitismus und Judenhass

Lesezeit: 2 Minuten

Ein unveröffentlichter Bericht der Europäischen Union über palästinensische Schulbücher belegt, dass der palästinensische Lehrplan antisemitische Inhalte, Anstiftung zur Gewalt und Delegitimierung Israels enthält.

Die deutsche BILD-Zeitung veröffentlichte am Dienstag Ergebnisse aus dem Bericht und stellte die Frage, warum sie nie veröffentlicht wurden. Laut BILD wurde der Bericht 2019 von der damaligen EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini in Auftrag gegeben und überprüfte Unterrichtsanweisungen des palästinensischen Bildungsministeriums aus den Jahren 2017 bis 2020.

Der Bericht, der vom deutschen Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung verfasst wurde, ist auch vom Institute for Monitoring Peace and Cultural Tolerance in School Education (IMPACT-se) eingesehen worden, einer israelischen Nichtregierungsorganisation, die schon früher auf ähnliche hasserfüllte Inhalte in palästinensischen Schulbüchern aufmerksam gemacht hat.

Laut IMPACT-se fand das Institut in Schulbüchern die „häufige Verwendung negativer Zuschreibungen in Bezug auf das jüdische Volk, z. B. in Schulbuchaufgaben, die eine bewusste Aufrechterhaltung antijüdischer Vorurteile nahelegen.“ Es wurde sogar ein Schulbuchkapitel entdeckt, welches „die Botschaft vermittelt, dass die Juden als Kollektiv gefährlich und trügerisch sind, und sie dämonisiert. Es erzeugt Gefühle des Hasses gegenüber Juden.“

Ausschnitt aus dem palästinensischen Schulbuch für Wissenschaft und Leben, Bd. 1, Klasse 8, 2020, S. 52. Foto IMPACT-se

Das untersuchte Material enthielt auch Darstellungen in Bezug auf israelische Kriegsführung, die „dazu tendieren, den israelischen Gegner zu entmenschlichen; gelegentlich mit dem Vorwurf der Bosheit oder Vertuschung.“ Wenn es um gewalttätige Aktionen von Palästinensern gegen Israel geht, werden diese in den Schulbüchern als Teil eines „heroischen Kampfes“ gegen den jüdischen Staat bezeichnet; im Allgemeinen werden die israelischen Protagonisten in den Darstellungen der Gewalt als „eine homogene Einheit, die meist als „(zionistische) Besatzung“ oder ähnlichen Zuschreibungen, dargestellt.

„Dieser noch unveröffentlichte EU-Bericht über palästinensische Schulbücher ist eine vernichtende Anklage gegen die Palästinensische Autonomiebehörde, die systematisch und zielgerichtet Antisemitismus, Hass und Aufstachelung zur Gewalt in ihre Schulbücher einbaut“, sagte Marcus Sheff, Geschäftsführer von IMPACT-se, gegenüber der Nachrichtenagentur Jewish News Syndicate (JNS).

Jörg Rensmann, Programmdirektor des Mideast Freedom Forum Berlin, erklärt dazu: „Diese gegen ein friedliches Miteinander gerichtete Erziehung steht einer demokratischen Pädagogik in der Palästinensischen Autonomiebehörde entgegen. Sie spielt eine wichtige Rolle für das palästinensische nationale Narrativ und ist im Zusammenhang mit den finanziellen Anreizen für Terror seitens der Palästinensischen Autonomiebehörde ein entscheidendes Hindernis für jeden Ausgleich mit Israel.“

Die Ergebnisse der Studie weisen einen eindeutigen Befund auf. Seit langem werden palästinensische Kinder und Jugendliche systematisch indoktriniert und in Schulen der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) und der UNRWA, der für Palästinenser zuständigen UN-Flüchtlingsorganisation, zu Hass und Gewalt gegen Juden erzogen. Terroristen werden zu Rollenvorbildern stilisiert, so das Mideast Freedom Forum Berlin.

Wann die EU-Kommission den Bericht veröffentlichen wird, ist laut dem Bericht der BILD-Zeitung noch unklar. 

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2 KOMMENTARE

  1. Anti-Semitismus in muslimischen Bücher ? Sicher Nicht!
    Sie sind selbst die echten Semiten; Aber anti Judaismus und Judenhass sicherlich…und gross! Enorm…!
    Stop mit dem Trotteln Wort von der Ignoramus Wilhelm Maar…

  2. Dazu braucht man nicht ausgerechnet die BILD, um das festzustellen …
    Im übrigen verbreiten auch die öffentlich-rechtlichen Medien Antisemitismus, sie machens natürlich nicht so plump und mißbrauchen z. B. den „Nahost-Konflikt“ dafür.

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