Marokkos jüdisches Erbe

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Marokko will das Judentum als Bestandteil der nationalen Identität präsentieren: Das ist Ziel des „Hauses der Erinnerung“ in Essaouira. Zugleich hält das Thema Einzug in den Schulunterricht.

von Abdessamad Jattioui / Deutsche Welle 

Es ist eine Premiere: Erstmals in der marokkanischen Geschichte widmet sich das Schulwesen des Landes dem Erbe und der Geschichte seiner jüdischen Bürger. Der Schritt erfolgte auf die Eröffnung des jüdischen „Hauses der Erinnerung“ in Essaouira durch König Mohammed VI. Das Haus findet Platz in den Räumen eines restaurierten jüdischen Tempels. „Das ist ein regelrechter Paradigmenwechsel“, sagt die marokkanisch-jüdische Künstlerin Susan Haroush, mitverantwortlich für die Konzeption der Einrichtung. „Dieses Haus bietet eine ganz neue Möglichkeit, etwas über die gemeinsame Geschichte der Marokkaner, Juden und Muslime zu erfahren.“

Das Programm zur Präsentation des jüdischen Erbes startete zu Beginn des neuen Schuljahrs in Marokko. Erstmals wurden die Schüler mit Zeugnissen des jüdischen Lebens in Marokko vertraut gemacht, sehr zur Freude der jüdischen Gemeinde des Landes. Die Eröffnung des Hauses sei ein „bedeutsamer historischer Schritt“, sagte Serge Berdugo, Vorsitzender der Gemeinde und ehemaliger Tourismusminister des Landes. „Die jüngeren Generationen haben das Recht, ihre Geschichte zu kennen.“ Zudem empfänden viele seiner Landsleute den tiefen Wunsch, die gelebte Geschichte Marokkos zu erzählen.

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