Khomeinismus ist untrennbar mit Antisemitismus verbunden

Lesezeit: 3 Minuten

Der Khomeinismus, die Ideologie der Islamischen Republik Iran, umfasst die radikalen Ideen ihres Gründervaters Ayatollah Khomeini. Antisemitismus ist ein zentraler Bestandteil dieser Ideologie und das Regime hat wiederholt damit gedroht, den jüdischen Staat auszulöschen. Erst am 7. März 2021 behauptete der iranische Verteidigungsminister Amir Hatami, Teheran sei in der Lage, «Tel Aviv und Haifa in Asche zu legen.»

von Erfan Fard

Mit der Übernahme der Ideologie von Ayatollah Ruhollah Mustafavi Khomeini bei ihrer Gründung im Jahr 1979 ersetzte die Islamische Republik Iran die Jahrtausende alte Monarchie des Landes durch eine radikal schiitische Theokratie. Das Regime hat immer offen seinen Antisemitismus zum Ausdruck gebracht, der nicht beseitigt werden kann, da er untrennbar mit dem khomeinistischen Denken verbunden ist, auf dem die Islamische Republik basiert.

In den 1950er Jahren begann Israel als Teil der «Peripherie-Doktrin» des israelischen Premierministers David Ben-Gurion, Beziehungen zu nicht-arabischen Staaten und ethnischen Minderheiten zu etablieren. Am 23. Juli 1960 erkannte der Schah von Iran Israel de facto an. Sowohl Israel als auch der Iran unterhielten enge Beziehungen zu den USA und widersetzten sich den Anstrengungen der Sowjetunion, Einfluss in der Region zu gewinnen. Der Mossad und die CIA hatten regelmässigen Kontakt mit dem SAVAK (von 1957 bis 1979 der iranische Geheimdienst, Anm.d.Red), um islamische und marxistische Terrorgruppen zu überwachen und zu kontrollieren, die Verbindungen zum KGB hatten.

Aber die iranisch-israelischen Beziehungen brachen zusammen, als der Schah 1979 abgesetzt wurde. Nachdem er die Macht übernommen hatte, sagte Khomeini: «Ich erinnere noch einmal jeden an die Gefahr des vorherrschenden, eiternden und krebsartigen zionistischen Tumors im Körper der islamischen Länder.» Die neu installierten Mullahs nutzten die Moscheen, um antisemitische und antiisraelische Propaganda zu verbreiten. Israel und der Iran sind seit der Machtübernahme des islamischen Regimes Erzfeinde.

Auf einem Plakat im Iran wird Ruhollah Khomeini, Gründer der islamischen Revolution im Iran, mit den Worten zitiert: „Israel muss von der Landkarte getilgt werden.“ Foto IMAGO / ZUMA Wire

Die iranische Republik, die nukleare Ambitionen und ein aggressives ballistisches Raketenprogramm hat, ist seit ihrer Gründung virulent antiamerikanisch und antiisraelisch. In ihrem Bestreben, die regionale Vorherrschaft zu erlangen, hat sie den Aufbau eines länderübergreifenden terroristischen Netzwerks vorangetrieben. Sie erweiterte das Kriegsgebiet und eskalierte den Konflikt im Nahen Osten mit dem ultimativen Ziel, einen flächendeckenden schiitischen Halbmond in der Region als Sprungbrett zur Weltherrschaft zu errichten. Das von ihr geschaffene und unterstützte transnationale Terrornetzwerk, als «Achse des Widerstands und der regionalen Macht» bezeichnet, bedroht weit mehr als nur den jüdischen Staat.

Obwohl keine der beiden Seiten eine direkte Konfrontation wünscht, haben sowohl der Iran als auch Israel davor gewarnt, dass es zu einem solchen kommen könnte. Das Regime unterstützt weiterhin terroristische Stellvertretergruppen, die Israel bedrohen, und Israel vereitelt diese Bemühungen kontinuierlich. Seit 2011 hat Teheran militärische Unterstützung und finanzielle Hilfe in Milliardenhöhe bereitgestellt, um den Stellvertreterkrieg anzuheizen und mehrere Einsätze gegen Israel mit hochentwickelten Waffen durchgeführt.

Die Feindseligkeiten zwischen dem Iran und Israel haben sich in letzter Zeit in Umfang und Ausmass intensiviert. Im September 2019 sagte der IRGC (Iranische Revolutionsgarde)-Kommandeur Hossein Salami: «Wir sind in der Lage, das zionistische Hochstaplerregime zu zerstören.» Am 7. März 2021 sagte der iranische Verteidigungsminister Amir Hatami: «Die Zionisten sollten sich darüber im Klaren sein, dass der Iran Tel Aviv und Haifa in Asche legen wird, wenn sie irgendwelche Dummheiten anstellen.» Dies sind Formen des Antisemitismus, der ein wesentlicher Bestandteil der Doktrin des Khomeinismus ist, und er wird fortbestehen, solange das Regime besteht.

Erfan Fard ist Analyst für Terrorismusbekämpfung und Forscher für Nahoststudien mit Sitz in Washington, DC. Auf Englisch zuerst erschienen bei Begin-Sadat Center for Strategic Studies BESA. Übersetzung Audiatur-Online.

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