Die Militarisierung von Kindern durch palästinensische Organisationen muss aufhören

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Im Vorfeld der zweiten jährlichen Palestinian Child Soldier Week (Woche der palästinensischen Kindersoldaten) kündigte die Coalition to Save Palestinian Child Soldiers (Koalition zur Rettung palästinensischer Kindersoldaten) an, dass ihr Ziel in diesem Jahr sei, UNICEF – die „weltweit führende Organisation für Kinderrechte“ – zu einer Erklärung zu drängen, in der gefordert wird, dass „militante“ palästinensische Organisationen keine Kinder mehr als Soldaten oder Attentäter einsetzen.

Die Woche der palästinensischen Kindersoldaten ist eine weltweite Bewegung mit dem Ziel, den Einsatz von palästinensischen Kindern als Soldaten oder Kämpfern zu beenden. Sie findet dieses Jahr vom 14. bis 19. Februar statt.

Ziel der Woche ist es, das Bewusstsein für ein Problem zu schärfen, das nach Ansicht der Koalition bei Organisationen wie UNICEF, Human Rights Watch und Amnesty International offenbar nur als „Nebensache“ behandelt wurde – möglicherweise aus „politischen Gründen“.

„Jahrzehntelang wurde dieses grundlegende Problem ignoriert oder als einzelne, unzusammenhängende Vorfälle abgetan“, so die Koalition in einer Erklärung.

Die Koalition stellte fest, dass Minderjährige seit Jahrzehnten in verschiedenen militärischen Funktionen von militanten palästinensischen Gruppen eingesetzt werden, darunter die PLO, die Hamas, die Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) und der Palästinensische Islamische Dschihad. Kinder wurden von diesen Organisationen als Soldaten, Selbstmordattentäter, Terroristen, Tunnelgräber, Kuriere für Sprengsätze und menschliche Schutzschilde eingesetzt, insbesondere bei organisierten Massenaufständen.

„Die institutionalisierte rassistische, antisemitische und militarisierte Erziehung, Kindertrainingslager und Massenpropaganda, ermutigen zu rücksichtsloser Gewalt wie Messerattacken oder Steinwürfe auf fahrende Autos „, erklärte die Koalition und wies auf die körperlichen, geistigen und entwicklungsbedingten Schäden hin, die durch diese Aktivitäten bei den Kindern entstehen.

UNICEF muss handeln

Die Koalition fordert UNICEF auf, von militanten palästinensischen Organisationen die Einhaltung der Pariser Prinzipien von 2007 zu verlangen, einer von UNICEF unterstützten internationalen Vereinbarung, die jeden Einsatz von Minderjährigen (17 Jahre oder jünger) in militärischen Konflikten ablehnt.

Jedes Jahr werden rund 10.000 palästinensische Kinder in terroristischen „Sommerlagern“ ausgebildet, so die Coalition to Save Palestinian Child Soldiers.

Allein zwischen den Jahren 2015 und 2016 wurden mehr als 30 palästinensische Kinder angeworben, um Messerattacken zu begehen, die in Israel als „Messer-Intifada“ bekannt wurden. Viele davon kamen dabei ums Leben oder wurden verletzt. Diese Angriffe haben sich fortgesetzt, wobei der letzte am 25. Januar 2021 von Atallah Mohammad Rayan, 17, verübt wurde, der versuchte, eine Soldatin der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte an einer Kreuzung in der Nähe von Ariel zu töten. Rayan wurde bei dem Angriff getötet.

Einen Monat zuvor wurde Mahmoud Omar Kameel, 17, ein palästinensischer Teenager aus Jenin, am 21. Dezember getötet, nachdem er zweimal versucht hatte, israelische Grenzpolizisten in Jerusalems Altstadt zu erschiessen.

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