Italien: Polizei ermittelt gegen antisemitische Gruppe die Anschläge plante

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Die italienische Polizei hat am Montag mehrere Verdächtige ermittelt, die unter anderem zu antisemitischen Taten aufgestachelt haben sollen. 

Die Organisation, die intern «Ordine Ario Romano» genannt wurde, bestand aus Personen im Alter zwischen 26 und 62 Jahren, die sich laut der Polizei «der Veröffentlichung von Schriften, Videos und Bildern mit rassistischem und diskriminierendem Inhalt in sozialen Netzwerken widmeten, die nationalsozialistisch und antisemitisch inspiriert waren, sowie mit Verschwörungstheorien gegen das jüdische Volk in Verbindung standen».

Die Zerschlagung der Gruppe ist das Ergebnis einer Untersuchung, die vom Raggruppamento Operativo Speciale (ROS) mit Unterstützung der Carabinieri-Provinzkommandos von Cagliari, Cosenza, Frosinone, Latina, L’Aquila, Mailand, Rom und Sassari durchgeführt wurde. Den insgesamt zwölf Verdächtigen werden Verbrechen wegen der Vereinigung mit dem Ziel der Propaganda und der Rassenhetze vorgeworfen. Die Ermittlungen, die im November 2019 begannen, sind Teil einer breiteren Strategie zur Bekämpfung extremistischer Phänomene welche die Staatsanwaltschaft von Rom mit Hilfe der ROS-Anti-Kriminalitätsabteilung der Hauptstadt durchführt, heisst es im Corriere della Sera.

Im Zusammenhang mit den Verdächtigen gab es auch eine Whatsapp-Gruppe namens „Judenfreie Liga (Oar)“, die zu gewalttätigen Aktionen gegen Juden aufrief. Die Gruppierung soll ausserdem auch einen Anschlag auf eine Nato-Einrichtung geplant haben – allerdings sei die Planung nur im „Anfangsstadium“ gewesen, wie die Polizei am Montag in Rom mitteilte.

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