Israel: Scheidender Präsident Rivlin beglückwünscht Nachfolger Herzog

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Präsident Reuven Rivlin mit seinem Nachfolger Issac Herzog und Herzogs Frau Michal. Foto Kobi Gideon / GPO
Präsident Reuven Rivlin mit seinem Nachfolger Issac Herzog und Herzogs Frau Michal. Foto Kobi Gideon / GPO
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Israels scheidender Staatspräsident Reuven Rivlin hat seinem Nachfolger Jitzchak Herzog zur Wahl gratuliert. „Der Titel ‚erster Bürger‘ und die Aufgabe, den Charakter des Staates Israels zu bewahren, sind besonders zu dieser Zeit schwere Verantwortungen“, sagte er laut Mitteilung aus dem Präsidialamt in einem Telefongespräch mit Herzog am Mittwoch.

Er gebe den Stab im kommenden Monat stolz an Herzog weiter, der diese Verantwortung „ohne Zweifel hervorragend tragen“ werde. Israel habe einen Körper und eine Seele, so Rivlin. Während das Parlament, wie zuletzt gesehen, ein „Ort der Auseinandersetzung“ sei, sei die Präsidentenresidenz „ein Ort des Diskurses, der Partnerschaft und der Staatlichkeit“. Als „zusätzliche Seele der Demokratie“ müsse das Haus des Präsidenten ein Heim für alle Menschen Israels mit offenen Türen und Ohren für alle Partner sein.

Auch die staatliche Einwanderungsorganisation „Jewish Agency for Israel“, der Herzog seit 2018 vorsteht, gratulierte dem Neugewählten. Herzog habe ein „aussergewöhnliches Engagement für Israel und das Weltjudentum“ gezeigt und sich mit enormem Einsatz für die Einheit des jüdischen Volkes sowie den Kampf gegen Antisemitismus stark gemacht, heisst es in einer Stellungnahme von Mittwoch.

Die Konferenz der Europäischen Rabbiner begrüsste die Wahl Herzogs. „Als Sohn des verstorbenen israelischen Staatspräsidenten Haim Herzog und als erfahrener Diplomat und politischer Führer hoffen und beten wir, dass er die Botschaft der Einheit für das israelische und jüdische Volk weitertragen wird“, so der Präsident der Konferenz und Moskauer Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt in einer am Mittwoch verbreiteten Stellungnahme. Man wolle den Dialog mit ihm über die Beziehungen zwischen Israel und der Diaspora sowie die Einheit des jüdischen Volkes fortsetzen.

Das israelische Parlament (Knesset) hatte Herzog am Mittwoch in geheimer Abstimmung zum elften Präsidenten des Landes und Nachfolger von Reuven Rivlin gewählt, dessen Amtszeit am 9. Juli endet. Er setzte sich mit 87 Stimmen gegen die Mitbewerberin, Israelpreis-Trägerin Miriam Peretz durch, die 27 der 120 Stimmen erhielt.

KNA/akr/iki