Operation Tsur Israel: Die ersten 316 äthiopischen Juden kommen in Israel an

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Die neuen Olim am Flughafen Ben Gurion. Foto Eitan-Barak Elhadaz/TPS
Die neuen Olim am Flughafen Ben Gurion. Foto Eitan-Barak Elhadaz/TPS
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Die erste Gruppe von 316 äthiopischen Juden landete am Donnerstag auf dem Flughafen Ben Gurion und beendete damit die erste Phase der Operation Tsur Israel. Eine weitere Gruppe von etwa 100 Personen wird voraussichtlich am Freitag in Israel eintreffen.

von Aryeh Savir/TPS

Die Operation Tzur Israel, die Juden aus Äthiopien nach Israel bringen soll, ist am Sonntag gestartet und ist eine weiterer Meilenstein, um das äthiopische Judentum nach Hause in den Staat Israel zu bringen.

Die israelische Einwanderungsministerin Pnina Tamano-Shata, die sich seit Sonntag mit einer israelischen Delegation in Äthiopien aufhielt, traf mit der aus Addis Abeba und Gondar stammenden Gruppe von Olim (Bezeichnung für jüdische Einwanderer nach Israel, Anm.d.Red.) ein.

An einem Sonderempfang für die Neuankömmlinge nahmen Premierminister Benjamin Netanjahu, Verteidigungsminister Benny Gantz, Aussenminister Gabi Ashkenazi, der Vorsitzende der Jewish Agency, Isaac Herzog, und Tamano-Shata teil.

In einer Rede bei einem Sonderempfang für die neuen Olim sagte Netanjahu, dass er „sich nicht daran erinnern kann, in den letzten Jahren von einem so schönen Anblick von Zionisten so begeistert gewesen zu sein“.

Eine aus dem Flugzeug herabsteigende Mutter „küsst den Boden und trägt ein Baby namens Jeruschalajim und ein weiteres Baby namens Esther“. Esther und Jeruschalajim, kommen nach Jerusalem – das ist die Essenz der jüdischen Geschichte, das ist die Essenz der zionistischen Geschichte“, erklärte er.

Verteidigungsminister Benny Gantz erklärte, dass „wir die zionistische Vision in ihrem reinsten Sinne verwirklichen – Kibbutz Galuyot [die Rückkehr der Diaspora]“.

„Ihr, die ihr vor den Toren dieses Landes steht, habt eine jahrtausendealte, wunderbare Tradition fortgeführt“, fügte er hinzu.

Insgesamt werden bis Februar 2021 etwa 2.000 Mitglieder der Falash-Mura-Gemeinschaft in den jüdischen Staat kommen.

Die Falash Mura sind Mitglieder der jüdischen Beta Israel Gemeinschaft in Äthiopien, die im 19. und 20. Jahrhundert zum Christentum konvertierten. Einige wurden dazu gezwungen.

Der ehemalige Oberrabbiner Ovadiah Yosef erklärte 2002, dass die Falash Mura aus Angst und Verfolgung konvertiert seien und daher als Juden betrachtet werden sollten.

Im November 2015 beschloss die israelische Regierung, Familienzusammenführungen für die verbleibenden 9.000 Mitglieder der Falash-Mura-Gemeinde, die auf die Alijah nach Israel warten, zuzulassen.

Bis Ende 2017 waren etwa 1.300 Personen anerkannt und eingewandert. Im Oktober 2018 beschloss die Regierung, weitere 1.000 Mitglieder der Gemeinde, die bereits enge Verwandte in Israel hatten, nach Israel zu holen.

Nach der Operation Tsur Israel werden noch 7.000 auf Alijah warten.

Seit Anfang der 1950er Jahre hat die Jewish Agency mehr als 90.000 Äthiopier bei ihrer Einwanderung nach Israel unterstützt. Die beiden berühmtesten Lufttransporte von Äthiopien nach Israel waren die Operation Moshe in den Jahren 1984-1985, mit der 6.364 Olim und die Operation Shlomo im Jahr 1991, die 14.000 Einwanderer nach Israel brachte.

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