Nahost-Konflikt: „Fridays for Future“ weiter in der Kritik

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Symbolbild. Fahrrad-Demo für das 1,5 Grad Ziel in München. Foto IMAGO / Alexander Pohl
Symbolbild. Fahrrad-Demo für das 1,5 Grad Ziel in München. Foto IMAGO / Alexander Pohl
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Der Antisemitismusbeauftragte des Landes Baden-Württemberg, Michael Blume, sieht Äusserungen der internationalen „Fridays for Future“-Bewegung (FFF) zum Nahost-Konflikt kritisch. „Hier zeigt eine Klimaschutzbewegung nur Interesse, wenn es gegen Juden geht“, sagte Blume dem Portal watson.de am Montag. So hatte FFF palästinensische Tote auf Twitter als „Märtyrer“ bezeichnet.

Auch werde das Existenzrecht Israels bestritten, sagte Blume. „Der Thread von Fridays for Future ist extrem einseitig anti-israelisch und enthält viel Antisemitismus.“ Dass sich die deutsche Sektion von diesen Äusserungen ausdrücklich distanziert habe, sei „ein guter Anfang“. Es brauche jedoch eine Aufarbeitung dieser Haltung in den eigenen Reihen. Blume: „Wir werden auch jetzt wieder sehen, wer Antisemitismus nur bei anderen bekämpfen will – oder auch im eigenen Milieu dagegen vorgeht.“

Ähnlich hatten sich zuvor die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München, Charlotte Knobloch, und die stellvertretende CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Gitta Connemann geäussert. Der jüdische Staat werde „völlig verzerrt dargestellt und mit bekannten antisemitischen Klischees dämonisiert“, sagte Knobloch der „Bild“-Zeitung (Freitag). Zugleich werde „palästinensischer Terrorismus gegen Zivilisten auf ganzer Linie verharmlost“, so die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland. Connemann mahnte, FFF beeinflusse eine ganze Generation.

KNA/pko/sky

1 KOMMENTAR

  1. Diese Gutmenschen geben sich menschenfreundlich, treten vermeintlich für Frauen- und Homosexuellenrechte ein.
    Solange es nicht um Frauen und Homosexuelle in Gaza, Westbank, Iran und bestimmte Straßenzüge in Deutschland geht.
    Da halten diese Gutmenschen sich wohl die Ohren, Augen und Nase zu.
    Ich kannte auch so einen veganen Greenpeace-Anhänger:
    Mit der Zeit viel mir dann doch dessen Doppelmoral und das ständige egoistische Ausnutzen seiner „Freunde“, Bekannten, Kommilitonen und Nachbarn auf.

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